Umstrittene Thesen Der Provokateur gehört in die Politik

Die Thesen des Bundesbankers über Migration und Vererbung sind krude. Ausschließen sollte die SPD Thilo Sarrazin dennoch nicht.

Im Berliner Stadtbezirk Wedding mussten in diesem Sommer Schulanfänger zum ersten Mal eine Deutschprüfung ablegen, um in eine erste Klasse aufgenommen zu werden. Bürgerliche deutsche Eltern hatten zuvor gedroht, die überwiegend von Kindern muslimischer Herkunft besuchte Schule zu boykottieren. Ist eine solche Prüfung nun notwendig, damit Einwanderer engagierter Deutsch lernen? Oder werden hier muslimische Kinder diskriminiert?

Es lohnt sich, über eine solche Frage heftig zu streiten. Genauso wie über all die anderen Versäumnisse und Aufgaben der Gesellschaft bei der Integration von Einwanderern und der Bildung ihrer Kinder.

Anzeige

Niemand sollte jedoch erwarten, dass diese Diskussion leicht ist. Vorurteile, Halbwissen und gnadenlose Provokation von allen Seiten werden genauso dazugehören, wie Erbstatistiken, aus denen mancher neuerdings ablesen können will, ob türkische oder russische Juden die Schlaueren sind. Willkommen im Einwanderungsland Deutschland – mit all den Verwerfungen und Ängsten, die überall auf der Welt die Gesellschaften beschweren, die sich öffnen.

Auch Thilo Sarrazin muss man unterstellen, dass er zunächst ernsthaft interessiert war, an dieser Debatte teilzunehmen. Er beschreibt in seinem Buch eine Realität, die viele Menschen herum genauso erleben. Sie alle zum offenen Streit darüber zu ermuntern, wie die kritikwürdigen Zustände verändert werden können, das ist ihm allerdings nicht gelungen. Ganz im Gegenteil. Sarrazin lädt mit seinen Thesen von der Nichtintegrationsfähigkeit und -willigkeit der Muslime niemanden zu einer Debatte ein. Er grenzt aus und schürt diffuse Vorurteile, wo Offenheit und Klarheit vonnöten wären. So ist aus dem selbst ernannten Provokateur an der Integrationsfront am Ende einer geworden, der sich selbst als ein in dieser gesellschaftlichen Debatte Integrationsunwilliger erweist. 

Ihn deshalb aus der Sozialdemokratie auszusperren, ist trotzdem ein Fehler. Wo, wenn nicht in Parteien sind die Orte zu suchen, an denen Politik zuallererst stattfinden soll. Und was anderes ist Politik als die Beschreibung der Realität, um sie hernach zum Besseren zu verändern. Nichts Neues, dass der Weg dahin in allen demokratischen Parteien heftig erstritten werden muss.

Sarrazins Schlüsse aus Statistiken und Erbgutstudien mögen vielen Sozialdemokraten wirr vorkommen und für manchen die Züge volksverhetzender Thesen tragen. Ihm und allen, die ihm offen oder heimlich beipflichten, das in aller Deutlichkeit bewusst zu machen: Auch das ist Aufgabe von Parteien. Denn ist einer wie er erst im dämmrigen Abseits angekommen, gedeiht um ihn herum der giftige Pilz der Verhetzung besonders gut. 

Ganz anders sieht es mit Sarrazins Zukunft an der Spitze der Bundesbank aus. Ihre Aufgabe ist unter anderem – nicht erst seit der Einführung des Euro – eine der europäischen Verständigung. Krude Erbtheorien stehen dazu im krassen Widerspruch und schüren Ressentiments in der Welt gegenüber dem Land. Ein Spitzenbeamter und Politiker wie Sarrazin muss das wissen und mit den Konsequenzen rechnen.

Der Artikel erschien im Tagesspiegel.

