Hamas und Fatah : Maschaal, der radikale Pragmatiker

Hamas-Führer Chaled Maschaal schließt mit der verfeindeten Fatah-Bewegung ein Versöhnungsabkommen. Er gehörte zu den ersten Hamas-Aktivisten.
Hamas-Führer Chaled Maschaal während einer Rede in der sudanesischen Hauptstadt Khartum © AFP/Getty Images

Kommenden Mittwoch steht Chaled Maschaal im Kairoer Rampenlicht – zusammen mit seinem langjährigen Gegenspieler Mahmud Abbas, dem Präsidenten der Palästinenser. Im Festsaal der Arabischen Liga, wenige hundert Meter vom mittlerweile legendären Tahrir-Platz entfernt, wird der Hamas-Chef feierlich den neuen palästinensischen Versöhnungspakt unterzeichnen. Und wie es scheint, haben die Winde des arabischen Wandels jetzt auch die verfeindeten Brüder aus dem Gazastreifen und der Westbank erfasst.

Nach vier Jahren Dauerstreit wollen sie wieder zu einem gemeinsamen Handeln finden, an dessen Ende ein eigener Palästinenserstaat stehen könnte. Eine Übergangsregierung der nationalen Einheit soll innerhalb eines Jahres Neuwahlen für Parlament und Präsident organisieren – so der Kern des Vertrags.

"Widerstand ist kein Selbstzweck. Wir Palästinenser sind gezwungen zu kämpfen“, hat Maschaal einmal gesagt. Für die einen ist der charismatische Hamas-Chef ein Pragmatiker, mit dem man reden kann. Für die anderen ein Radikaler, der Selbstmordattentate rechtfertigt und Israels Existenz bestreitet. 1956 in einem Dorf bei Ramallah geboren, gehörte der studierte Physiker 1987 zu den Hamas-Aktivisten der ersten Stunde. 1997 überlebte er einen Mordversuch israelischer Agenten in Amman, den der damalige und heutige israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu persönlich angeordnet hatte.

2001 zog Maschaal dann mit seiner Frau und sieben Kindern nach Damaskus. Drei Jahre später rückte er an die Spitze der Hamas, nachdem sein Vorgänger im Gazastreifen mit einer israelischen Rakete exekutiert worden war. Nach den Wahlen 2006 erklärte er, die Hamas sei zu einer langfristigen Waffenruhe bereit, falls Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehe. Damit würde die Hamas Israel de facto anerkennen.

Zwei Jahre später war davon nicht mehr die Rede. Hamas werde Israel niemals anerkennen, sagte er und verteidigte die Bombenanschläge seiner von den USA und Europa als Terrorgruppe eingestuften Organisation.

Im innerpalästinensischen Streit versöhnlich stimmen ließ sich Maschaal jetzt vor allem durch Ägyptens Angebot, die Grenze in Rafah permanent zu öffnen. Damit kann der 55-Jährige bei seinen Landsleuten punkten. Schon nächste Woche, zur Unterzeichnung des Einigungsvertrags, soll der jahrelang geschlossene Schlagbaum hochgehen.

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Kommentare

98 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Sie sollten nicht unterschlagen... (Teil 1)

Sie sollten nicht unterschlagen, daß die Palästinenser aus dem Gaza vor der Blockade rund 9500 Raketen auf Israelische Zivilisten geschossen haben!

Sie sollten nicht unterschlagen, daß die Palästinenser schlimme Selbstmordattentate auf unschuldige Zivilisten in Israel verübt haben.

Und lesen Sie doch mal selber in dieser entsetzlichen "Charter of Allah" (der Vereinssatzung der Hamas) nach:
>
> Die zionistische Invasion ist auf verschlagene Weise bösartig.
> Sie schreckt nicht davor zurück, verschlungene Wege zu wählen
> und alle verabscheuungswürdigen und widerwärtigen Mittel
> anzuwenden, um ihre Ziele zu erreichen. Um sich einmischen
> und Spionageaktivitäten vornehmen zu können, ist sie in großem
> Maß auf die Geheimorganisationen angewiesen, z.B. die
> Freimaurer, die Rotary Clubs, Lions und andere. All diese
> Geheimorganisationen, von denen einige auch offen arbeiten,
> agieren für die Interessen des Zionismus und wollen unter
> dessen Anleitung die Gesellschaften zerstören, Werte
> vernichten, Verantwortlichkeiten ausschalten, Tugenden ins
> Schwanken bringen und den Islam auslöschen. Sie steht hinter
> der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr
> Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen.
> Quelle: Hamas-Charta, Art. 28

Aber es gibt auch andere nette Zitate aus dieser Charta...

Siehe: Sie sollten nicht unterschlagen... (Teil 2)

Sie sollten nicht unterschlagen... (Teil 2)

Noch ein Zitat gefällig?
>
> Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht
> die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter
> Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird
> sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir,
> komm und töte ihn!
> Quelle: Hamas-Charta, Art. 7

Man muß aber gar nicht sooooo weit lesen um zum Vereinsziel zu gelangen. Ziemlich am Anfang steht da:
>
> Israel wird aufsteigen und wird solange bestehen, bis es durch
> den Islam beseitigt wird, so er dessen Vorgänger beseitigt hat.
> Quelle: Hamas-Charta, Präambel

Und dann sehe ich mir die Taten an.

Eine Freundin von mir erstellt gerade eine Liste der Terroranschläge.

Meine Freundin ist schon ganz grün um die Nase.

