Bio-Lebensmittel Die Ehec-Epidemie zeigt, dass Bio gefährlich sein kann
Der Feind in der Nahrung kommt auch aus der Natur, allem Bio-Kult und Öko-Kitsch zum Trotz. Bio-Lebensmittel sind nicht nachweislich gesünder. Ein Kommentar
Bio ist gut, Chemie ist böse. Diese Botschaft wird uns täglich eingetrichtert. Und nun das: Hunderte erkranken an einem Darmkeim, den sie sich offenbar über frisches Gemüse zugezogen haben. Mehr als zwanzig Todesfälle sind bisher zu beklagen. Manches spricht dafür, dass "Bio"-Sprossen die Ursache sind. Die Mikroben-Fahnder haben einen Biohof in Niedersachsen ausfindig gemacht, der laut seiner Webseite auf "chemischen Kunstdünger" ebenso verzichtet wie auf Gentechnik. Von diesem Hof gelieferte Sprossen könnten den tödlichen Keim verbreitet haben.

Wie gefährlich ist der Erreger, der lebensgefährliche Darmerkrankungen auslösen kann? Was sie über Ehec wissen sollten.
Es ist makabere Ironie, dass ausgerechnet die böse Chemie in Form von Antibiotika und anderen Arzneimitteln und die Gentechnik in Gestalt biotechnisch hergestellter Medikamente nun die Menschen rettet, die möglicherweise "Bio" in Gefahr gebracht hat – falls sich die Indizien bestätigen.
Eigentlich beschäftigt sich die Öffentlichkeit eher mit den vermeintlichen Risiken der industriellen Landwirtschaft. Wie mit Pestizidrückständen, auch wenn diese so gering sind, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht. Oder mit "Genmais", der harmlos ist, aber wie Sondermüll behandelt wird. Die german angst diktiert die Gesetze und verschließt vor realen Risiken die Augen. Die Ehec-Epidemie zeigt, dass es die Natur ist, von der die eigentliche Gefahr in der Nahrung ausgeht, allem Bio-Kult und Öko-Kitsch zum Trotz.
- Ehec-Bakterien
-
Im menschlichen Darm wimmelt es von Mikroorganismen und Bakterien. Das ist nicht ungewöhnlich. Viele Keime unterstützen möglicherweise die Verdauung von Nahrung oder die Abwehr von Krankheitserregern. Sehr häufig sind Escherichia coli im Darm zu finden.
Ehec-Bakterien (enterohämorrhagische Escherichia coli) hingegen bilden einen mitunter gefährlichen Stamm von E.coli. Sie können Giftstoffe, vor allem das Shigatoxin, produzieren. Nisten sich Ehec-Keime im Darm ein, etwa in der Schleimhaut, dringt das Gift in die Zellen der inneren Darmwand ein und zerstört Gefäße. In Deutschland sind derzeit 42 Stämme des Ehec-Erregers bekannt.
Der Ausbruch im Frühjahr 2011 verlief sehr ungewöhnlich. Der umgehende Keim ähnelt bekannten Ehec-Erregern kaum. Normalerweise erkranken vor allem Kleinkinder im Alter von durchschnittlich drei Jahren. Schwere Krankheitsverläufe sind sehr selten.
Der durch verkeimte Sprossen verbreitete Erreger vom Typ O104:H4 (HUSEC041) ist besonders aggressiv und löst relativ häufig das hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) aus – die schwerste Komplikation der Darminfektion.
- Erkrankung
-
Wer sich mit Ehec-Bakterien infiziert, muss nicht zwangsläufig erkranken. Oft kommt es aber etwa drei Tage nach der Ansteckung zu wässrigen Durchfällen. Zwei Drittel der Erkrankten scheiden nach weiteren zwei bis drei Tagen blutigen Stuhl aus.
Begleitet wird die Erkrankung von Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Auch Fieber ist möglich, aber seltener.
Während vergangener Ehec-Ausbrüche entwickelten etwa zehn bis zwanzig Prozent der Erkrankten einen schweren Verlauf. Wer unter Durchfall und Blut im Stuhl leidet, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.
Eine Woche nach Beginn der Durchfälle kann es zum gefährlichen hämolytisch-urämischen Syndrom (Hus) kommen. Blutige Entzündungen der Darmschleimhaut treten auf, die für die Blutgerinnung notwendigen Thrombozyten verringern sich, Giftstoffe sammeln sich im Körper, Gefäße werden zerstört. Im schlimmsten Fall versagen die Nieren, es kommt zu Blutgerinnseln im Hirn. Hus trifft in der Regel nur etwa jeden zehnten Erkrankten. Die Sterberate liegt in dieser Akutphase bei zwei Prozent der Betroffenen.
- Ansteckung
-
Ehec-Bakterien gibt es überall auf der Welt. Infektionen mit dem Erreger sind seit dem Jahr 2001 in Deutschland meldepflichtig, sofern sie bemerkt werden. Seither übermittelten die Gesundheitsämter bundesweit jährlich zwischen 925 und 1183 Ehec-Erkrankungen an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.
Ehec-Erreger kommen vor allem im Darm von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen vor. Allerdings wurden sie auch schon im Darmtrakt von Schweinen, Hirschen und Rehen nachgewiesen. Der jetzt grassierende Stamm wurde bisher aber nicht in Tieren nachgewiesen.
Die Erreger sind sehr umweltresistent und können bis zu ein Jahr lang außerhalb des Darms überleben. Zudem reichen nur wenige Dutzend Keime aus, um sich zu infizieren.
