Integrationsdebatte Die Methode Sarrazin

In acht Schritten zur erfolgreichen Affäre: Nichts leichter (und perfider) als das. Das Ehepaar Sarrazin zeigt, wie man sich am besten zum Opfer stilisiert.

Einige Leute finden "die Kampagne" gegen die Sarrazins "zum K*****", wie sie uns schreiben. Sie sind vornehm genug, das ausgeschriebene Wort zu vermeiden, gehen ansonsten allerdings wenig zimperlich um mit Abschaum und Gesocks, also vor allem mit Ausländern und Journalisten, obwohl es ja, darauf vergisst kaum einer hinzuweisen, von der Kanzlerin persönlich angeordnete, politisch korrekte Lese-, Rede- und sogar Denkverbote gibt.

Die Sarrazins können also feststellen, dass derselbe Trick – beim ersten Mal noch eher zufällig entdeckt – auch zweimal funktioniert. Und so geht er:

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Punkt 1: Sich möglichst schnell und massenwirksam, also aggressiv, zu einem vermeintlichen Opfer stilisieren. So wird jede Kritik diese Rolle immer mehr schützen und der Eindruck entstehen, hier erleide jemand ein Martyrium im Dienst einer guten Sache.

Punkt 2: Dazu eine Kampagne lostreten, in deren Mittelpunkt die Behauptung steht, man sei Opfer einer Kampagne. Im Fall von Ursula S.: Weil die vielen, seit Jahren immer wieder neuen Beschwerden von Eltern und Kollegen über die Lehrerin S. egal, wo sie auftauchte, nur geringe öffentliche Aufmerksamkeit brachten, ging Thilo S. in die Offensive. Er behauptete in der Bild, seine Frau werde gemobbt – und zwar seinetwegen, wegen seiner Thesen, wegen seines Auftretens, und vor allem: aus Neid.

Punkt 3: Dinge miteinander verknüpfen, die nichts miteinander zu tun haben. Beschwerden über Ursula S. gab es bereits, da war Thilo S. noch gar nicht Finanzsenator, geschweige denn Millionär. Es kannte ihn schlicht noch keiner.

Punkt 4: Zweite Stufe der Kampagne zünden: Für Titelgeschichten in Bild und Focus bereitstehen und sich darin über die öffentliche Aufmerksamkeit wundern.

Punkt 5: Massenwirksam einfache, perfide Behauptungen aufstellen, deren Gegenteil zu beweisen kompliziert und deshalb per se weniger massenwirksam ist, selbst wenn unbewiesene Behauptung gegen unbewiesene Gegenbehauptung steht (diese Strategie hat Thilo S. bereitwillig und stolz selbst erläutert, noch bevor er mit seinem Buch die Charts stürmte).

Punkt 6: Falsche Fährten legen, um Punkt 3 noch stärker zu machen, hier durch die Erklärung, wer angeblich hinter dem "Mobbing" steckt: "Es scheint so zu sein, dass in einer bestimmten Klasse zwei bis drei Eltern türkischer Kinder üble Nachrede gegen mich üben." Dadurch massenwirksame Bestätigung von Vorurteilen und Ablenkung von eigenen Schwachpunkten. (Tatsächlich beschwerten sich seit 2001 Berliner Eltern massenweise, fast nur Deutsche)

Punkt 7: Auf die Vergesslichkeit der Leute setzen. Funktionierte bei Thilo S. (spätestens seit Buschkowsky werden Integrationsprobleme breit erörtert), funktioniert bei Ursula S. (es gibt ständig Autoritätsdebatten; die letzte hatte der ehemalige Leiter von Salem, Bernhard Bueb, mit einem Buch losgetreten). Also behaupten: Ohne mich wäre NIE darüber geredet worden.