Ach der Khaled mal wieder...

"Nach den Wahlen 2006 erklärte er, die Hamas sei zu einer langfristigen Waffenruhe bereit, falls Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehe. Damit würde die Hamas Israel de facto anerkennen.

Zwei Jahre später war davon nicht mehr die Rede. Hamas werde Israel niemals anerkennen, sagte er und verteidigte die Bombenanschläge seiner von den USA und Europa als Terrorgruppe eingestuften Organisation."

Das hat nichts mit den zwei Jahren Abstand zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass Hamas-Offizielle den Interviewpartnern gerne erzählen, was die hören wollen.

Westlichen Journalisten gegenüber gibt man sich dann gemäßigt und friedensbereit - und spielt ansonsten die zur Oscarreife perfektionierte Rolle des Berufsopfers. Gegenüber "freundlich" gesinnten (arabischsprachigen) Journalisten preisen die selben Offiziellen gleichzeitig das Märtyrertum und geben zu Protokoll, man werde nicht ruhen, bis Israel ausgelöscht sei. Insofern sollte man im Fall von Hamas nie darauf schauen, was Leute wie "Häuptling gespaltene Zunge" Maschaal mündlich erklären.

Zuverlässig im Fall Hamas sind nur die schriftlichen Programme und die Taten ihrer Mitglieder. Und in dem Punkt gab es eigentlich nie größere Veränderungen. Solange die Hamas nicht in einem offiziellen Programm erklärt, man strebe unter der Bedingung eines Staates nach 1967er Grenzen einen Frieden mit Israel an, kann man Maschaals Erklärungen getrost ignorieren.

Drehen wir den Spiess doch mal um:

Das hat nichts mit den zwei Jahren Abstand zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass Israel-Offizielle den Interviewpartnern gerne erzählen, was die hören wollen.

Westlichen Journalisten gegenüber gibt man sich dann gemäßigt und friedensbereit - und spielt ansonsten die zur Oscarreife perfektionierte Rolle des Berufsopfers.

Insofern sollte man im Fall von Israel nie darauf schauen, was Leute wie "Häuptling gespaltene Zunge" Netanjahu mündlich erklären.

Zuverlässig im Fall Netanjahu sind nur die schriftlichen Programme seiner Partei und die Taten ihrer Mitglieder. Und in dem Punkt gab es eigentlich nie größere Veränderungen.

Solange die Likud nicht in einem offiziellen Programm erklärt, man strebe unter der Bedingung eines Staates nach 1967er Grenzen einen Frieden mit den Palaestinensern an, kann man Netanjahus Erklärungen getrost ignorieren.

Fakt ist: Die Palaestinenser werden Israel anerkennen. Israel wird aber nicht bereit sein, sein brutales und menschenrechtsverachtendes Besatzungsregime zu beenden.

Da ist was dran ;-)

nicht zu vergessen, dass 7.5 Millionen Israelis, die wirklich den Frieden mit den Palästinensern wollen, von Netanjahu nicht grade zu ihrem Wohlsein regiert werden. Israelis und Palästinenser kommen bestens miteinander aus. Über 1.5 Millionen Palästinenser leben als Israelische Staatsburger in Israel. Bis auf die Befreiung vom Militärdienst, haben sie alle gleiche Pflichten, gleiche Rechte. Das Angesichts durch Netanjahus Regierung angezettelte Ungerechtigkeiten, gegen die Brüder auf der anderen Seite der Demarkationslinie, Aufstände und Unruhen entfacht werden, kratz nicht viel an ihrer Loylität zum STaate Israel. Denn es geht ihnen sehr gut in Israel. Warum sollen sie das aufgeben. Selbst wenn die Palästinenser in Gaza und Westbank die gleiche Perspektiven hätten, käme ein Frieden auf kurze Sicht nicht zustande. Weil Netanjahus Regierung ihn definitiv nicht will. Israel ist ein sehr schweres Land geworden. Keiner gönnt dem anderen Etwas, die Kriege haben der Bevölkerung zu stark zugesetzt. Israelische Politiker mit Idealismus gibt es längst nicht mehr. Veränderung bedeutet auch Stühlerücken. Das ist das Letzte, was sie wollen. Nur deshalb gibt es keinen Frieden im Nahen Osten, nur deshalb ist der ganze Weltfrieden gefährdet. Früher haben die Europäer mit Geld wegen des hochschnellendem Ölpreis den Konflikt bezahlt. Mittlerweile ist Terroralarm schon an der Tagesordnung. Wie soll das Enden.

Ich glaube nicht,...

...dass man im einundzwanzigsten Jahrhundert Interviews einfach so verteilen kann, mal zu diesem das sagen und mal zu jenem was anderes sagen. Die Welt ist offen, Interviews werden auf allen Kanaelen gesendet. In jedem Haushalt gibt's mittlerweile nicht nur einen Fernseher mit tausend Kanaelen, sondern auch einen Internet-Anschluss. Die Politiker werden sich daher davor hueten, ganz offensichtlich mit gespaltener Zunge zu reden.

Die Palästinenser erkennen Israel durchaus an, als den Staat, den sie vernichten wollen.

Die Palästinenser erkennen Israel durchaus an, als den Staat dessen Bürger sie töten wollen.

Siehe »Charter of Allah«

Naja, die Taten der staatenlosen Araber sprechen ja auch für sich.

Seit je her zielen die Taten der umliegenden Arabischen Bevölkerung auf die Vernichtung Israels.