Für Ehec-Ausbrüche kommen zahlreiche Infektionsquellen in Betracht: Rohmilch und Rohmilchkäse sowie rohe Wurstprodukte oder zu kurz gegartes Fleisch. Verunreinigtes Obst und Gemüse kann die Quelle sein, oder andere ungekochte Lebensmittel.
Ehec-Bakterien können auch beim Düngen mit Gülle auf Nahrungsmittel gelangen. Bei den meisten bisherigen Krankheitsausbrüchen konnte die Infektionsquelle nicht gefunden werden.
Im aktuellen Fall waren Sprossen mit dem Erreger kontaminiert. Die Spur der Samen führt nach Ägypten. Wie der Keim aus dem Darm von Tieren auf diese Samen gelangt sein kann, ist noch immer unbekannt.
- Behandlung
-
Mediziner behandeln derzeit bei leichten Verläufen vor allem die Symptome der Ehec-Erkrankung. Menschen scheiden die Bakterien oft von selbst aus. Das kann mitunter ein paar Wochen dauern.
Antibiotika helfen gegen Ehec-Bakterien wenig, im Gegenteil: "Die Gabe kann mitunter die Toxinproduktion (der Keime) sogar erhöhen", sagt der Hygieniker Helge Karch, der den Erreger genetisch analysiert hat. Daher raten Ärzte dringend davon ab, eine Ehec-Infektion mit Antibiotika zu behandeln.
Die Menschen, die derzeit akut erkrankt sind, werden mit Dialyse und Blutreinigung behandelt. So werden die Giftstoffe aus dem Körper gewaschen. Nicht immer erholt sich die Niere von der Infektion, sodass einige Patienten dauerhaft eine Dialyse brauchen oder auf ein Spenderorgan warten müssen.
In der Anfangsphase von Hus brauchen Patienten dringend Flüssigkeit, etwa über Kochsalzinfusionen. So lässt sich die schwerste Form der Erkrankung, das Nierenversagen, verhindern. Andernfalls könnte eine Nierentransplantation notwendig werden oder eine lebenslange Dialyse.
In besonders schweren Fällen setzten Mediziner eine noch kaum erforschter Therapie ein: Sie gaben einigen Patienten die Antikörperlösung Eculizumab. Zum Teil verbesserte sich der Zustand danach.
- Schutz
-
Nur strenge Hygiene kann vor einer Ansteckung mit Ehec und ähnlichen Keimen schützen. Gemüse und Obst müssen gründlich gereinigt werden. In der Küche sollten Messer und Schneidebretter für jedes Lebensmittel separat verwendet und anschließend gründlich gesäubert werden.
Fleisch und Gemüse sollte man im Kühlschrank getrennt voneinander lagern und auch getrennt zubereiten. Putz- und Spüllappen sollten in kurzen Abständen gewechselt oder ausgekocht werden.
Lebensmittel sollten vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Ehec-Erreger wie auch ihre Giftstoffe sind sehr hitzelabil. Ab 60 bis 70 Grad werden die Keime und ihre Toxine zerstört.
Das Robert Koch-Institut empfiehlt allen Menschen mit Durchfall, sich stets gründlich die Hände zu waschen und/oder sie zu desinfizieren, insbesondere wenn Kleinkinder oder immungeschwächte Menschen in der Nähe sind.
Sollte ein Familienmitglied erkranken, sollten die Toilette und Flächen, die der Erkrankte anfasst, regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 200.000 Erkrankungsfälle durch Lebensmittel gemeldet. Erreger sind Colibakterien wie Ehec, Salmonellen und Listerien, dazu Viren, Parasiten, Pilze. Mitunter verlaufen die Infektionen tödlich, noch nie haben sie jedoch solche Aufmerksamkeit erregt wie jetzt die Ehec-Epidemie. Krank machende Mikroben sind Geschöpfe einer Millionen Jahre währenden Evolution, ihre Biowaffen haben sie in der Auseinandersetzung mit ihren Wirten entwickelt und geschärft. Darum sind sie gefährlich. Auch die von uns verzehrten Pflanzen produzieren oft jede Menge Gifte. Schließlich ist es nicht in ihrem Sinn, von uns gegessen zu werden. Erst Jahrtausende der Züchtung haben die Natur genießbar und gesund gemacht. Meistens.
Bio-Lebensmittel sind nicht nachweislich gesünder als herkömmlich erzeugte und manchmal sogar gefährlicher. Ein Grund ist der Verzicht auf Kunstdünger. Zur Düngung eingesetzte Gülle, Mist und Kompost können Krankheitserreger enthalten. Auch der Hang zu rohen, naturnahen und unbehandelten Lebensmitteln hat seine Tücken. Eine häufige Quelle von Ehec-Ausbrüchen ist nicht erhitzte Rohmilch. Und immer wieder fallen Bioprodukte durch Keimverunreinigungen auf, wie aus einer Auswertung der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2007 hervorgeht.
Noch sind viele Fragen im Zusammenhang mit dem Ehec-Ausbruch ungeklärt. Schon jetzt aber ist klar, dass jenseits aller Glaubenskriege um die wahre Landwirtschaft und das richtige Essen alles getan werden sollte, damit sich ein solches Geschehen nicht wiederholt. Mutter Natur meint es nicht nur gut mit uns.
- Datum 07.06.2011 - 10:00 Uhr
- Quelle Tagesspiegel
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Zunächst geht es los im Konjunktiv: Der Biohof könnte....
um dann klar zu machen, dass alles eine einzige Katastrophe ist, die es mit allen Mitteln zu verhindern gälte.