Punkt 8: Ein Buch ankündigen, möglichst mit Bezug zu Punkt 3, hier: "Ich habe schon ein paar Mal den Vorschlag gehört, dass ich so ein Buch schreiben soll. Muss ich mir überlegen. Ich will ja erreichen, dass sich irgendwann etwas zum Besseren wendet." Der Bezug zu Punkt 3: Den Eindruck erwecken, als hätten persönliche berufliche Probleme (Thilo S.: Ärger mit allen, vor allem aber im Vorstand der Bundesbank, Ursula S.: Ärger mit allen, besonders aber mit Eltern und Kollegen) etwas mit einer unterdrückten, aber dringend notwendigen Debatte zu tun (Thilo S.: Ausländer und Dumme überall, vor allem in Deutschland, Ursula S.: Ausländer und Dumme überall, vor allem in der Schule). Letzteres ist auch wirksam im Sinne von Punkt 1 und 2; die Mühle dreht sich jetzt wie von selbst.

Mal sehen, wie oft sich mit derselben Masche das Immergleiche noch stricken lässt.

 
Leser-Kommentare
    • delsa
    • 22.01.2011 um 17:57 Uhr
    1. schein

    Leider geriert sich "die Zeit" als Meister der Diffarmierung
    und Heuchelei, durch einistige Parteinahme, wie gehabt -
    denn die können nicht anders !!!!

    62 Leser-Empfehlungen
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    Zunächst ist es ja Herr Maroldt, der hier eine Fährte legt.
    Und das ziemlich ungeschickt. Man siehe nur
    "Punkt 6: Falsche Fährten legen"
    Das breite Publikum kann zu diesem Zeitpunkt Behauptungen und Gegenbehauptungen noch garnicht einschätzen.

    so ist das doch wohl Herr Sarrazin. Der ist nicht gewillt Probleme sachlich anzugehen, sondern setzt auf Unsachlichkeit und Pöbeln. Das er sich dabei des übelsten "Presse"erzeugnisses bedient, das wir in Deutschland haben - so wie die sich seiner bedienen - zeigt nur, wessen Geistes Kind er ist.

    Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.

    Und solche Leute halten sich auch noch für Angehörige einer Elite.

    "Ich mache mir Sorgen um Sie, Sie leiden unter: Xenophobie, Islamophobie, perfide Wahrnehmungseinschränkung, sind ein einziger Schuldkomplex und auf dem besten Wege eine Paranoia zu entwickeln.
    Wer hat Sie bloß mit der Nazikeule auf den Kopf geschlagen?"

    So fragte mich entsetzt mein Arzt bei meiner gestrigen Konsultation wegen anhaltenden Schwindels.

    "Ich glaube, es handelt sich eher um evtl. Spätfolgen einer Alt-Blockflöte aus dem Jahre 2002", die mir Kopfschmerzen bereiten, erinnerte ich mich schemenhaft. "Und diese "Integrationsdebatten" machen mich regelrecht verrückt," versuchte ich mühsam meine Ursachen-Vermutung zu formulieren.

    "In diesem Falle besteht Hoffnung, Frau Meineke, beruhigte mich der Alternativ-Mediziner und gesundheitspolitische Sprecher bei den GRÜNEN:
    "Der Begriff "Integration" soll nämlich abgeschafft werden und somit entsprechende Debatten auch. Die sind ja wirklich zum Verrücktwerden und deshalb nicht mehr auf der Höhe der ZEIT."
    Zuversichtlich verabschiedete er mich mit folgender heilsamer Meldung:

    "Grüne Öztürk fordert Abschaffung der "Integration"
    Der Begriff "Integration" solle nicht mehr verwendet werden, sagt Grünen-Politikerin Mürvet Öztürk (Grüne). Schuld daran sei Thilo Sarrazin."
    http://www.welt.de/politi...

    DAS nenne ich Problemlösung!!!