 
Leser-Kommentare
    • guntha
    • 31.08.2010 um 8:30 Uhr

    Man kann die Diskussion auch absichtlich noch schwerer und undurchdringlicher machen, so wie Beckmann gestern bei "Beckmann". Zum Thema? Nein, Beckmann ist der Star!

    "Beckmann" auf Twitter:

    p0xer‎: #Beckmann kotzt mich an. Der verfälscht doch die ganze Diskussion.

    chauffeurinbonn‎: RT @ellebil: Wenn sie Beckmann aus dem Studio entfernen würden, wäre es vielleicht besser.

    LohmyDD‎: #Sarrazin bei Beckmann - alle sind erfreulich sachlich, ausser Beckmann

    Lachgas‎: weiß wieder warum ich nie #beckmann schaue ... warum unterbricht der die gäste ständig bei interessanten punkten?

    joeshoe‎: Ranga Yogeshwar ist kurz davor, einen interessanten Gedanken zuende zu führen, Beckmann, greif ein! #beckmann

    RCDSSascha‎: Armselige Debatte im #ARD.#Beckmann sollte zumindest seinem Job nachkommen.#Sarrazins Thesen müssen widerlegt, nicht abgewürgt werden.

    jofreund‎: #beckmann zermoderiert die ganze Sendung.

    DennyRamone‎: #Beckmann inszeniert sich selbst. Das ist so schlecht.

    christiansoeder‎: Was kann Beckmann überhaupt?

    twitgeridoo‎: Uh. #Beckmann ist der grauenhafteste Moderator, den ich je erlebt habe! - Ranga #Yogeshwar for President! - Schwachmat #Sarrazin ignorieren.

    glutamatberlin‎: @mofiz ist das nicht ein trauriges stück fernsehgeschichte? #beckmann #fail

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das ist die lästige Tragik vieler Talk-Shows. Die meisten Moderatoren haben ihren Auftrag missverstanden. Sie inszenieren sich selbst, die Gäste sind nur Staffage zur Verschönerung ihres übersprudelnden Ego-Tripps. In diesem Fall hätten die Gäste sehr viel Intelligentes zu einer lebhaften Debatte beitragen können, doch Herr Beckmann musste sein politisch korrektes Weltbild und den Mainstream durchsetzen. Damit würgte er jede interessante Diskussion ab. Noch spüren nur sehr wenige Meinungsträger der Nation, dass eine grosse Zahl der Deutschen die Parolen des politisch korrekten Einheits-Spiessers mit seinem genormten Ethnokitsch satt sind. Deutschland will eine Streitkultur über die drängendsten Fragen der Republik, die sich gewaschen hat und nicht dieses politisch korrekte Eia-Popeia der Politiker und Meinungsmacher. Wo sind wir denn eigentlich hingekommen, wenn ein hochintelligenter Fersehmoderator wie Herr Dr. Kleber das langweilige Statement eines Politikers zu irgend einem Thema nicht mit einem lächelnden " Tatsächlich? " in Frage stellen darf, ohne dafür gerüffelt zu werden? Sind wir auf dem Weg zum politisch korrekten Einheitsstaat, wo es nur noch eine Streitkultur geben darf, die von den Politikern und den Medien vorgegeben wird? Jeder, der von dieser Norm abweicht, wird mit dem Totschlagargument Nazi oder Faschist ausgegrenzt? Das ist Meinungsdiktatur aber keine gelebte Demokratie!

    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Ausdrucksweise. Danke. Die Redaktion/sh