Wie soll Israel denn damit umgehen?

Soll Israel den Staat Palästina anerkennen?

Warum denn?

Die Araber haben ihrerseits ja die UN-Resolution 181 nicht anerkannt und Israel mit Krieg überzogen.

Die Hamas fordert also Israel soll den Staat Palästina anerkennen und als Gegenleistung wird Israel die "Hoffnung auf Anerkennung" in Aussicht gestellt.

Derweil erhält die Hamas ihre Ziele für jeden lesbar seit 1988 aufrecht.

Die Vernichtung Israels und seiner Jüdischen Bevölkerung.

Wie soll Israel einen Staat anerkennen, wenn dessen Führung solche Ziele verfolgt?

@Eras

"Zuverlässig im Fall Hamas sind nur die schriftlichen Programme und die Taten ihrer Mitglieder"

das stimmt und die Hamas hält sich offenbar nach seinen Taten an bestehende Vereinbarungen, auch wenn man sonst noch einiges der Hamas vorwerfen kann.

Zuverlässig sind im Fall von jüdisch Israel auch zwei Punkte. Stetiger Ausbau der illegalen Siedlungen zur völkerrechtswiedrigen Annektion

www.zmag.de/artikel/ameri...

www.spiegel.de/politik/au...

www.un.org/apps/news/stor...

und der Anspruch auf das rassistische Recht, über die Menschenrechte (wie u.A. Freiheit) der besetzten Palästinenser bestimmen zu dürfen, so wie es im Parteiprogramm der Likud steht.

www.knesset.gov.il/electi...

Insofern ist der Hamas weniger vorzuwerfen, als den jüdisch israelischen Regierungen. Die haben sich bisher kaum bis gar nicht an Vereinbarungen gehalten und wollen auch kein Palästina ohne jüdisch israelische Herrschaft über deren Menschenrechte anerkennen.

Aber, man erzählt auch oder geraade als Israelische-Apartheidslobbyist ja gerne der westlichen Gesellschaft, was diese hören will. Auch, das die Hamas Israel anerkennen müsse, warum auch immer. Die Hamas ist ein Furz und deren Anerkennung soll Israel brauchen? Wozu? Die BRD hat die DDR auch nicht anerkannt, dennoch gab es einen Frieden.

Das zu "Häuptling gespaltene Zunge".

Zuverlässig ist der Betrug der Hamas

Israel ist im Jahr 2005 aus dem Gaza abgezogen.

Als Quittung dafür hat die Hamas bis Ende 2008 9500 Raketen auf Israelische Zivilisten geschossen.

Die Besetzung Arabischer Gebiete ist ja kein Israelischer Wilkürakt sondern die Antwort auf die Arabische Aggression:

1. Arabisch-Israelischer Krieg als Antwort der Araber auf die UN-Resolution 181 (1948-49)

2. Sechstagekrieg als Präventivschlag wegen der Völkerrechtswidrigen Sperre der Straße von Tiran für den Israelischen Schiffsverkehr, den von Nasser erzwungene Abzug der UNEF-Truppen vom Sinai und der Aufmarsch von 100.000 Mann starken Ägyptischen Truppen mit insgesamt 1000 Panzern...... Auch Syrien und Jordanien sorgten ihrerseits für Anlässe zum Präventivschlag (Siehe: http://de.wikipedia.org/w...)

3. 1973 überfallen die Arabischen Nachbarstaaten Israel, lösen so den Jom-Kippur-Krieg aus und verlieren ihn prompt.

Und so weiter..... Mehr gefällig? Ich verlinke gerne meine früheren Beiträge, in denen ich noch mehr von diesem Zeug dokumentiert habe.

Lesen Sie doch einfach mal in den Erinnerungen

von Gurion... um herauszuklamüstern worauf die "Antwort der Araber" erfolgte.
War es 181?

Wann wurde 181 ratifiziert?
Wann erfolgte die "Antwort der Araber"?

Eben..

Und was war dazwischen passiert?

Eben..

Und was haben die Palästinenser mit dieser "Antwort der Araber" zu tun?

Nochmals: eben...

So einfach, wie Sie es sich machen, ist es einfach nicht.

(zum "Präventivschlag" gegen Ägypten möchte ich mich gar nicht weiter äussern...)

Bis Aspekte der Wirklichkeit zu unserer Verfügung stehen leben wir in einem Legendenreich des z.B. Dolchstoßes.
Von einer scheinbaren Wahrheit verführt, die wir zu wiederholen und verteidigen bereit sind, da sie zu der Wahrheit wurde auf der wir gründen- auch gegen die Wirklichkeit.

Wir wollen nicht aus dieser wohligen Redundanz der Selbstvergewisserung heraus. Selbst, wenn sie unwahr ist.

Aus dem kuscheligen Nest herausfallen bedeutet Steine unter den Füssen ertragen.

Aber nur so entsteht Perspektive.

@yaelle Propaganda können Sie sich sparen

Die Besetzung des Westjordanlands war eine geplante Annektion zur Ausdehnung Israels.

Das steht in den Biografien der zionistischen Verantwortlichen!

www.freitag.de/2007/22/07...

Es war auch kein Zufall, dass Israel nochmal nach der Nakba dann 300.000 Palästinenser von Ihrem Eigentum in Israel vertrieben hat.