Mir wird nicht wohl, wenn ich das lese, denn da wird meiner Meinung nach aus Angst viel zerstört, was im Grunde genommen sehr gut ist.
Dazu nun einen Anlass zu nehmen, bei dem die Herkunft nicht einmal geklärt ist, wirkt auf mich unredlich.
"Bio-Lebensmittel sind nicht nachweislich gesünder als herkömmlich erzeugte und manchmal sogar gefährlicher." Tja, wenn man die Pestizide, Düngemittel und Zusatzstoffe abzieht, ist der Industrieapfel natürlich genauso gesund wie der Bio-Apfel.
Abgesehen von der Tatsache, dass nicht überall Bio drin ist, wo Bio draufsteht, kann man sich über solche Aussagen nur wundern!
Auf jeden Fall ist Bio nach meiner Erfahrung schmackhafter. Wenn man sich schon nicht für andere Gründe interessiert, ist wenigstens das ein Grund, Bio zu kaufen.
.. ich mich nur anschließen.
Schade (!) dass sich TAGESSPIEGEL und ZEIT für so einen Unfug hergeben. Steht es wirklich schon so schlimm um die Absatzzahlen?
Man sollte Risiken bei BIO-Lebensmitteln analysieren, so weit richtig. Aber so einen schwammigen, konstruierten Nonsens wie in diesem Artikel sollte sich ein ernstzunehmendes, journalistisches Medium verbieten. Wenn man kein Thema hat, benutzt man eben den Konjunktiv.
Was wäre denn das Fazit? Schnell BIO wieder abschaffen, weil Mutter Natur nun ohne unsere Pestizid-Kavallerie freie Schussbahn hat, oder wie?
....dass unbehandelte Körner schneller verderben bzw Schimmel ansetzen. Das weiß jeder, der Müsli zum Frühstück mag und viele ausprobiert.
Liebe Zeit-Redaktion, wenn ich unqualifizierte Meinungsmache ohne Fakten, Aufbauschen von Vermutungen [...] und änhliches lesen möchte, dann greife ich zur BILD
Danke für besser recherchierte Artikel in Zukunft!
Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und bemühen Sie sich um differenzierte Kritik. Die Form des Kommentars sieht provokante und zur Diskussion anregende Äußerungen vor. Wir möchten jedoch darum bitten, in der Diskussion auch auf inhaltliche Aspekte abzuheben. Danke, die Redaktion/fk.
Sehr geehrter Herr Wewetzer,
mir sind einige Fehler aufgefallen:
1."Zur Düngung eingesetzte Gülle, Mist und Kompost können Krankheitserreger enthalten."
In nicht BIO- Betrieben kommt das wohl nicht vor?
Ganz im Gegenteil dort gibt es noch Selektionsdruck, der nur Bakterien überleben läßt die Antibiotika verstoffwechseln/abbauen konnen.
2. Wenn schon das ganze biologische Spektrum als Krankheitsauslöser herhalten muß, dann bitte auch Prionen(fehlgefaltete, meist hitzestabile Proteine) erwähnen-->BSE.
Zu der Aussage im Artikel:
"Oder mit "Genmais", der harmlos ist, aber wie Sondermüll behandelt wird."
Im "Genmais" werden PROTEINE modifiziert/eingebaut von denen man keine Ahnung hat wie sie im menschlichen Körper abgebaut werden.
"Bio-Lebensmittel sind nicht nachweislich gesünder als herkömmlich erzeugte und manchmal sogar gefährlicher." Tja, wenn man die Pestizide, Düngemittel und Zusatzstoffe abzieht, ist der Industrieapfel natürlich genauso gesund wie der Bio-Apfel.
Abgesehen von der Tatsache, dass nicht überall Bio drin ist, wo Bio draufsteht, kann man sich über solche Aussagen nur wundern!
Auf jeden Fall ist Bio nach meiner Erfahrung schmackhafter. Wenn man sich schon nicht für andere Gründe interessiert, ist wenigstens das ein Grund, Bio zu kaufen.
.. ich mich nur anschließen.
Schade (!) dass sich TAGESSPIEGEL und ZEIT für so einen Unfug hergeben. Steht es wirklich schon so schlimm um die Absatzzahlen?
Man sollte Risiken bei BIO-Lebensmitteln analysieren, so weit richtig. Aber so einen schwammigen, konstruierten Nonsens wie in diesem Artikel sollte sich ein ernstzunehmendes, journalistisches Medium verbieten. Wenn man kein Thema hat, benutzt man eben den Konjunktiv.
Was wäre denn das Fazit? Schnell BIO wieder abschaffen, weil Mutter Natur nun ohne unsere Pestizid-Kavallerie freie Schussbahn hat, oder wie?
....dass unbehandelte Körner schneller verderben bzw Schimmel ansetzen. Das weiß jeder, der Müsli zum Frühstück mag und viele ausprobiert.
Liebe Zeit-Redaktion, wenn ich unqualifizierte Meinungsmache ohne Fakten, Aufbauschen von Vermutungen [...] und änhliches lesen möchte, dann greife ich zur BILD
Danke für besser recherchierte Artikel in Zukunft!
Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und bemühen Sie sich um differenzierte Kritik. Die Form des Kommentars sieht provokante und zur Diskussion anregende Äußerungen vor. Wir möchten jedoch darum bitten, in der Diskussion auch auf inhaltliche Aspekte abzuheben. Danke, die Redaktion/fk.
