Alfa Romeo 33 © Alfa Romeo

Der Alfa Romeo 33 trat vor 30 Jahren ein schweres Erbe an. Er sollte den sensationellen Verkaufserfolg des Alfasud übertreffen und zugleich dessen Qualitätsprobleme vergessen machen – viele Alfasud wurden vom vielleicht schnellsten Rosttod aller Zeiten dahingerafft.

Die nötige Distanz zum Vorgänger kam über die Bezeichnung des neuen Modells: Der vier Meter lange Fünftürer wurde mit einem Namen ausgestattet, der bei Motorsportenthusiasten glänzende Augen bewirkte. Schließlich zählte der legendäre Alfa Romeo Tipo 33 zu den glorreichen Gewinnern in der Geschichte der Sportwagen-Weltmeisterschaften.

Davon war der Trentatre des Jahres 1983 zwar Lichtjahre entfernt, aber die neue Limousine fuhr zumindest mit kräftig klingenden Boxermotoren vor, die in ihrem Segment eine Alleinstellung besaßen und die Alfisti erfreuten.

Das Rostproblem gab der Alfasud, der bis dahin meistverkaufte Alfa Romeo, glücklicherweise nicht an seinen Nachfolger weiter. Dieser rückte auch optisch radikal vom Alfasud ab. Mit kantigen Linien war er ein Kind seiner Zeit, unverwechselbar auch durch das Stummelheck, das bei den Varianten mit besonders leistungsstarken Motoren von einem mächtigen Heckspoiler gekrönt wurde.

Laufruhige Boxermotoren überraschten

Knapp eine Million Liebhaber fand der Alfa 33 in zwölf Jahren. Damit führte er die Mailänder Automarke in den begehrten Klub der millionenstarken Massenhersteller. Das war Balsam für die Seele der Alfa-Manager. Die hatten davor Kummer gelitten, nicht nur wegen des Alfasud, sondern auch wegen des Arna, einer missglückten Kleinwagen-Kooperation mit Nissan. Der Alfa 33 dagegen wurde von Publikum und Presse sofort begeistert aufgenommen.

Die heiser röhrenden Boxermotoren ließen sportliche Fahrleistungen zu und überraschten damit, dass sie bei höheren Touren – erst bei 7.000 Umdrehungen pro Minute griff der Begrenzer ein – ruhig wirkten. Für den Antrieb der Vorderachse bot Alfa anfangs einen 1,3 Liter großen Benziner mit 75 PS und einen 84 PS starken 1,5-Liter-Benziner an, ab 1986 ergänzte ein außergewöhnlicher Turbodiesel mit drei Zylindern (73 PS) das Programm. Der raue Lauf des genügsamen Diesels passte allerdings nicht zum sportiven Wesen des Alfa 33, und so wurde der Selbstzünder nur auf dem Heimatmarkt angeboten.