    • joG
    • 24.01.2011 um 14:18 Uhr

    ....ignorieren und auf das Sachthema fokusieren? Da haben Sie natürlich recht. Aber zur Ehrenrettung der Die Zeit muss gesagt sein, dass sie auch etliche Artikel brachte, die in diese Richtung gingen. Und in diesem Artikel ist die Zusammenstellung einiger Probleme des öffentlichen Diskurs doch interessant. Das ist doch schon was.

    Zunächst ist es ja Herr Maroldt, der hier eine Fährte legt.
    Und das ziemlich ungeschickt. Man siehe nur
    "Punkt 6: Falsche Fährten legen"
    Das breite Publikum kann zu diesem Zeitpunkt Behauptungen und Gegenbehauptungen noch garnicht einschätzen.

    so ist das doch wohl Herr Sarrazin. Der ist nicht gewillt Probleme sachlich anzugehen, sondern setzt auf Unsachlichkeit und Pöbeln. Das er sich dabei des übelsten "Presse"erzeugnisses bedient, das wir in Deutschland haben - so wie die sich seiner bedienen - zeigt nur, wessen Geistes Kind er ist.

    Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.

    Und solche Leute halten sich auch noch für Angehörige einer Elite.

    "Ich mache mir Sorgen um Sie, Sie leiden unter: Xenophobie, Islamophobie, perfide Wahrnehmungseinschränkung, sind ein einziger Schuldkomplex und auf dem besten Wege eine Paranoia zu entwickeln.
    Wer hat Sie bloß mit der Nazikeule auf den Kopf geschlagen?"

    So fragte mich entsetzt mein Arzt bei meiner gestrigen Konsultation wegen anhaltenden Schwindels.

    "Ich glaube, es handelt sich eher um evtl. Spätfolgen einer Alt-Blockflöte aus dem Jahre 2002", die mir Kopfschmerzen bereiten, erinnerte ich mich schemenhaft. "Und diese "Integrationsdebatten" machen mich regelrecht verrückt," versuchte ich mühsam meine Ursachen-Vermutung zu formulieren.

    "In diesem Falle besteht Hoffnung, Frau Meineke, beruhigte mich der Alternativ-Mediziner und gesundheitspolitische Sprecher bei den GRÜNEN:
    "Der Begriff "Integration" soll nämlich abgeschafft werden und somit entsprechende Debatten auch. Die sind ja wirklich zum Verrücktwerden und deshalb nicht mehr auf der Höhe der ZEIT."
    Zuversichtlich verabschiedete er mich mit folgender heilsamer Meldung:

    "Grüne Öztürk fordert Abschaffung der "Integration"
    Der Begriff "Integration" solle nicht mehr verwendet werden, sagt Grünen-Politikerin Mürvet Öztürk (Grüne). Schuld daran sei Thilo Sarrazin."
    http://www.welt.de/politi...

    DAS nenne ich Problemlösung!!!

    • joG
    • 24.01.2011 um 14:18 Uhr

    ....ignorieren und auf das Sachthema fokusieren? Da haben Sie natürlich recht. Aber zur Ehrenrettung der Die Zeit muss gesagt sein, dass sie auch etliche Artikel brachte, die in diese Richtung gingen. Und in diesem Artikel ist die Zusammenstellung einiger Probleme des öffentlichen Diskurs doch interessant. Das ist doch schon was.

  1. sondern die ZEIT tut dies, indem sie sich anhand eines Artikelschreibers zur ex cathedra urteilenden Instanz wider besseres Wissen und die Wahrheit erhebt.

    Gewöhnliche Kommentatoren werden für derartige Polemik gerne mit den Worten bedacht:

    - Bitte bleiben Sie sachlich!
    - Vermeiden Sie persönliche Angriffe!
    - Verzichten Sie auf polemische Formulierungen!

    [...]

    Nein danke, so nicht!