Sehr geehrter Herr Wewetzer,
mir sind einige Fehler aufgefallen:
1."Zur Düngung eingesetzte Gülle, Mist und Kompost können Krankheitserreger enthalten."
In nicht BIO- Betrieben kommt das wohl nicht vor?
Ganz im Gegenteil dort gibt es noch Selektionsdruck, der nur Bakterien überleben läßt die Antibiotika verstoffwechseln/abbauen konnen.
2. Wenn schon das ganze biologische Spektrum als Krankheitsauslöser herhalten muß, dann bitte auch Prionen(fehlgefaltete, meist hitzestabile Proteine) erwähnen-->BSE.
Zu der Aussage im Artikel:
"Oder mit "Genmais", der harmlos ist, aber wie Sondermüll behandelt wird."
Im "Genmais" werden PROTEINE modifiziert/eingebaut von denen man keine Ahnung hat wie sie im menschlichen Körper abgebaut werden.
...das böse böse Gemüse, futtern wir doch einfach Fleisch aus Massentierhaltung vollgepumpt mit Antibiotika. Problem solved ^^
uuuh!
Und dann erst das pöse pöse Biogemüse.
Man lese sich nur mal die Vergleichstabelle Gemüse aus kontrolliert-biologischen Anbau und konventionellem Anbau aus Victoria Boutenko's "Green for life" :
Milliäquivalent pro 100 g Trockenmasse:
Brechbohnen
Kalzium
k. b. A.: 40.5
konventionell: 15.5
Magnesium
k. b. A.: 60.8
konventionell: 14.8
nur mal zum Bleistift
Quelle:"Green for life", S. 93
"Wenn alle Mikroorganismen durch Überdüngung mit Chemikalien zerstört werden, wird der Boden zu Staub. Und im Staub gedeihen keine Pflanzen mehr, egal wie reich an chemischen Verbindungen er auch sein wird."
Quelle: "Green for life", S. 93/94
Die Ehec-Epedemie zeigt, dass Bio gefährlich sein kann ????
Die Ehec-Epedemie zeigt, dass der Mensch ab und an offentsichtlich mal an Grenzen stößt, bzw. zu stoßen hat, und eben nicht stets und immer alles im Griff hat, gegen alles ein Heil- und Gegenmittelchen zur Hand ...
Eine gewisse Ohnmacht, statt stetiger Allmachtsphantasien des Menschen scheint da wohl ab und an mal mit in den "höheren Lehrplan" mit eingestreut zu sein.
Und dazu eignen sich ja Ehec-Epedemien bestens. Mit Bio hat das wohl eher weniger, bis gar nüscht zu tun.
uuuh!
Und dann erst das pöse pöse Biogemüse.
Man lese sich nur mal die Vergleichstabelle Gemüse aus kontrolliert-biologischen Anbau und konventionellem Anbau aus Victoria Boutenko's "Green for life" :
Milliäquivalent pro 100 g Trockenmasse:
Brechbohnen
Kalzium
k. b. A.: 40.5
konventionell: 15.5
Magnesium
k. b. A.: 60.8
konventionell: 14.8
nur mal zum Bleistift
Quelle:"Green for life", S. 93
"Wenn alle Mikroorganismen durch Überdüngung mit Chemikalien zerstört werden, wird der Boden zu Staub. Und im Staub gedeihen keine Pflanzen mehr, egal wie reich an chemischen Verbindungen er auch sein wird."
Quelle: "Green for life", S. 93/94
Die Ehec-Epedemie zeigt, dass Bio gefährlich sein kann ????
Die Ehec-Epedemie zeigt, dass der Mensch ab und an offentsichtlich mal an Grenzen stößt, bzw. zu stoßen hat, und eben nicht stets und immer alles im Griff hat, gegen alles ein Heil- und Gegenmittelchen zur Hand ...
Eine gewisse Ohnmacht, statt stetiger Allmachtsphantasien des Menschen scheint da wohl ab und an mal mit in den "höheren Lehrplan" mit eingestreut zu sein.
Und dazu eignen sich ja Ehec-Epedemien bestens. Mit Bio hat das wohl eher weniger, bis gar nüscht zu tun.
bevor was geklärt ist!
diese Bio-Theorie ist jetzt schon die x-te, die das Auftauchen von Ehec erklären soll - und die Zeit schlägt gleich voll drauf! Dank Fleischwirtschaft, die schön verschleiert, dass Ehec aus kranken Tieren kommt - nicht aus Biotieren, sondern aus Industrietieren!
Haben Sie dafür einen Beleg?
a) Es schlägt nicht die Zeit, sondern der Verfasser
b) Informationen über Übertragung und Herkunft des Erregers lassen sich problemlos beschaffen (google, z.B., kann da helfen) und werden keinesfalls verschleiert. Schleierhaft ist hingegen, woher Sie die Begründung für Ihre Differenzierung nehmen. Nachweise bitte ...
es gibt einige seriöse quellen für die man nicht lange suchen muss, die behaupten und nachweisen können, dass der grund für die entstehung der e.coli-bakterien schlechte haltungsbedingungen von nutztieren ist. die folgende quelle besagt, dass die usa, die dieses problem vor einigen jahren auch etwas weniger schwerwiegend hatten. mais soll der grund dafür sein, dass sich solche aggressiven erreger verbreiten. man sieht leicht, dass um den bio-hype zu beschuldigen, es etwas zu früh ist. vielleicht liegt es nur daran, dass selbst die bio-siegel nicht eng genug konfektioniert sind.
http://www.themen-der-zei...
mal abgesehen davon geht es nicht nur um uns, sondern auch um die umgebung in der wir leben. und mit der geht bio wohl unumstritten vernünftiger um.