Und auch wenn man hier die menschen für kognitiv Minderwertig hält, wenn man propagandistisch erzählen möchte, dass die Besatzung in Gaza beendet sei, die Besatzung ist nicht beendet. Und zwar solange nicht, wie jüdisch Israel die Selbstversorgung von Gaza durch die Gewaltblockade jenseits Israelischer Grenzen für sein Grundrecht hält.

www.haaretz.com/print-edi...

Israel hat sich aus dem inneren Gazas zurückgezogen um dort hemmungslose Gewalt ausüben zu können.

www.btselem.org/english/P...

www.btselem.org/english/F...

Von dem Ende einer Besatzung kann nicht die Rede sein. Wenn man die rakten auf Israel als Argument benutzen möchte, ist das letztendlich verlogen, wenn die jüdisch Israelische Gewalt ausgeblendet werden soll, weil die raketenangriffe sehr Stark im Zusammenhang mit den jüdisch Israelischen Liquidierungen von Palästinensern stehen.

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und bleiben Sie höflich. Die Redaktion/cs

hmmh...

"die Hamas hält sich offenbar nach seinen Taten an bestehende Vereinbarungen"

An welche denn?

"Auch, das die Hamas Israel anerkennen müsse, warum auch immer. Die Hamas ist ein Furz und deren Anerkennung soll Israel brauchen? Wozu?"

Wenn die Hamas ein "Furz" ist, warum soll Israel dann überhaupt mit ihr verhandeln?

Ansonsten gilt auch weiterhin: Grundlage für Verhandlungen über die Westbank ist selbstverständlich eine klare, unmissverständliche, schriftliche Erklärung der Palästinenser, die zwei Dinge beinhaltet:
1. Wir erkennen Israel an.
2. Ein zukünftiger, palästinensischer Staat wird in Frieden mit seinem Nachbarn Israel leben.
Wenn die Palästinenser wirklich Frieden wollen, kann doch eine solche Erklärung nicht wirklich ein Problem darstellen, oder?

"Die BRD hat die DDR auch nicht anerkannt, dennoch gab es einen Frieden."

Nein, es gab einen kalten Krieg. Und im Fall von Hamas und deren derzeitiger Einstellung gäbe es gleich einen warmen. Mit der Übergabe des Westjordanlandes lägen Jerusalem und Tel Aviv in der Reichweite von palästinensischen Raketen derzeitiger Bauart. Deshalb: Solange die Hamas ihre Raketen nicht ein für alle mal in den Schrank stellt, bekommen sie die Westbank nicht mal aus der Ferne gezeigt. Geschweige denn eine Beteiligung an der Regierungsgewalt dort.

"jüdisch Israel"..."jüdisch israelischen"..."jüdisch israelische"

Sie brauchen nur israelisch zu schreiben. Jedes Kind weiß, dass es sich bei Israel um den jüdischen Staat handelt...

@eras

sagen Sie es der jüdisch Israelischen Regierung, dass jedes Kind wisse, das Israel ein Judenstaat ist, damit diese die Namensänderung Israels rückgängig macht.

Für mich ist Israel ein von überwiegend Juden bewohnter Staat, mit einer großen Minderheit von islamischen Ureinwohnern, die bisher nicht vertrieben werden konnten.

Israel bräuchte auch gar nicht mit der Hamas zu verhandeln, wenn es die Menschenrechte der Palästinenser achten würde und nicht mit Liquidationen und einer mittlerweile etwas gemäßigten Aushungerung Gazas die Raketen provozieren würde.

Wenn Palästina von dem jüdisch israelischem Würgegriff befreit wird, und zwar auf Grundlage des Völkerrechts in die 67er Grenzen, wird jeder Palästinensische Angriff von Israel entsprechend vergolten. Wenn Sie nun ziemlich Irrational erzählen wollen, dass Israel tatsächlich von den Palästinensern gefährdet sei, machen Sie das. Die Menschen, die ein wenig Ahnung von Militär haben, werden schon einschätzen können, dass Israel mit seinen Verbündeten USA & EU jedes Zucken der Palästinenser ähnlich quittieren werden, wie bei der letzten Libanoninvasion, wo der Libanon zerbombt wurde.

Seien Sie getrost, die Palästinenser werden Israel keinen weiteren Vorwand geben, wieder ein Großisrael in Angriff nehmen zu dürfen. Der Streit wird dann vor dem IGH erstmal fortgegsetzt werden, wo Israel sich für seine Völkerrechtverbrechen wohl hingezerrt werden wird, wenn Palästina Völkerrechtssubjekt wird.

Bitte bemühen Sie sich um differenziertere Beiträge und achten Sie auf eine sachlichere Wortwahl. Die Redaktion/cs

Hinweis...

"Für mich ist Israel ein von überwiegend Juden bewohnter Staat, mit einer großen Minderheit von islamischen Ureinwohnern, die bisher nicht vertrieben werden konnten."

Für Ihre Freunde von der Hamas ist Israel muslimisches Land, mit einer grossen Anzahl von Juden darauf, die noch nicht ermordet wurden. Und das wollen die ändern. Steht alles in Ihrem Programm. Und weil man sie nun leider nicht mehr zum Morden nach Israel reinlässt, schiessen sie eben mit Raketen und reagieren sich an den eigenen Bürgern ab.

Darüber hinaus haben Sie offenbar noch nicht mitbekommen, dass die Araber mit israelischem Pass sich trotz der unbestreitbaren Probleme ganz wohl in Israel fühlen. Und auch im Fall, dass ein palästinensischer Staat errichtet wird, wollen die meisten hierbleiben.

Wie ging es den Nichtmuslimen noch gleich in Gaza? Genau, bescheiden...