    Gekürzt. Kritik nehmen wir gerne entgegen, wir möchten Sie jedoch bitten, diese höflich und sachlich zu äußern. Danke. Die Redaktion/ew

    55 Leser-Empfehlungen
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    • Jenss
    • 23.01.2011 um 9:11 Uhr

    Erstens seine Thesen sind wissenschaftlicher Unfug. Zweitens wie im Artikel gesagt sind die meisten Beschwerden über seine Frau älter als seine traurige Berühmtheit.

    Jetzt die Kritik an seiner Frau eine paar Türken in die Schuhe schieben zu wollen, ist IMHO einfach rassisistisch.

    Deutschland hat in erster Linie kein Integrationsproblem, sondern eine Bildungsproblem. Kinder ungebildeter Eltern haben es viel schwerer, bei gleicher Inteligenz wie Kinder gebildter Eltern, ihr Abitur zu machen. Daher kommt in erster Linie die angebliche Vererbung die Sarazin predigt.

    • Akeley
    • 25.01.2011 um 13:37 Uhr

    Bin etwas sehr erstaunt, darüber, dass die Redaktion den Kommentar 2 als unsachlich bemerkt. Ich fand ihn, den Kommentar, sehr sachlich, sogar treffend.
    Es wäre schon lohnenswert, über wirklich wichtige Ereignisse zu schreiben.
    In diesem Sinne
    FG

    • Jenss
    • 23.01.2011 um 9:11 Uhr

    Erstens seine Thesen sind wissenschaftlicher Unfug. Zweitens wie im Artikel gesagt sind die meisten Beschwerden über seine Frau älter als seine traurige Berühmtheit.

    Jetzt die Kritik an seiner Frau eine paar Türken in die Schuhe schieben zu wollen, ist IMHO einfach rassisistisch.

    Deutschland hat in erster Linie kein Integrationsproblem, sondern eine Bildungsproblem. Kinder ungebildeter Eltern haben es viel schwerer, bei gleicher Inteligenz wie Kinder gebildter Eltern, ihr Abitur zu machen. Daher kommt in erster Linie die angebliche Vererbung die Sarazin predigt.

    • Akeley
    • 25.01.2011 um 13:37 Uhr

    Bin etwas sehr erstaunt, darüber, dass die Redaktion den Kommentar 2 als unsachlich bemerkt. Ich fand ihn, den Kommentar, sehr sachlich, sogar treffend.
    Es wäre schon lohnenswert, über wirklich wichtige Ereignisse zu schreiben.
    In diesem Sinne
    FG

  2. Zunächst ist es ja Herr Maroldt, der hier eine Fährte legt.
    Und das ziemlich ungeschickt. Man siehe nur
    "Punkt 6: Falsche Fährten legen"
    Das breite Publikum kann zu diesem Zeitpunkt Behauptungen und Gegenbehauptungen noch garnicht einschätzen.

    14 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "schein"
  3. Sarrazin-bashing angesagt?
    Welche Eltern behaupten Ursula S. habe ihre Kinder wegen was? angeschrieen?
    Der Vorwurf steht im SPIEGEL ohne Benennung von Zeugen.

    Nachdem die politische Schwätzerkaste, die im übrigen ich zum K***** finde, bis dato nicht die geringsten Konsequenzen aus der "Integrationsdebatte" gezogen hat, beispielsweise wäre die "Ausschaffung" einiger 100.000 "Integrationsverweigerer" überfällig, versucht sie sich in persönlicher Diffamierung und Stigmatisierung Andersdenkender.

    Ach ja,"(spätestens seit Buschkowsky werden Integrationsprobleme breit erörtert)".

    Seit 2004 predigt derselbe "multikulti ist gescheitert".
    http://www.tagesspiegel.d...

    Sechs Jahre hats gedauert, bis das Thema "in der Mitte" der Gesellschaft, durch Thilo S., immer noch Nr. 1 der SPIEGEL Bestsellerliste, angekommen ist.

    Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ew

    38 Leser-Empfehlungen
  4. für das klare Zusammenstellen der (nicht nur, aber auch) Sarrazinschen Strickmuster. Es war interessant zu sehen, wer darauf anspricht. - Mal sehen, wie diese unendliche Geschichte weiterinszeniert wird. -

    34 Leser-Empfehlungen
  5. Sarrazin wurde in den meisten Artikeln, die die Zeit zu seinen Aussagen veröffentlicht hat, Dummheit, Verwirrung, Kleingeistigkeit usw. vorgeworfen.
    Und jetzt diese angebliche Gerissenheit? Woher kommt die denn auf einmal?
    Wenn die Zeit-Autoren Sarrazin jetzt tatsächlich doch für intelligent halten, sollten sie sich vielleicht noch einmal "unvoreingenommen" mit seinen Thesen auseinandersetzen. Besser noch, sie sollten sich nicht ständig mit Sarrazin beschäftigen sondern sich ein realistisches und differenziertes Bild von inserer Gesellschaft machen. Das sehe ich hier leider kaum.

    41 Leser-Empfehlungen
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    Möglicherweise hat das Ehepaar Sarrazin einfach starke Nerven. Das wiederum könnte einige ihrer Gegner zusätzlich zu unbedachten Reaktionen verleiten. Es ist ja nicht verboten, sich als Journalist zu demontieren.

    Möglicherweise hat das Ehepaar Sarrazin einfach starke Nerven. Das wiederum könnte einige ihrer Gegner zusätzlich zu unbedachten Reaktionen verleiten. Es ist ja nicht verboten, sich als Journalist zu demontieren.

  6. so ist das doch wohl Herr Sarrazin. Der ist nicht gewillt Probleme sachlich anzugehen, sondern setzt auf Unsachlichkeit und Pöbeln. Das er sich dabei des übelsten "Presse"erzeugnisses bedient, das wir in Deutschland haben - so wie die sich seiner bedienen - zeigt nur, wessen Geistes Kind er ist.

    Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.

    Und solche Leute halten sich auch noch für Angehörige einer Elite.

    22 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "schein"
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    wenn mal wieder der nächste unserer Spitzenpolitiker

    "sich dabei des übelsten "Presse"erzeugnisses bedient, das wir in Deutschland haben - so wie die sich seiner bedienen - zeigt nur, wessen Geistes Kind er ist."!

    Haben Sie das Buch gelesen? Man trifft hauptsächlich auf Leute die zwar noch nie einen Blick in sein Buch geworfen haben aber trotzdem genau zu wissen meinen, wie man seine Aussagen zu deuten hat!
    MFG

    wenn mal wieder der nächste unserer Spitzenpolitiker

    "sich dabei des übelsten "Presse"erzeugnisses bedient, das wir in Deutschland haben - so wie die sich seiner bedienen - zeigt nur, wessen Geistes Kind er ist."!

    Haben Sie das Buch gelesen? Man trifft hauptsächlich auf Leute die zwar noch nie einen Blick in sein Buch geworfen haben aber trotzdem genau zu wissen meinen, wie man seine Aussagen zu deuten hat!
    MFG