Erst mal bis zu Ende lesen - es ist nämlich garnicht DIE ZEIT sondern jemand vom TAGESSPIEGEL, der/die da voll draufhaut. Das geschieht allerdings mit einer Gründlickeit als käme das Ganze von der Presseabteilung von Monsanto o.ä. Alleine die Begriffsverdrehungen empfindet man als Ärgernis: "Herkömmlich" sind für die Verfasser nicht die alten landwirtschaftlichen Produktionsmethoden sondern die chemie- und maschinengestützte moderne Intensivlandwirtschaft. Wir wissen ja, dass ohne sie die inzwischen fast 7 Milliarden Menschen nicht zu ernähren sind (dass dies dennoch nicht ganz gelingt ist ein Verteilungs- und kein Produktionsproblem), und dass die gemeinhin mit "Bio" bezeichneten Produktionsmethoden in reiner Form ein Luxus sind, den sich Menschen in hochentwickelten Regionen leisten können - Menschen in anderen Regionen wiederum können sich nichts anderes leisten.
Warum in diesem TAGESSPIEGEL-Artikel das Kind derartig mit dem Bade ausgeschüttet wird ist nicht nachvollziehbar. Ein Faktor deser EHEC-Epidemie, nämlich dass sich antibiotikaresistente Bakterienstämme gebildet haben, hat auch wieder mit den "Über"segnungen der Chemie zu tun.
Haben Sie dafür einen Beleg?
a) Es schlägt nicht die Zeit, sondern der Verfasser
b) Informationen über Übertragung und Herkunft des Erregers lassen sich problemlos beschaffen (google, z.B., kann da helfen) und werden keinesfalls verschleiert. Schleierhaft ist hingegen, woher Sie die Begründung für Ihre Differenzierung nehmen. Nachweise bitte ...
es gibt einige seriöse quellen für die man nicht lange suchen muss, die behaupten und nachweisen können, dass der grund für die entstehung der e.coli-bakterien schlechte haltungsbedingungen von nutztieren ist. die folgende quelle besagt, dass die usa, die dieses problem vor einigen jahren auch etwas weniger schwerwiegend hatten. mais soll der grund dafür sein, dass sich solche aggressiven erreger verbreiten. man sieht leicht, dass um den bio-hype zu beschuldigen, es etwas zu früh ist. vielleicht liegt es nur daran, dass selbst die bio-siegel nicht eng genug konfektioniert sind.
http://www.themen-der-zei...
mal abgesehen davon geht es nicht nur um uns, sondern auch um die umgebung in der wir leben. und mit der geht bio wohl unumstritten vernünftiger um.
Erst mal bis zu Ende lesen - es ist nämlich garnicht DIE ZEIT sondern jemand vom TAGESSPIEGEL, der/die da voll draufhaut. Das geschieht allerdings mit einer Gründlickeit als käme das Ganze von der Presseabteilung von Monsanto o.ä. Alleine die Begriffsverdrehungen empfindet man als Ärgernis: "Herkömmlich" sind für die Verfasser nicht die alten landwirtschaftlichen Produktionsmethoden sondern die chemie- und maschinengestützte moderne Intensivlandwirtschaft. Wir wissen ja, dass ohne sie die inzwischen fast 7 Milliarden Menschen nicht zu ernähren sind (dass dies dennoch nicht ganz gelingt ist ein Verteilungs- und kein Produktionsproblem), und dass die gemeinhin mit "Bio" bezeichneten Produktionsmethoden in reiner Form ein Luxus sind, den sich Menschen in hochentwickelten Regionen leisten können - Menschen in anderen Regionen wiederum können sich nichts anderes leisten.
Warum in diesem TAGESSPIEGEL-Artikel das Kind derartig mit dem Bade ausgeschüttet wird ist nicht nachvollziehbar. Ein Faktor deser EHEC-Epidemie, nämlich dass sich antibiotikaresistente Bakterienstämme gebildet haben, hat auch wieder mit den "Über"segnungen der Chemie zu tun.
"Es ist makabere Ironie, dass ausgerechnet die böse Chemie in Form von Antibiotika und anderen Arzneimitteln und die Gentechnik in Gestalt biotechnisch hergestellter Medikamente nun die Menschen rettet, die möglicherweise "Bio" in Gefahr gebracht hat"
Was Antibiotika und gentechnische Veränderungen im Saatgut dem Menschen langfristig antun, wird hier verschwiegen und tolerierend in Kauf genommen. Bio ist nämlich auch ehrlicher und direkter, weil man Mutter Natur (die es zum Glück nicht immer gut mit uns meint) nicht mit einer chemischen Pampe zuschüttet, nur damit unser Essen schöner aussieht und vielleicht erst in 50 Jahren zu Krankheiten führt.
Ökologische Landwirtschaft kann genauso schädlich für den Menschen sein, wie die konventionelle, wenn sich daraus eine Produktion für die Massen entwickelt, bei denen die Kontrollmechanismen versagen.
Übrigens schmeckt Rohmilch kaum noch jemandem. So weit sind wir schon.
Es gibt nichts Besseres!! Aber ja, die bösen Keime! Deswegen dürfen Kinder ja auch nimmer im Dreck spielen und kriegen dann Allergien.