Bitte kommentieren Sie in sachlicherem Ton. Die Redaktion/cs

Die Besatzung des Gaza

Ja, ein bisserl haben sie schon recht.

Der Gaza ist von der Hamas militärisch besetzt und Israel ist im Jahr 2005 abgezogen.

Israel riegelt den Gaza-Streifen ab, weil Israel seine Bürger vor den fortwährenden Raketenangriffen der Hamas schützen muß. Während vor der Blockade, im Schnitt gemittelt über alle Monate von 08.2005 bis 12.2008, jeden Monat 235 Raketen und Mörser-Granaten auf Israel herabregneten, waren's seit Begin der Operation gegossenes Blei und der anschließenden Blockade nur noch rund 50 pro Monat, wobei die Hamas heuer ein bisserl mehr verschossen hat.

WARUM SCHIESST DIE HAMAS EIGENTLICH DIESE RAKETEN AUF ISRAELISCHE ZIVILISTEN?

WER GENAU HÄLT DENN WELCHE MENSCHEN FÜR KOGNITIV MINDERWERTIG??

DIE SELBSTVERSORGUNG MIT RAKETEN UND DIV. ANDEREN WAFFEN???

Bitte werden Sie ein bisserl spezifischer.

Außerdem ist dieser Artikel im Freitag ein "Gesinnungsaufsatz" Er kommt völlig ohne Belegquellen aus und stellt daher seinerseits keine annähernd hinreichende Belegquelle dar.

Sie möchten Belege für den Raketenregen??

Bitteschön:

http://www.theisraelproje...

Es gibt auch eine Zählung der IDF, die habe ich im Moment leider nicht zur Hand.

Die Hamas kann nicht anerkennen

Die Hamas kann Israel nicht völkerrechtlich anerkennen, denn den Staat Palästina gibt es noch nicht und die Hamas stellt nicht die Regierung des künftigen Staates Palästina.

Was die Hamas tun kann und auch tun müßte, ist das Existenzrecht Israels anzuerkennen und ihre »Charter of Allah« entsprechend zu ändern.
Außerdem müßte sie mit ihren ständigen Terrorangriffen aufhören.

Auch wenn die Hamas niemanden als sich selbst vertritt, müßte sie auch mal von sich aus ein paar Schritte unternehmen, die es Israel ein bisserl leichter machen.

Israel tut das ja auch. Israel hat vor ein paar Tagen, nach dem Ende des Raketenbeschusses durch die Hamas sofort die Grenze geöffnet und die Hilflieferungen wieder aufgenommen.

Das geht aber wieder nur so lange, bis die Raketen wieder fliegen. Dann fängt das Spiel wieder von vorne an.

Darunter leiden nur die Zivilisten!!!

Die Palästinensischen wie die Israelischen Zivilisten.

@Yaelle Ein letzter Kommentar zu dem Unsinn, den Sie schreiben

Sie schreiben:

Der Gaza ist von der Hamas militärisch besetzt und Israel ist im Jahr 2005 abgezogen.

1) Hamas ist demokratisch legitimiert und hat einen Putschversuch niedergeschlagen
www.vanityfair.com/politi...
ob es einem gefällt oder nicht!

2) Israel ist nicht 2005 abgezogen. Es hat nur die Siedler und die Soldaten aus dem inneren Gazas entfernt, während die Grenzen verschlossen gehalten werden

www.btselem.org/english/P...

und die Menschen in Gaza Liquidiert wurden und werden

www.btselem.org/english/F...

(Schon zum zweiten mal, dass ich Ihnen die Fakten verlinke!)

Wenn Sie zunächst in Ihrer Wohnung von X eigesperrt werden, behaupten Sie doch bestimmt auch nicht, dass X weg ist, wenn er vor der Tür steht Sie nicht raus lässt und zum Prügeln immer wieder rein kommt.

Bezüglich der kognitiven Minderwertigkeit, wie oft muss ich Ihnen noch die gleichen Quellen verlinken, damit Sie nicht mehr anderen zu erzählen versuchen, was den Fakten dieser Quellen widerspricht. Nicht minderwertige Kognition wird den Unsinn von Ihnen bewerten können.

Also die Hamas hat nicht?!?

Also die Hamas hat nicht die militärische Gewalt über den Gaza?

Die gehen also mit Spielzeugwaffen spazieren??

Und die Raketen und die Mörser-Granaten sind Silvesterkracher?

Sehe ich das richtig?

Der Schulbus ist von alleine in die Luft geflogen?

Also, wenn die Hamas nicht die militärische Gewalt hat, was hat sie dann?

Die Hamas hat den Gaza militärisch in ihrer Gewalt. Also militärische besetz, so wie Israel von Israel und von niemandem anderen militärisch besetzt ist.

Die Hamas hat 2005 tatsächlich die Wahl gewonnen. Und es stand ihr ja auch frei einfach alleine zu regieren. Allerdings haben die westlichen Geberländer gesagt: "Einem Land, das von einer Organisation regiert wird, die wir auf der Terror-Liste haben, geben wir kein Geld." Und dann hat die Hamas einen Deal gemacht und eine Regierung der Nationalen Einheit zusammen mit der Fatah gemacht.

Soweit ging's noch gut. Aber irgendwann ist die Hamas ausgetickt und hat die Fatah rausgeschmissen. Und zwar mit Waffengewalt und dabei mußten einige Fatah-Leute über die Klinge springen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch! Ich mag' weder die einen, noch die anderen. Bei mir geht's dabei nur um die Frage nach dem Geringeren Übel und das war immer noch die Fatah, denn mit denen konnte man wenigstens noch reden.