    Das ist die lästige Tragik vieler Talk-Shows. Die meisten Moderatoren haben ihren Auftrag missverstanden. Sie inszenieren sich selbst, die Gäste sind nur Staffage zur Verschönerung ihres übersprudelnden Ego-Tripps. In diesem Fall hätten die Gäste sehr viel Intelligentes zu einer lebhaften Debatte beitragen können, doch Herr Beckmann musste sein politisch korrektes Weltbild und den Mainstream durchsetzen. Damit würgte er jede interessante Diskussion ab. Noch spüren nur sehr wenige Meinungsträger der Nation, dass eine grosse Zahl der Deutschen die Parolen des politisch korrekten Einheits-Spiessers mit seinem genormten Ethnokitsch satt sind. Deutschland will eine Streitkultur über die drängendsten Fragen der Republik, die sich gewaschen hat und nicht dieses politisch korrekte Eia-Popeia der Politiker und Meinungsmacher. Wo sind wir denn eigentlich hingekommen, wenn ein hochintelligenter Fersehmoderator wie Herr Dr. Kleber das langweilige Statement eines Politikers zu irgend einem Thema nicht mit einem lächelnden " Tatsächlich? " in Frage stellen darf, ohne dafür gerüffelt zu werden? Sind wir auf dem Weg zum politisch korrekten Einheitsstaat, wo es nur noch eine Streitkultur geben darf, die von den Politikern und den Medien vorgegeben wird? Jeder, der von dieser Norm abweicht, wird mit dem Totschlagargument Nazi oder Faschist ausgegrenzt? Das ist Meinungsdiktatur aber keine gelebte Demokratie!

    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Ausdrucksweise. Danke. Die Redaktion/sh

  1. Hallo!

    Für die gesellschaftlichen Zustandsbeschreibungen die Herr Sarrazin und Frau Heisig gegeben haben, bin ich beiden dankbar.

    Inwieweit mehr die "Gene" oder die "Erziehung" die Entwicklung eines Menschen beeinflussen ist in der Wissenschaft hochgradig umstritten. Es mag sein, dass sich Sarrazin hier irrt. Sicher ist, dass seine diesbezüglichen Ausführungen sprachlich nicht 100% geglückt sind. Trotzdem erinnerer ich mich irgendwo von einem hohen Gut mit dem Namen "Meinungsfreiheit" gelesen zu haben. Eine diesbezügliche Einschränkung für Bundesbanker und SPD-Mitglieder ist mir nicht bekannt.

    Es ist Konsens, sogar bei Sarrazin, dass die Entwicklung des Menschen zuerst gefördert werden muss: z.B. durch Sprachunterricht usw. In vielen Fällen klappt das auch und das ist auch gut so.

    Aber was ist mit denen die zu uns kommen und sich trotz aller Fördermassnahmen, Integrationsbeauftragten und Streetworker nicht integrieren wollen und statt dessen
    die Kriminalitätsstatistik "bereichern"?

    Ist es durch die Meinungsfreiheit gedeckt solchen Menschen deutlich klarzumachen, dass Öger-Tours in beide Richtungen fliegt?

    Gruß,

    Joe

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Art. 5 Abs. 2 GG S.1
    Diese Rechte finden ihre Schranken in den allgemeinen Gesetzen.
    Ein allgemeines Gesetz wäre zb das Gesetz zur Volksverhetzung, welche Sarazin hier zweifelsohne betreibt. Wer bestimmten Ethnien oder Religionen und deren Gläubigen bestimmte angeborene Eigenschaftenzuschreibt dessen Theorien entbehren jeglicher sozialwissenschaftlicher Logik.
    Wenn Muslime grundsätzlich dümmer geboren sind als Christen wieso waren sie uns Jahrhunderte lang naturwissenschaftlich vorraus?
    Was Herr Sarazin da betreibt ist Sozialdarwinismus in Reinkultur, welche die SPD nicht vertritt!
    Eine Integrationsdebatte muss in Deutschland dirngend geführt werden - mit dem nötigen Ernst. Wenn dies wirklich Sarrazins Ziel ist eine solche anzustoßen, hat er das Gegenteil erreicht weil seine Thesen die Gesellschaft und die Politik spalten, so dass keine vernünfitge auf einem Konsens beruhende Konsequenz gezogen werden kann.