>>Übrigens schmeckt Rohmilch kaum noch jemandem. So weit sind wir schon.<<
Kann man so nicht sagen, ich liebe Rohmilch, meine Kinder ebenfalls. Allerdings muss ich zugeben, dass keinem meiner Kinder unter zwei Jahren habe Rohmilch trinken lassen.
Biolandwirtschaft spritzt dafür andere Sachen, wie Kupfer. Auch deshalb mussten schon Böden dekontaminiert werden. Bio ist anders, besser, aber nicht gut.
Bioeier sind viermal mehr belastet als herkömmliche, Dioxin bei Rindern in NRW interessiert keinen, Tiere werden in etlichen Biobetrieben artgerecht gequält, aber die Ideologie des braven Biobauern wird weiter hochgehalten.
Als ich noch jung war, trank ich gerne Rohmilch, das Ergebnis: EHEC. Hat mich damals fast umgebracht. Wundern Sie sich, dass ich heute jedem Abrate, Rohmilch zu konsumieren und es selbst nicht tue?
für die Bauern. Sie können ihre Produkte teuer verkaufen und machen damit einen guten Schnitt.
"Was Antibiotika und gentechnische Veränderungen im Saatgut dem Menschen langfristig antun, wird hier verschwiegen und tolerierend in Kauf genommen."
Das wird schon seit Jahren untersucht und es haben sich bislang noch keine nennenswerten negativen Auswirkungen von genetisch veränderten Lebensmitteln feststellen lassen. Die Amis futtern seit Jahrzehnten schon genetisch veränderte Lebensmittel und dort ist noch nichts negatives aufgefallen.
Dagegen steht halt die diffuse Angst, dass sich irgendwann ja doch mal was negatives finden lässt. Man kann aber nicht beweisen, dass nie etwas schlimmes passieren wird.
Pro genetisch veränderte Lebensmittel: Sie weisen nachweisbare Vorteile gegenüber konventionellen Lebensmitteln auf (etwa dass sie weniger anfällig für Schädlinge sind, mehr Mineralstoffe enthalten, größer sind ... whatever).
Kontra genetisch veränderte Lebensmittel: Man wird nie ausschließen können, dass sie die Eigenschaft haben, das Krebsrisiko um 0.0005% zu erhöhen. Es ist nicht "natürlich".
ist die vom internationalen Rendite- und Profitterrorismus in immer extremere Gröenordnungen gesteigerte Konzentration von Produktionsprozessen, die nicht nur zu den von Antibiotika-, Masthormon- und genetisch manipulierten Saaten, Pflanzen und Tierhybriden führt, sondern eben auch zu den immer häufigeren und immer extremeren Mutationssprüngen, denen unsere Organismen in gar keiner Weise mehr entsprechen können.
Sozusagen haben wir hier das biologisch-dynamische Erbeben, dass uns mit den neuen e-coli Mutationen überflutet und uns - im übertragenen Sinne - Seit an Seit mit den Jungs und Mädels von Fukushima und Umgebung in den Regen stellt, damit die Investoren auch ja weiterhin ihrem Renditesuchtwahnsinn fröhnen können.
Schöne Neue Welt. Schöne Neue Soziale Marktwirtschaft.
Schöne Bescherung.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und diskutieren zum Artikel. Danke, die Redaktion/mk
Es gibt nichts Besseres!! Aber ja, die bösen Keime! Deswegen dürfen Kinder ja auch nimmer im Dreck spielen und kriegen dann Allergien.
>>Übrigens schmeckt Rohmilch kaum noch jemandem. So weit sind wir schon.<<
Kann man so nicht sagen, ich liebe Rohmilch, meine Kinder ebenfalls. Allerdings muss ich zugeben, dass keinem meiner Kinder unter zwei Jahren habe Rohmilch trinken lassen.
Biolandwirtschaft spritzt dafür andere Sachen, wie Kupfer. Auch deshalb mussten schon Böden dekontaminiert werden. Bio ist anders, besser, aber nicht gut.
Bioeier sind viermal mehr belastet als herkömmliche, Dioxin bei Rindern in NRW interessiert keinen, Tiere werden in etlichen Biobetrieben artgerecht gequält, aber die Ideologie des braven Biobauern wird weiter hochgehalten.
Als ich noch jung war, trank ich gerne Rohmilch, das Ergebnis: EHEC. Hat mich damals fast umgebracht. Wundern Sie sich, dass ich heute jedem Abrate, Rohmilch zu konsumieren und es selbst nicht tue?
für die Bauern. Sie können ihre Produkte teuer verkaufen und machen damit einen guten Schnitt.
"Was Antibiotika und gentechnische Veränderungen im Saatgut dem Menschen langfristig antun, wird hier verschwiegen und tolerierend in Kauf genommen."
Das wird schon seit Jahren untersucht und es haben sich bislang noch keine nennenswerten negativen Auswirkungen von genetisch veränderten Lebensmitteln feststellen lassen. Die Amis futtern seit Jahrzehnten schon genetisch veränderte Lebensmittel und dort ist noch nichts negatives aufgefallen.
Dagegen steht halt die diffuse Angst, dass sich irgendwann ja doch mal was negatives finden lässt. Man kann aber nicht beweisen, dass nie etwas schlimmes passieren wird.
Pro genetisch veränderte Lebensmittel: Sie weisen nachweisbare Vorteile gegenüber konventionellen Lebensmitteln auf (etwa dass sie weniger anfällig für Schädlinge sind, mehr Mineralstoffe enthalten, größer sind ... whatever).