Aber wie soll man mit einer Organisation verhandeln, die offen und beharrlich die Vernichtung des Verhandlungspartners fordert???

Noch ein bisserl Propaganda für den InfoMan

Daß eine Quellenangabe bei "theisraelproject.org" bei den Freunden der Hamas und der Fatah nicht gerade auf viel Gegenliebe stößt war mir gleich klar und so habe ich noch ein wenig gestöbert.

Anhand der nun genannten Quellen können sie die Zahlen von »The Israel Project« prüfen. Die geben sich nicht viel The Israel Project und en.wikipedia.org liegen sehr nahe beieinander.

Hier (http://en.wikipedia.org/w...) finden Sie eine Tabelle, aus der Sie's sehr schön ablesen können.

Bis zum Ende des Jahres 2008 hat sich Israel sehr zurückgehalten und dann ist der Olmert ausgetickt.

Ehrlich gesagt wundert's mich, daß ihm nicht schon eher der Kragen geplatzt ist.

Es ging einfach nicht mehr, daß man nur einzelne Vergeltungsschläge ausgeführt hat, Israel mußte ernsthaft zur Tat schreiten um seine Bürger zu schützen, sonst hätte sich die Regierung gegenüber seinen Bürgern unglaubwürdig gemacht.

Wie man aus Richard Goldstones offenem Brief (http://www.zeit.de/2011/1...) leicht herauslesen kann haben sich die Leute der Hamas damals hinter ihren eigenen Zivilisten versteckt (Nur so am Rande: ein klares Kriegsverbrechen gegenüber dem eigenen Volk)

Der Ismail Haniyeh hat sich gar in einem Krankenhaus (ich glaube eine Kinderklinik) in Gaza-Stadt verschanzt.

Erwaehnt werden sollte

in der Diskussion ueber die Entruestung in Israel darueber, dass die Hamas derzeit (!) Israel nicht anerkennen will, dass in der DERZEITIGEN israelischen Regierung (die aus SECHS Parteien besteht!) KEINE EINZIGE in ihrem Parteiprogramm einen Staat Palaestina vosieht!

Auf der Seite der Partei des DERZEITIGEN Ministerpraesidenten Israels kann man z.B. lesen, dass die Ostgrenze Israels der Jordan sein soll.

Wir werden sehen, dass die Einheitsregierung Palaestinas natuerlich den Staat Israel anerkennen wird (wie es die PLO und Abbas in den letzten Jahren IMMER wieder getan haben).

Die israelische Regierung wird sich mit Extremisten wie Netanjahu und Lieberman nicht bewegen.

Daher MUSS und wird die Weltgemeinschaft im September Palaestina in den "Grenzen von 67" anerkennen. Den Grenzen, die den Palaestinenser durch das Voelkerrecht zustehen.

Ich bin mir sicher

Daß Sie das Zitat so nicht finden werden.Allerdings werden Sie die Forderung nach "verteidigbaren Grenzen" für Israel finden.Und diese Grenzen werden zum Beispiel am Jordan-Graben gesehen.Das schließt allerdings nicht aus,daß im Westjordanland ein Palästinensischer Staat liegen könnte.

Nach den bitteren Erfahrungen mit seinen Nachbarn wünscht sich das Israelische Militär z.B., daß der Palästinensische Staat demilitarisiert ist und das Israelische Militär eventuelle Luftangriffe auf Jerusalem bereits über dem Westjordanland abwehren kann ohne die Souveränität des Staates Palästina verletzen zu müssen.

Das klingt freilich alles wie ein Widerspruch in sich. Ein Oxymoron!

Anhand eines Gedankenexperiments läßt sich das einfacher erfassen.

Nehmen wir einfach mal an, es wiederholt sich, was schon zweimal passiert ist. Die umliegenden Arabischen Staaten greifen Israel an.

Naja, die Araber fordern von Israel zwar immer lautstark die Einhaltung der Resolution 242 1.ii Dies soll natürlich nicht für sie selbst gelten, denn: Aus Sicht der Araber gibt's Israel ja gar nicht. Wie soll man die Grenzen eines Gebildes anerkennen, das es gar nicht gibt. Schließlich haben die Araber die UN-Resolution 181 ja abgelehnt.

Was wäre nun, wenn die Araber Israel angreifen und dabei auch über Palästinensisches Territorium fliegen?

Würden die Palästinenser diesen Zugriff erlauben oder abstreiten, daß sie's gestattet haben?

Wäre das für Israel der Casus Belli gegen Palästina?

Vielleicht würde es ihnen helfen, wenn Sie endlich

einmal (auch in der historischen Rückschau) zwischen Palästinensern und "die Araber" zu differenzieren vermögen.

Dann wird vieles klarer.

Um ein Beispiel zur Erleichterung des Verstehens anzufügen: Der Krieg gegen den Irak (Araber/muslimisch) war ja auch nicht gleichzeitig einer gegen Saudi Arabien, Kuwait, Türkei, Marokko, Jemen, Syrien, Jordanien, Libanon, Bahrain, Oman etc.

Oder mal ganz doof: wenn das christlich, deutschsprachige Österreich (aus welchen Gründen auch immer) die französische oder italienische Schweiz angreift, müssen Frankreich und Italien dann Bomben auf die deutschsprachige Schweiz abwerfen, oder auf Deutschland? Oder der Vatikan (so er Waffen hätte) auf die protestantischen Schlickrutscher im Norden...