  7. Diese Kampagne gegen Herrn Sarrazin wird doch langsam langweilig.
    Herr Sarrazin ist gewiss nicht der Antichrist, oder ein gefährlicher Rassist oder will das 4. Reich gründen.
    Sein Buch enthält viele Beobachten und Ansichten in denen ihm sehr viele Bürger zustimmen.
    Sie haben Ihre Meinung, wir haben unsere Meinung. Kommen wir mit diesen wenig ehrenhaften persönlichen Anfeindungen gegen und Angriffen auf Herrn Sarrazin und nun auch seiner Frau (who's next?) irgendwie thematisch weiter?
    Bis auf den derart hergeleiteten nicht haltbaren Schluss, dass Intelligenz vererbar ist (der genetische Anteil, der kaum zu bestreiten ist und die Vererbung sind zwei verschiedene Dinge), spricht er doch das an was so viele Bürger sehen und spüren, was aber von den Medien und der Politik geleugnet wird.
    Statt sich den Thesen des Herrn Sarrazin ernsthaft zu stellen (und nicht mit irgendwelche beliebig interpretierbaren Statistiken wo herauskommt, was herauskommen soll oder schlicht der Behauptung, dass er falsch liegt wie jeder sofort sehen kann), bleibt es bei persönlichen Angriffen auf Herrn Sarrazin. Wenn der Mann nur Unsinn erzählt, dann ließe sich doch ein Artikel schreiben in dem seine Thesen fundiert auseinandergenommen wird. Warum das nur nicht geschieht?
    Den Ruf eines Menschen zu zerstören, ihr anzufeinden, eine Kampagne zu fahren, das sind nicht eben faire Methoden. Aber da sich Politik und Medien einig sind, sind wir wohl einfach nur zu verblendet oder leiden an Islamophobie...

    43 Leser-Empfehlungen
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    • Buh
    • 22.01.2011 um 23:27 Uhr

    ist das eine Kampagne? Kaum einer wurde in den letzten Monaten so hoffiert wie Sarrazin. Die Medien haben ihm die Türen WEIT geöffnet uein buch nickend und dankend vermarktet. Kampagne? Ja, es ist eine Kampagne, aber FÜR Sarrazin. Da schüttelt ein Mensch, der noch versteht was Demokratie und Humanismus bedeutet, und warum diese Dinge entstanden den Kopf und fragt sich, wie es möglich ist, dass die Masse einem solchen Verführer hinterher jubelt.

    Die Strickmuster sind die alten. Feindbild schaffen und Stammtischsprache, damit auch jeder mit schwafeln kann.

    Und am ende haben wir einen Reichen Expolitiker, der sein leben in der etablierten Politik verbrachte und das Schicksal der Menschen lenkte, nur damit am Ende die Leute sagen "Der ist einer von Uns und nicht einer von den etablierten Politikern". You wish! Den Mist, den er jetzt nach einem Leben in der Politik kritisiert, hat er selbst zu verantworten. Er hat daran mitgewirkt um nun auf die anderen zu zeigen.

    Eine Kampagne? Ja, eine für Sarrazin, und ihr Bild-Leser fallt auch noch drauf rein.

    Hallo, da lesen die falschen Zeitungen. Es gibt inzwischen genug, die fast jeden Satz von S. auseinander genommen haben. Blätter.de, Nachdenkseiten.de
    Also, mal die richtig guten anderen Zeitungen lesen....und nicht immer Bild

    • nolies
    • 26.01.2011 um 13:43 Uhr

    Zitat: "Sein Buch enthält viele Beobachten und Ansichten in denen ihm sehr viele Bürger zustimmen" Ja, natürlich enthält sein Buch viele Beobachtungen, denen viele zustimmen. Aber in seinem Buch ist nirgendwo die Rede von solchen türkischen Frauen, die bis ins Rentenalter am Fließband arbeiten, die Angst haben, sich krankschreiben zu lassen obwohl sie krank sind, weil sie eine Kündigung fürchten. Er schreibt auch nicht von den Türken, die arbeiten und Steuern zahlen, die den Dreck von der Straße wegkehren, die die Klos putzen usw.
    Der Bürger muss sich aber auch eingestehen, dass er manche Dinge nicht sieht, die vielleicht genauso wichtig in so einer Debatte sind.

    die Presse weicht auf Nebenschauplätze aus. Konnte sie sich gegen die übergroße Mehrheit in der Bevölkerung mit ihrer Medien-Meinung nicht durchsetzen, wird jetzt nach anderen Möglichkeiten gesucht. Die Familie Sarrazin muß doch klein zu griegen sein! Haben die denn nicht noch Kinder? Haben die sihc nicht auch schon einmal komisch benommen? Oder etwas schief geguckt? Da muß man doch sicher etwas dagegen unternehmen, sprich schreiben, können...

