Nissan NoteLittle Brother is watching you

Im Nissan Note wird Rangieren leicht: Eine Kamera überwacht das Umfeld. Die zweite Generation des Kleinwagens hat zudem eine neu entdeckte Eleganz. Von Elfriede Munsch von Elfriede Munsch

Die zweite Generation des Nissan Note

Die zweite Generation des Nissan Note  |  © Hersteller

Kleinwagen dürfen ruhig schick aussehen – das hat auch Nissan jetzt verstanden und seinem bisher eher vanartigen Note einen recht radikalen Imagewandel verordnet. Die zweite Generation, die im Herbst in den Handel kommt, ist nicht mehr schon auf den ersten Blick als praktischer Geselle auszumachen. Statt nur mit Raum will der Note mit eleganteren Formen überzeugen.

Optische Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger sucht man somit vergebens. Der fünftürige Note streckt sich zwar wie gehabt auf eine Länge von 4,10 Metern. An die Stelle der nüchternen Linien ist nun aber ein sportlich-modernes Design getreten, mit einer gefälligen Front und einem auffälligen Heck. Damit reiht sich der Nissan optisch in die Phalanx typischer neuer Kleinwagen mit Schrägheck ein. Der neue Note dürfte vor allem für Menschen interessant sein, denen der Micra zu sehr Frauenauto und der Juke zu extravagant ist.

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Für alle bisherigen Fans des Note: Das gute Raumnutzungskonzept ist geblieben. Für leichteres und bequemeres Einsteigen in den Fond lassen sich die hinteren Türen im Winkel von bis zu 90 Grad öffnen. Die Dachhöhe wurde im Vergleich zum Vorgänger leicht gesenkt, trotzdem punktet der Wagen weiterhin mit viel Platz für Passagiere und Gepäck. Praktisch sind die um 16 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbare Rückbank und der variable Ladeboden. Beides ist in der höchsten Ausstattungsstufe Tekna inbegriffen, ansonsten sind sie aufpreispflichtig. Mit ihnen variiert das Gepäckvolumen von 411 bis maximal 2.012 Liter.

Bei der Gestaltung des Interieurs hat Nissan aus den Erfahrungen mit dem Micra gelernt. Es gibt keine Kunststoffwüsten oder offensichtlich billiges Plastik, das den Blick des Betrachters erschaudern lässt. Die Materialauswahl geht in Ordnung, kleine Details erfreuen sogar. So sind die großen Bedienknöpfe für die Klimaanlage übersichtlich unterhalb des Displays rund um die zentrale Temperaturanzeige angeordnet. Die straff gespannten Sitze hinterließen auf ersten Testkilometern einen guten Eindruck.

Rundumsicht mit Weitwinkelkamera

Für Technikbegeisterte hat Nissan ein Bündel von Assistenzsystemen zusammengestellt. In der höchsten Ausstattungsvariante sind sie serienmäßig verbaut, für die mittlere Stufe sind 1.200 Euro Aufpreis fällig. Eine am Heck montierte, sich selbst reinigende Weitwinkelkamera erlaubt eine 360-Grad-Überwachung des Fahrzeugs und gibt ihre Informationen an elektronische Helfer weiter. Dann piepen und warnen ein Spurhalteassistent und Totwinkelwarner, wenn man die Fahrbahnmarkierung ohne Blinken überfährt beziehungsweise wenn man ein sich seitlich näherndes Fahrzeug zu übersehen scheint. Zum Glück kann man das Piepen auch ausschalten.

Akustisch weniger anstrengend ist die dritte von der Weitwinkelkamera angebotene Option. Sie überwacht auch den vom Fahrer nur schlecht einsehbaren Raum unmittelbar vor und hinter dem Fahrzeug und zeigt bei Geschwindigkeiten von bis zu 8 km/h an, wenn sich dort etwas bewegt.