Gekürzt. Bitte bleiben Sie höflich. Die Redaktion/cs

Die Palästinenser sind Araber

Und die Araber haben viel verbockt, als sie den Arabisch-Israelischen Krieg vom Zaun brachen.

Ich werde weiterhin dabei bleiben, es handelt sich um staatenlose Araber, die sich Palästinenser nennen. Dies gilt solange, bis es den Staat Palästina tatsächlich gibt und diese Menschen sich mit einem gültigen Reisedokument als Bürger dieses künftigen Staates ausweisen können.

Diese Menschen sind unterschiedlichster Herkunft.

Nicht alle sind durch den Arabisch-Israelischen Krieg heimatlos geworden

und

vor allem wurden bei Weitem nicht alle durch Israel vertrieben.

Und ich möchte gleich mal wieder anfügen: Auch Israel wünscht sich für diese Menschen einen Staat, nachdem die Arabischen Staaten es nicht geschafft haben diesen Menschen eine neue Heimat zu geben, nachdem eben jene Arabischen Staaten diese Menschen durch ihre kriegerischen Handlungen heimatlos gemacht haben.

Israel wird den Staat Palästina anerkennen, wenn dieser Staat auch Israel anerkennt und diese Anerkennung Israels nicht nur vage in Aussicht stellt.

Und selbst wenn "staatenlos" dann eben Weltbürger

und vor allem Menschen, Familien, Kinder, Väter, Mütter, Opas, Omas, Onkel, Tanten, Enkel, noch ungeborene Leben mit einer Heimat. Mit Häusern seit Generationen, mit Land und social community...

Nehmen Sie sich einfach mal die Zeit
http://www.palestineremem...

schauen Sie sich die schönen, bescheiden und empfindsam in die Natur eingebetteten Dörfer an.
Und die Angst in den Kinderaugen hinter Stacheldraht während der Vertreibung.

Nehmen Sie sich einen Abend Ihres Lebens Zeit für die "andere" Seite, welche auch nur ein gleichberechtigter Teil der Leiden ist, welche Menschen anderen Menschen zufügen.

Oder anders: So sehr wir Gadhafi anklagen, so wenig ist es heroisch oder moralisch, dass heute drei seiner Enkelkinder in einem "mandatierten" Bombenangriff getötet wurden.

Wie immer..

[...]

"The Jordan Valley and the territories that dominate it shall be under Israeli sovereignty. The Jordan river will be the permanent eastern border of the State of Israel."

http://www.knesset.gov.il...

[...] hier eine Zusammenfassung des Likud-Programms von vor den Wahlen 2009:

"Ein eigenstaendiger Palaestinenserstaat kommt in ihrem Parteiprogramm nicht vor". http://www.bild.de/politi...

Wegen respektloser Bemerkungen gekürzt. Die Redaktion/sh

Warum auch?

Werter tata....

Warum soll denn auch ein eigenständiger Palästinenserstaat gerade im Parteiprogramm des Likud vorkommen.
Da gibt's doch wirklich keinen einzigen rationalen Grund dafür.
Das ist Sache der Araber.
Und die Araber haben das 1948 selber an die Wand gefahren.
Die hätten die UN-Resolution 181 damals nur anerkennen müssen, dann gäbe es den Palästinenserstaat seit 63 Jahren.

Ja, aus militärischen Gründen möchte Israel weiterhin den Daumen auf dem Jordan-Graben und dem Territorium dazwischen haben.

Nur militärisch!

Denn angesicht der bitteren Erfahrungen, die Israel mit seinen feindseligen Nachbarn machen mußte wünscht sich Israel verteidigbare Grenzen gem UN-Resolution 242 1.ii

Sehen Sie sich im Gegensatz dazu die Satzung der Hamas an.

Während im Likud-Programm der Palästinenserstaat fehlt ist Israel im Hamas-Programm ja durchaus erwähnt,
Siehe meine früheren Beiträge #12 und #13 (http://www.zeit.de/meinun... und http://www.zeit.de/meinun...)

Es ist schon bezeichnend, was sie von Israel alles verlangen und im Gegenzug der Hamas alles zubilligen.

Stellen Sie sich nur mal vor......

..... REIN HYPOTHETISCH.....

der Likud würde in seinem Parteiprogramm auch nur annähernd blumige Worte für den Umgang mit Muslimen finden, wie sie die Hamas in ihrer Charter of Allah für Juden gebraucht!

Malen Sie sich das mal aus!

Wir nehmen also den Artikel 7 der Charter of Allah und ersetzen
"Allah" durch "Elohim" und vertauschen die Worte "Jude" und "Muslim".

Puhhhh!

Englisch ist doch nicht soo schwer..

"The Jordan river will be the permanent eastern border of the State of Israel."

Aus dem Likud-Programm.

"Ja, aus militärischen Gründen möchte Israel weiterhin den Daumen auf dem Jordan-Graben und dem Territorium dazwischen haben. Nur militärisch!"

Anscheinend ist Englisch doch fuer manch einen nicht leicht verstaendlich..

Oder man will Tatsachen einfach nicht wahrhaben und blendet die Realitaet aus.