Kontra genetisch veränderte Lebensmittel: Man wird nie ausschließen können, dass sie die Eigenschaft haben, das Krebsrisiko um 0.0005% zu erhöhen. Es ist nicht "natürlich".
ist die vom internationalen Rendite- und Profitterrorismus in immer extremere Gröenordnungen gesteigerte Konzentration von Produktionsprozessen, die nicht nur zu den von Antibiotika-, Masthormon- und genetisch manipulierten Saaten, Pflanzen und Tierhybriden führt, sondern eben auch zu den immer häufigeren und immer extremeren Mutationssprüngen, denen unsere Organismen in gar keiner Weise mehr entsprechen können.
Sozusagen haben wir hier das biologisch-dynamische Erbeben, dass uns mit den neuen e-coli Mutationen überflutet und uns - im übertragenen Sinne - Seit an Seit mit den Jungs und Mädels von Fukushima und Umgebung in den Regen stellt, damit die Investoren auch ja weiterhin ihrem Renditesuchtwahnsinn fröhnen können.
Schöne Neue Welt. Schöne Neue Soziale Marktwirtschaft.
Schöne Bescherung.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und diskutieren zum Artikel. Danke, die Redaktion/mk
stoffe und nur unter Zugabe Wasser herangezüchtet werden, was bei Keimlingen ja biologisch kein Wunder ist, denn diese beziehen ihre Energie ja aus dem Samenkorn und Dünger wäre in diesem Zusammhang ja wenig zweckmässig, wird dieser Betrieb als Repäsentant für die Bio-Sparte schlechthin angeprangert.
Dann wird hier noch subtil von der Übertragung durch rohes Gemüse und im gleichen Atemzug von Bio geschrieben, als sei gespritztes Gemüse vor dem kochen nicht auch roh.
Und zumindest letzte Nacht war es bei über 20 von an die 40 Proben aus dem Betrieb nicht möglich den EHEC-Erreger nach zu weisen.
Dieser Artikel scheint mir alles in allem eine haltlose Hetzschrift gegen Bio-Lebensmittel, wobei die zugrundeliegende Motivation sich mir nicht erschliesst und sich jeder seine Meinung hierzu bilden mag.
Die Stiftung Warentest weiß es besser http://www.stern.de/gesun... also ganz so haltlos ist der Vorwurf nicht.
Natürlich kann nicht immer jedes Bio-Produkt besser sein, als eines, das auf einem regulären Feld angebaut worden ist.
Wer sich zu derartigen Aussagen versteigt, ist selber Schuld und nichts läge mir ferner.
Die Nachhaltigkeit der Bio-Lebensmittelindustrie ist jedoch um Längen besser, ebenso wie die Bekömmlichkeit der Produkte für empfindliche Bevölkerungsgruppen.
Die Stiftung Warentest weiß es besser http://www.stern.de/gesun... also ganz so haltlos ist der Vorwurf nicht.
Natürlich kann nicht immer jedes Bio-Produkt besser sein, als eines, das auf einem regulären Feld angebaut worden ist.
Wer sich zu derartigen Aussagen versteigt, ist selber Schuld und nichts läge mir ferner.
Die Nachhaltigkeit der Bio-Lebensmittelindustrie ist jedoch um Längen besser, ebenso wie die Bekömmlichkeit der Produkte für empfindliche Bevölkerungsgruppen.
Die Antibiotikaresistenzen entstehen durch Massentierhaltung und dem damit verbundenen massiven Antibiotikaeinsatz.
Dieser neue Stamm...seine Herkunft ist noch gänzlich offen !
Wenn er sich tatsächlich auf den Sprossen vermehrt haben sollte,
dann ist immer noch die Frage ungeklärt, wie er ursprünglich entstehen konnte.
Einer der zwei beteiligten Stämme ist antibiotikaresistent...
dafür sollte man erst einmal nicht unbedingt "Mutter Natur"
verantwortllich machen......
Ich stimme Ihnen vollkommen zu und möchte ergänzen, dass die Antibiotika-Resistenz dieses mutierten Bakteriums ein sehr schönes Beispiel für die Evolutionsfähigkeit unserer Natur ist. Ohne Antibiotika in der Massentierhaltung hätte es dies Bakterium vermutlich so weit nicht schaffen können.
Auch wir Menschen entwickeln Antibiotika-Resistenzen, da wir am Ende der Nahrungsmittelkette stehen und die Produkte der pharmakontaminierten Massentierhaltung verzehren.
Ebenso muss mit dem Begriff "Bio" Aufklärungsarbeit geleistet werden: "Bio" in der heutigen Form ist das Ergebnis der Lobbyarbeit in Brüssel. Es ist weit weg von Assoziationen, wie "grundsätzlich gesund", "keine Zusatzstoffe" o.ä. Die Bio-Verordnung ist kaum verständlich. Bspw. darf ein "Bio-Bauer" bis zu 25% konventionell zufüttern, wenn er dies "angemeldet" hat. Dies muss später nicht deklariert werden. Ebenso ist Massentierhaltung erlaubt.
"Bio" heißt heute zu allererst: ich kann als Erzeuger und Händler höhere Preise verlangen und unaufgeklärte (weil viel zu komplexe EU-Verordnung) Verbraucher bezahlen reflexhaft gern mehr - bevorzugt Mütter.
Landwirte, die überzeugt von der gesunden Landwirtschaft sind, arbeiten schon heute ohne Chemie und Pharma. Sie liefern erstklassige, gesunde und geschmackvolle Produkte. Einige sind bspw. im Demeter-Verband zu finden.