    MFG
    Ricardo

    Art. 5 Abs. 2 GG S.1
    Diese Rechte finden ihre Schranken in den allgemeinen Gesetzen.
    Ein allgemeines Gesetz wäre zb das Gesetz zur Volksverhetzung, welche Sarazin hier zweifelsohne betreibt. Wer bestimmten Ethnien oder Religionen und deren Gläubigen bestimmte angeborene Eigenschaftenzuschreibt dessen Theorien entbehren jeglicher sozialwissenschaftlicher Logik.
    Wenn Muslime grundsätzlich dümmer geboren sind als Christen wieso waren sie uns Jahrhunderte lang naturwissenschaftlich vorraus?
    Was Herr Sarazin da betreibt ist Sozialdarwinismus in Reinkultur, welche die SPD nicht vertritt!
    Eine Integrationsdebatte muss in Deutschland dirngend geführt werden - mit dem nötigen Ernst. Wenn dies wirklich Sarrazins Ziel ist eine solche anzustoßen, hat er das Gegenteil erreicht weil seine Thesen die Gesellschaft und die Politik spalten, so dass keine vernünfitge auf einem Konsens beruhende Konsequenz gezogen werden kann.

    MFG
    Ricardo

  2. Die Studien, um dies es ging, wurden von Juden über Juden durchgeführt. Kein Mensch weiß, worum es bei diesen gemeinsamen Genen geht, wozu sie gut sind, ob sie überhaupt was bewirken. Es gibt allenfalls identische genetische Strukturen, die eine Verwandtschaft nahelegen. Das konnte nachgewiesen werden. Ähnliches wird im übrigen seit Jahren im Human Genome Project durchgeführt. Zusammenhang zu kulturellen Aspekten? Null! Alles nur konstruiert.

    Aber ich gebe Ihnen recht, diese Diskussion darf nicht von der Politik totgeschwiegen werden. Offensichtlich besteht hier Redebedarf, wobei sich die politisch korrekte Kaste selbst ins eigene Fleisch geschnitten hat, indem sie das Thema und Sarrazin so extrem anging, dass sich der Rest der Bevölkerung nun reflexhaft hinter den Mann stellt. Jemand, der in solch unsachlicher Weise bekämpft wird, muss einen Nerv getroffen haben.

  3. Die Parteien und die guten Menschen Deutschlands reagieren auf Thilo Sarrazin geradezu hysterisch. Sie wollen ihn aus der Bundesbank entfernen und aus der SPD ausschliessen. Dies ist ein Armutszeugnis für die Streitkultur in Deutschland. Selbstverständlich sind einige seiner Thesen krude und wenig wissenschaftlich, jedoch der Grundtenor ist allemal eine Debatte wert. Warum haben die deutschen Parteien nicht die Grösse, sich mit den Denkanstössen Sarrazins auseinanderzusetzen, sondern grenzen jeden aus, der es wagt, an ihrem Weltbild zu kratzen? Es ist doch nicht zu bestreiten, dass es eine beträchtliche Zahl von Bürgern in Deutschland gibt, die sich speziell bei den Wahlen gegen die genormte politsche Korrektheit stellt. Gerade die Nichtwählerpartei ist doch die grösste Volksbewegung in Deutschland. Sie ist nicht etwa politisch uninteressiert! Im Gegenteil, sie wendet sich nur angewidert von den immer gleichen Parolen der Parteien ab. Wir sollten über Herrn Sarrazin nachdenken, anstatt ihn auszugrenzen, bevor uns das Schicksal Hollands blüht, das die Nase gestrichen voll hatte von dem pseudoliberalen Einheitsbrei der etablierten Parteien. Die politische Korrektheit ist heute ein höheres Gut als eine flammende Streitkultur. Und das ist der Anfang vom Ende einer lebendigen Demokratie! Ist es nicht vielleicht durchaus möglich, dass wir mit dem von den Parteien erzwungenen Weltbild einer Multi-Kulti-Kultur die Geduld einer grossen Zahl der Bürger Deutschlands überstrapazieren?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Buh
    • 31.08.2010 um 11:38 Uhr

    [...]