Nissan macht sich anscheinend keine Illusionen über den Altersdurchschnitt der Note-Käufer. Offenbar ist nicht die hippe, noch in den Nackenmuskeln bewegliche Käuferklientel die Zielgruppe, sondern die Generation Gleitsichtbrille mit schon etwas steiferen Rückenwirbeln. Der bereits aus dem Kompakt-SUV Qashqai bekannte Around View Monitor (AVM) hilft hier weiter. Mithilfe von vier Kameras projiziert er eine Rundumansicht des Fahrzeugs von oben, zeigt sie im 5,8 Zoll großen Display und ermöglicht so ein leichteres Ein- und Ausparken oder das Rangieren in unübersichtlichen Lagen.

Leserkommentare
  1. 1. […]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion/jp

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    Ich hatte lediglich die Arbeit der Redaktion gemacht, deren Aufgabe es wäre, Quellen deutlich zu machen. Hier ist es mit "Spotpress" eine Agentur, die offentlichtlich im Industrieauftrag solche PR-Texte streut. Das gehört – ebenso wie bei "Press-Inform" – deutlich gekennzeichnet, damit der Leser sich danach richten kann.

  2. Ich hatte lediglich die Arbeit der Redaktion gemacht, deren Aufgabe es wäre, Quellen deutlich zu machen. Hier ist es mit "Spotpress" eine Agentur, die offentlichtlich im Industrieauftrag solche PR-Texte streut. Das gehört – ebenso wie bei "Press-Inform" – deutlich gekennzeichnet, damit der Leser sich danach richten kann.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[…]"
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    • RGFG
    • 03. Juli 2013 18:21 Uhr

    Weil es mir gerade auf Zeit Online so auffällt, dass so auf dem Thema herumgeritten wird: Wie stelle ich mir "...mich danach richten" denn jetzt konkret vor? Soll ich den Inhalt jetzt pauschal als unzutreffend ansehen?

    Verblüffend. Der Text auf WELT online ist FAST wortgleich. Ein Schelm wer sich dabei etwas denkt ...

    Danke an den originalen Kommentator für den Hinweis. Und kein Glanzstück der Zeit, diesen Kommentar zu z****^D^D^D^D entfernen.

  3. Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht und den Renaultnissandesignern zum Geburtstag einen Honda Jazz gekauft. Honi soit ...

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  4. Mit einer Länge von 4,20 m handelt es sich wohl nicht um einen Kleinwagen. Der Passat Kombi war vor 3 Generationen auch noch 4,20 m lang.

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    • RGFG
    • 03. Juli 2013 18:21 Uhr

    Weil es mir gerade auf Zeit Online so auffällt, dass so auf dem Thema herumgeritten wird: Wie stelle ich mir "...mich danach richten" denn jetzt konkret vor? Soll ich den Inhalt jetzt pauschal als unzutreffend ansehen?

  5. Verblüffend. Der Text auf WELT online ist FAST wortgleich. Ein Schelm wer sich dabei etwas denkt ...

    Danke an den originalen Kommentator für den Hinweis. Und kein Glanzstück der Zeit, diesen Kommentar zu z****^D^D^D^D entfernen.

  6. Es gibt nur noch wenige Autos dieser Klasse, die nicht so aussehen
    wie dieser "Neue" Note. Besonders nervend ist die notorisch miserable Rundumsicht der letzten 4 Jahrgänge nahezu aller Hersteller.

    Weil alle Fahrzeuge "Wie auf dem Sprung" aussehen sollen (Hintern in die Höhe, Kopf unten), sind die hinteren Seitenfenster kleiner und die letzte Säule oft so breit, dass sie einen toten Winkel schaffen. Klar, dass man für solch eine unzweckmässige Karosserieform Kameras gut gebrauchen kann, die nicht nur das Parken erleichtern.
    Wer sich ein Auto in dieser Preisklasse leistet, hat überwiegend praktische Bedürfnisse: Kompakt, aber mit gutem Raumangebot und guter Rundumsicht, weil man überwiegend im engen Stadtverkehr unterwegs ist.

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  • Schlagworte Nissan | Fahrzeug
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