    Langsam wird es bizarr. Die versammelte deutsche Medienwelt sollte doch endlich akzeptieren, dass sie sich in diesem Fall nicht der sogenannten öffentlichen Meinung bemächtigen konnten. Die Medien sind sehen sich ja sonst auch immer als das Sprachrohr der Öffentlichkeit. Hinterfragt, ob das wirklich so ist, wird das natürlich nicht.

    • Buh
    • 22.01.2011 um 23:27 Uhr

    ist das eine Kampagne? Kaum einer wurde in den letzten Monaten so hoffiert wie Sarrazin. Die Medien haben ihm die Türen WEIT geöffnet uein buch nickend und dankend vermarktet. Kampagne? Ja, es ist eine Kampagne, aber FÜR Sarrazin. Da schüttelt ein Mensch, der noch versteht was Demokratie und Humanismus bedeutet, und warum diese Dinge entstanden den Kopf und fragt sich, wie es möglich ist, dass die Masse einem solchen Verführer hinterher jubelt.

    Die Strickmuster sind die alten. Feindbild schaffen und Stammtischsprache, damit auch jeder mit schwafeln kann.

    Und am ende haben wir einen Reichen Expolitiker, der sein leben in der etablierten Politik verbrachte und das Schicksal der Menschen lenkte, nur damit am Ende die Leute sagen "Der ist einer von Uns und nicht einer von den etablierten Politikern". You wish! Den Mist, den er jetzt nach einem Leben in der Politik kritisiert, hat er selbst zu verantworten. Er hat daran mitgewirkt um nun auf die anderen zu zeigen.

    Eine Kampagne? Ja, eine für Sarrazin, und ihr Bild-Leser fallt auch noch drauf rein.

    Hallo, da lesen die falschen Zeitungen. Es gibt inzwischen genug, die fast jeden Satz von S. auseinander genommen haben. Blätter.de, Nachdenkseiten.de
    Also, mal die richtig guten anderen Zeitungen lesen....und nicht immer Bild

    • nolies
    • 26.01.2011 um 13:43 Uhr

    Zitat: "Sein Buch enthält viele Beobachten und Ansichten in denen ihm sehr viele Bürger zustimmen" Ja, natürlich enthält sein Buch viele Beobachtungen, denen viele zustimmen. Aber in seinem Buch ist nirgendwo die Rede von solchen türkischen Frauen, die bis ins Rentenalter am Fließband arbeiten, die Angst haben, sich krankschreiben zu lassen obwohl sie krank sind, weil sie eine Kündigung fürchten. Er schreibt auch nicht von den Türken, die arbeiten und Steuern zahlen, die den Dreck von der Straße wegkehren, die die Klos putzen usw.
    Der Bürger muss sich aber auch eingestehen, dass er manche Dinge nicht sieht, die vielleicht genauso wichtig in so einer Debatte sind.

    die Presse weicht auf Nebenschauplätze aus. Konnte sie sich gegen die übergroße Mehrheit in der Bevölkerung mit ihrer Medien-Meinung nicht durchsetzen, wird jetzt nach anderen Möglichkeiten gesucht. Die Familie Sarrazin muß doch klein zu griegen sein! Haben die denn nicht noch Kinder? Haben die sihc nicht auch schon einmal komisch benommen? Oder etwas schief geguckt? Da muß man doch sicher etwas dagegen unternehmen, sprich schreiben, können...

    Langsam wird es bizarr. Die versammelte deutsche Medienwelt sollte doch endlich akzeptieren, dass sie sich in diesem Fall nicht der sogenannten öffentlichen Meinung bemächtigen konnten. Die Medien sind sehen sich ja sonst auch immer als das Sprachrohr der Öffentlichkeit. Hinterfragt, ob das wirklich so ist, wird das natürlich nicht.

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