Fakt ist: die derzeitige israelische Regierung WILL keinen unabhaengigen Staaat Palaestina, sie WILL das brutale und menschenrechtsverachtende Besatzungsregime aufrecht erhalten. Und zwar NICHT aus "Sicherheitsgruenden" (Israel verfuegt ueber hunderte Atombomben, etc.), sondern wegen den Wasserresourcen in den voelkerrechtswidrig besetzten und "annektierten" Golanhoehen und der "Heiligkeit" bestimmter Orte im voelkerrechtswidrig besetzten Westjordanland.

Wer dies nicht sieht, ist auf die israelische Propaganda reingefallen.

Wegen der Heiligkeit.....

Werter Tatha...

das Thema "Parteiprogramm" scheint ja nun gegessen, oder?

Dann nehmen wir mal das Thema Heiligkeit bestimmter Stätten auf's Korn:

Da wäre die al Aqsa Mosche. Da dürfen Muslime hin.

Obwohl diese "heilige Stätte" mitten in der Hauptstadt Israels liegt, mitten auf dem Platz, der den Juden am heiligsten ist, dürfen da keine Juden hin. Sie jammern auch nicht groß darüber.

Wie gehen die staatenlosen Araber im Westjordanland dagegen mit heiligen Stätten der Juden um?

Nehmen wir das Grabmal Joseph's als Beispiel.

Von freiem Zugang für Juden kann keine Rede sein. Diese heilige Stätte der Juden wird von den staatenlosen Arabern fast schon regelmäßig geschändet.

Und was die Rüstung Israels, insbesondere die angeblichen Atombomben, betrifft möchte ich dazu folgendes sagen.

Es gibt viele Mutmaßungen, die nahelegen, Israel hätte solche Waffen. Es gibt keinen einzigen Beweis.

Nehmen wir mal an, Israel hätte solche Waffen, dann wird doch wohl kein geistig gesunder Mensch sagen: "Ihr habt doch diese Bomben. Setzt sie doch einfach ein, wenn's an der Ost-Grenze brennt."

Das würde für den Fall, daß Israel tatsächlich im Besitz solcher Waffen wäre, bedeuten, daß israel diese sofort einsetzen würde. Israel würde sie da einsetzen wo etwaige feindliche Truppen stehen.

Stellen Sie sich mal vor, solche Angriffe würden über das Westjordanland vorgetragen.

Nicht einmal ein ultra-orthodoxer Jude wünscht sich so etwas.

Phantastereien

"Wir werden sehen, dass die Einheitsregierung Palaestinas natuerlich den Staat Israel anerkennen wird (wie es die PLO und Abbas in den letzten Jahren IMMER wieder getan haben)."

Nie im Leben. Hamas hat bei der Verkündung der Einigung sogar noch einmal unmissverständlich klargemacht, daß eine solche Erklärung mit ihnen nicht zu machen ist.

Der Traum von einer solchen Erklärung ist vor allem in den linkslastigen Millieus Europas weitverbreitet. Was wieder einmal beweist, wie wenig man in diesen Kreisen über die tatsächliche Lage in der Region weiss...

Möglicherweise hört jeder immer das, was er möchte

Sie haben wahrgenommen: "Hamas hat bei der Verkündung der Einigung sogar noch einmal unmissverständlich klargemacht, daß eine solche Erklärung mit ihnen nicht zu machen ist."

Ich habe gelesen - und es so verstanden- dass sich Hamas an den Verhandlungen während der Einheitsübergangsregierung nicht direkt beteiligen wird und diese Verhandlungen der Fatah, bzw. Fayyad überlassen werden soll.

Was ja nicht heißt, dass die Unterredungen nicht innerhalb der Einheitsregierung besprochen werden und konsensualer Friedensvertragsgegenstand werden können.

Jedenfalls sind die Palästinenser auf die Straße gegangen (aber auch per Facebook) und haben für die Einheit von Hamas und Fatha (bzw. Gaza und WB) demonstriert. Es war der Wille der Menschen. Und wenn die Palästinenser Frieden in den 67er Grenzen wollen, dann werden sich die Parteien auch danach richten.
Das ist wie mit dem Atomausstieg in Deutschland. Es dürfen nur nicht einige Funktionäre oder Lobbyisten (sei es der Atomwirtschaft, sei es des Terrorismus) immer wieder den Wunsch der Mehrheit der Menschen missachten.

Eigenwillige Interpretation

"Ich habe gelesen - und es so verstanden- dass sich Hamas an den Verhandlungen während der Einheitsübergangsregierung nicht direkt beteiligen wird und diese Verhandlungen der Fatah, bzw. Fayyad überlassen werden soll.

Was ja nicht heißt, dass die Unterredungen nicht innerhalb der Einheitsregierung besprochen werden und konsensualer Friedensvertragsgegenstand werden können."

Ich weiss nicht, wie Sie auf diese seltsame Interpretation kommen. Hamas ist ziemlich deutlich:

"In dem gemeinsamen Programm gehe es nicht um Verhandlungen mit Israel und auch nicht um die Frage, ob man Israel anerkenne, sagte Machmud Sahar, einer der führenden Hamas-Männer aus Gaza. Die Übergangsregierung werde sich jedenfalls an einem Friedensprozess mit Israel nicht beteiligen können, so Sahar.

(...)

"Jeder für sich. Unsere Auffassung unterscheidet sich zu hundert Prozent von der der Fatah. Sie glauben an Verhandlungen, wir glauben an den bewaffneten Kampf.""
(http://www.tagesschau.de/...)

Glauben Sie ernsthaft, Israel wird es akzeptieren, dass ein Teil der Gegenseite während der Verhandlungen fröhlich weitermordet?