    Wir sollten aufhören solche extrema zu verwenden wenn wir esnthaftig eine zielgeführte Debartete führen wollen. Diesen Willen streite ich Ihnen aber in höchstem maße ab. Ihr Geschreibsel unterstellt man würde jedem Querdenker nen Maulkorb verpassen, nur weil man einem rassitischen Querdenker nicht die evidenz zubilligen will eine Debatte über Integration anzuführen. Wer diesen elemtaren Aspekt der Debtte so missversteht, kann aufgrund seiner voreingenommenheit doch garnicht mitdiskuttieren.

    Bitte verzichten Sie darauf, Kommentatoren zu diffamieren. Danke, die Redaktion/fk.

    • Buh
    • 31.08.2010 um 11:38 Uhr

    [...]

    Wir sollten aufhören solche extrema zu verwenden wenn wir esnthaftig eine zielgeführte Debartete führen wollen. Diesen Willen streite ich Ihnen aber in höchstem maße ab. Ihr Geschreibsel unterstellt man würde jedem Querdenker nen Maulkorb verpassen, nur weil man einem rassitischen Querdenker nicht die evidenz zubilligen will eine Debatte über Integration anzuführen. Wer diesen elemtaren Aspekt der Debtte so missversteht, kann aufgrund seiner voreingenommenheit doch garnicht mitdiskuttieren.

    Bitte verzichten Sie darauf, Kommentatoren zu diffamieren. Danke, die Redaktion/fk.

  4. Sarrazin mag unsachlich sein & teilweise über das Ziel hinausschießen. Aber die Grundproblematik die er anspricht ist ja nicht konstruiert , sondern vorhanden.
    Was macht die Politik ? - sie versucht diese Probleme totzuscheigen und bestreitet zum Teil ihre Existens. Das macht sie schon die letzen 30 Jahre.

    Die wahren Gründe für den Ausschluss ist doch die Panik davor bei der nächsten Wahl Stimmen zu verlieren bzw. nicht zu bekommen.Die notwendige Wahrheitsfindung wird auf diesem Altar der "Machtgeilheit" geopfert. Darf so Politik gemacht werden ?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Buh
    • 31.08.2010 um 11:46 Uhr

    Diese Sprüche von Wegen "Sarrazin mag hier und da nicht ganz politisch Korrekt sien, ABER..." Sind wirklich unmöglich. Wie kann man nur einem hetzerischen Rassisten zubiulligen eine solche sensible Diskussion anzuführen?

    Wissen Sie warum Sarrazin eben IM GRUNDE und in der SACHE nicht recht hat? Weil er das problem einer migrantischen utnerschicht, welches von ALLEN Parteien und ALLEN Sozialverbüänden seit jahren angesprochen und sikuttiert wird, mit Pseudowissenscahftlichenm Gene-Geschwafel und widerlegbaren Studien und wagen Statistiken dahingehend zu zerrden versucht, dass am ende der Deutsche Michel da steht, sich in seiner Deutschheit bedroht fühlt!

    Die Konsequenz einer Bildungsfernen Schicht kann nicht sein diese Schicht aufgrund ihrer wurzeln härter anzufassen. Aber genau ds sit der punkt und der grund warum Sarrazin in der sache unrecht hat. Der Fragliche Punkt ist nichtder, zuzugeben, dass viele Migranten Bildungsfern sind, der fragliche punkt ist, wenn aus dieser Tatsache Migranten (Hier Türken) diskreditiert werden sollen. Wenn also die Konsequenz(!) aus dieser Tatsache seins soll, dieser gruppe einen niederen intellekt zuzusperchen,wenn der Schluss seins soll, härtere gesetze,weniger fürsorge für diese Menschen zu ermöglichen.

    Ich verstehe mich als Humansit und als solcher fordere ich in dieser Debatte mehr Humanismus!Ich verweigere mich der Pauschalisierung ganzer Gruppen und denke dass Bildungsferne nur durch Bildung und nicht durch hetze vermieden werdenkann.