Die Schwarz-Weiss-Denke und '80er Stereotypen des Artikel-Autors Hartmut Wewetzer ist eine Beschämung für den Journalismus.
Ich stimme Ihnen vollkommen zu und möchte ergänzen, dass die Antibiotika-Resistenz dieses mutierten Bakteriums ein sehr schönes Beispiel für die Evolutionsfähigkeit unserer Natur ist. Ohne Antibiotika in der Massentierhaltung hätte es dies Bakterium vermutlich so weit nicht schaffen können.
Auch wir Menschen entwickeln Antibiotika-Resistenzen, da wir am Ende der Nahrungsmittelkette stehen und die Produkte der pharmakontaminierten Massentierhaltung verzehren.
Ebenso muss mit dem Begriff "Bio" Aufklärungsarbeit geleistet werden: "Bio" in der heutigen Form ist das Ergebnis der Lobbyarbeit in Brüssel. Es ist weit weg von Assoziationen, wie "grundsätzlich gesund", "keine Zusatzstoffe" o.ä. Die Bio-Verordnung ist kaum verständlich. Bspw. darf ein "Bio-Bauer" bis zu 25% konventionell zufüttern, wenn er dies "angemeldet" hat. Dies muss später nicht deklariert werden. Ebenso ist Massentierhaltung erlaubt.
"Bio" heißt heute zu allererst: ich kann als Erzeuger und Händler höhere Preise verlangen und unaufgeklärte (weil viel zu komplexe EU-Verordnung) Verbraucher bezahlen reflexhaft gern mehr - bevorzugt Mütter.
Landwirte, die überzeugt von der gesunden Landwirtschaft sind, arbeiten schon heute ohne Chemie und Pharma. Sie liefern erstklassige, gesunde und geschmackvolle Produkte. Einige sind bspw. im Demeter-Verband zu finden.
Die Schwarz-Weiss-Denke und '80er Stereotypen des Artikel-Autors Hartmut Wewetzer ist eine Beschämung für den Journalismus.
Es ist nichts bewiesen und schon wieder wird auf Gemüse geschimpft und gleich die Gelegenheit genutzt Bio schlecht zu machen. Es liegt auf der Hand, dass Bio nicht gegen Gefahren aus der Umwelt gefeit ist, es gibt aber noch viel mehr Aspekte bei Bio außer der Qualität der Lebensmittel selbst.
Natürlich ist es auch nicht geklärt, ob das neue Ehec Bakterium durch Antibiotikaresistenzen begünstigt wurde, aber warum keinen Kommentar, der die Massentierhaltung anklagt, welche immer neue, resistente Keime hervorbringt?
Die Berichterstattung über das Thema ist einfach zum Verrückt werden.
....Massentierhaltung? Ja, sie ist unappetitlich, vermutlich unangenehm für die Tiere und die Gülle muss entsorgt werden. Andererseits können viele Menschen ihr zum Dank nicht nur am Sonntag ein Huhn im Topf haben. Viele bekommen nur Dank ihr überhaupt tierisches Eiweiß. Ist das schlecht?
....Massentierhaltung? Ja, sie ist unappetitlich, vermutlich unangenehm für die Tiere und die Gülle muss entsorgt werden. Andererseits können viele Menschen ihr zum Dank nicht nur am Sonntag ein Huhn im Topf haben. Viele bekommen nur Dank ihr überhaupt tierisches Eiweiß. Ist das schlecht?
das vermeintlich - Bio gleich gesund und gerade jetzt schwappt eine Krankheitswelle durch Gemüse übers Land - kann ich teilen.
Was mir jedoch aufstößt in dem Text:
1. Antibiotika sind gerade jene Mittel, die bei EHEC eben nicht eingesetzt werden. In der Hauptsache, wenn ich richtig informiert bin, werden Dialyseverfahren zur Unterstützung der Nierenfunktionen durchgeführt.
2. Beim untersuchten Sprossenhersteller wurden keine EHEC-Keime gefunden. Weshalb der Rückschluss, bio-hergestelltes Gemüse wäre nun ursächlich für die Ausbreitung der Infektion, völlig jeglicher (un-)aufgedeckten Kausalkette zuwiderläuft.
Die Forscher haben bisher die Quelle nicht gefunden. Wieso dann hier Stimmung gegen Bio-Gemüse gemacht wird, ist unverständlich.
Momentan verzichte ich auch auf den Einkauf inländischer und ausländischer Gemüsen. Weitere Stimmungsmach halte ich nicht nur für verfrüht, sondern auch unmoralisch.
Davon abgesehen, dass Antibiotika-Einsatz bei EHEC nicht sinnvoll ist, weist das Resistenzprofil von EHEC 0104:H4 daraufhin, dass er in konventionellen Viehbetrieben entstand, wo viele Antibiotika eingesetzt wurden.
In der Bio-Tierhaltung gibt es im gegensatz zur konventionellen tierhaltung keinen "vorbeugenden" antibiotikaeinsatz.
Was für EHEC besonders relevant ist: Hoher Kraftfutteranteil = viel EHEC.
Davon abgesehen, dass Antibiotika-Einsatz bei EHEC nicht sinnvoll ist, weist das Resistenzprofil von EHEC 0104:H4 daraufhin, dass er in konventionellen Viehbetrieben entstand, wo viele Antibiotika eingesetzt wurden.
In der Bio-Tierhaltung gibt es im gegensatz zur konventionellen tierhaltung keinen "vorbeugenden" antibiotikaeinsatz.
Was für EHEC besonders relevant ist: Hoher Kraftfutteranteil = viel EHEC.
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