    • CHHN
    • 01.09.2010 um 1:28 Uhr

    Die Politiker haben Angst um ihre Machtstellung und koennen die neuen Gedanken nicht einordnen oder mit ihnen umgehen.

    • Buh
    • 31.08.2010 um 11:46 Uhr

    Diese Sprüche von Wegen "Sarrazin mag hier und da nicht ganz politisch Korrekt sien, ABER..." Sind wirklich unmöglich. Wie kann man nur einem hetzerischen Rassisten zubiulligen eine solche sensible Diskussion anzuführen?

    Wissen Sie warum Sarrazin eben IM GRUNDE und in der SACHE nicht recht hat? Weil er das problem einer migrantischen utnerschicht, welches von ALLEN Parteien und ALLEN Sozialverbüänden seit jahren angesprochen und sikuttiert wird, mit Pseudowissenscahftlichenm Gene-Geschwafel und widerlegbaren Studien und wagen Statistiken dahingehend zu zerrden versucht, dass am ende der Deutsche Michel da steht, sich in seiner Deutschheit bedroht fühlt!

    Die Konsequenz einer Bildungsfernen Schicht kann nicht sein diese Schicht aufgrund ihrer wurzeln härter anzufassen. Aber genau ds sit der punkt und der grund warum Sarrazin in der sache unrecht hat. Der Fragliche Punkt ist nichtder, zuzugeben, dass viele Migranten Bildungsfern sind, der fragliche punkt ist, wenn aus dieser Tatsache Migranten (Hier Türken) diskreditiert werden sollen. Wenn also die Konsequenz(!) aus dieser Tatsache seins soll, dieser gruppe einen niederen intellekt zuzusperchen,wenn der Schluss seins soll, härtere gesetze,weniger fürsorge für diese Menschen zu ermöglichen.

    Ich verstehe mich als Humansit und als solcher fordere ich in dieser Debatte mehr Humanismus!Ich verweigere mich der Pauschalisierung ganzer Gruppen und denke dass Bildungsferne nur durch Bildung und nicht durch hetze vermieden werdenkann.

    • CHHN
    • 01.09.2010 um 1:28 Uhr

    Die Politiker haben Angst um ihre Machtstellung und koennen die neuen Gedanken nicht einordnen oder mit ihnen umgehen.

    • Logine
    • 31.08.2010 um 9:04 Uhr

    Die Autorin sagt es ja selbst. Sarrazin stellt Thesen auf. Dazu bedarf es gewisser Grundlagen, Statistiken, Zahlenmaterial. Bisher erschöfft sich die "Auseinandersetzung" damit in einem Ping-Pong von "Meinungen". Meist emotional, spekulativ und interessensgesteuert (was Politiker naturgemäss ja alle sind). Um das Buch zu diskutieren sind wahrscheinlich einige basiscs in Statistik, Demographie, Soziologie, Genetik, vergleichender Geschichte und Ethnologie etc. nötig. Und Talkshows wohl auch das denkbar schlechteste Medium. Sie bedienen ja nix als die Empörungs- und Betroffenheitsjournalistik.

  5. Entfernt. Achten Sie auf eine respektvolle Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh

  6. Das ist die lästige Tragik vieler Talk-Shows. Die meisten Moderatoren haben ihren Auftrag missverstanden. Sie inszenieren sich selbst, die Gäste sind nur Staffage zur Verschönerung ihres übersprudelnden Ego-Tripps. In diesem Fall hätten die Gäste sehr viel Intelligentes zu einer lebhaften Debatte beitragen können, doch Herr Beckmann musste sein politisch korrektes Weltbild und den Mainstream durchsetzen. Damit würgte er jede interessante Diskussion ab. Noch spüren nur sehr wenige Meinungsträger der Nation, dass eine grosse Zahl der Deutschen die Parolen des politisch korrekten Einheits-Spiessers mit seinem genormten Ethnokitsch satt sind. Deutschland will eine Streitkultur über die drängendsten Fragen der Republik, die sich gewaschen hat und nicht dieses politisch korrekte Eia-Popeia der Politiker und Meinungsmacher. Wo sind wir denn eigentlich hingekommen, wenn ein hochintelligenter Fersehmoderator wie Herr Dr. Kleber das langweilige Statement eines Politikers zu irgend einem Thema nicht mit einem lächelnden " Tatsächlich? " in Frage stellen darf, ohne dafür gerüffelt zu werden? Sind wir auf dem Weg zum politisch korrekten Einheitsstaat, wo es nur noch eine Streitkultur geben darf, die von den Politikern und den Medien vorgegeben wird? Jeder, der von dieser Norm abweicht, wird mit dem Totschlagargument Nazi oder Faschist ausgegrenzt? Das ist Meinungsdiktatur aber keine gelebte Demokratie!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • guntha
    • 31.08.2010 um 9:40 Uhr

    Ich gebe Ihnen recht! Mit dem Wort "Diktatur" bin ich allerdings sehr vorsichtig, obwohl ich schon mehrmals das starke Bedürfnis hatte, mich weit aus dem Fenster zu lehnen und "MEDIENDIKTATUR" zu schreien, bis ich nicht mehr kann. Aber ich muss nur an die Erzählungen meines Großvaters denken, der als Schlesier von den Deutschen zwangsrekrutiert wurde und anschließend unter den Kommunisten in Polen seinen Mund halten musste, um wieder 'runterzukommen: Wir können hier wenigstens ohne Angst schreiben - auch wenn es kaum jemand hört/liest. Aus diesem Grund bin ich auch so wütend auf Herrn Beckmann und die verantwortlichen Redakteure: Man konnte sicher sein, dass gestern überdurchschnittliche viele Menschen zuhören wollten, doch ist man der Verantwortung, die man damit auf sich genommen hat, in keiner Weise gerecht geworden. Ich sehe die Gefahr, dass sich eine solche Talkshow-"Streitkultur" dann auf unseren Alltag übeträgt und viele (vielleicht nur unbewusst) denken, dass man sich erst auf diese Weise richtig streitet: den anderen unterbrechen, nicht zuhören, nur seinen eigenen Plan im Kopf haben und den mit aller Macht durchboxen. Sowas erlebe ich als Philosophiestudent leider auch schon in meinen Seminaren immer häufiger - und das macht mir Angst. Wo bleibt das Zuhören und das Verstehenwollen?

    • guntha
    • 31.08.2010 um 9:40 Uhr

    Ich gebe Ihnen recht! Mit dem Wort "Diktatur" bin ich allerdings sehr vorsichtig, obwohl ich schon mehrmals das starke Bedürfnis hatte, mich weit aus dem Fenster zu lehnen und "MEDIENDIKTATUR" zu schreien, bis ich nicht mehr kann. Aber ich muss nur an die Erzählungen meines Großvaters denken, der als Schlesier von den Deutschen zwangsrekrutiert wurde und anschließend unter den Kommunisten in Polen seinen Mund halten musste, um wieder 'runterzukommen: Wir können hier wenigstens ohne Angst schreiben - auch wenn es kaum jemand hört/liest. Aus diesem Grund bin ich auch so wütend auf Herrn Beckmann und die verantwortlichen Redakteure: Man konnte sicher sein, dass gestern überdurchschnittliche viele Menschen zuhören wollten, doch ist man der Verantwortung, die man damit auf sich genommen hat, in keiner Weise gerecht geworden. Ich sehe die Gefahr, dass sich eine solche Talkshow-"Streitkultur" dann auf unseren Alltag übeträgt und viele (vielleicht nur unbewusst) denken, dass man sich erst auf diese Weise richtig streitet: den anderen unterbrechen, nicht zuhören, nur seinen eigenen Plan im Kopf haben und den mit aller Macht durchboxen. Sowas erlebe ich als Philosophiestudent leider auch schon in meinen Seminaren immer häufiger - und das macht mir Angst. Wo bleibt das Zuhören und das Verstehenwollen?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service