Triumph Trophy SEEin Tourer für Knöpfe-Fans

Die Triumph Trophy SE mag wuchtig wirken – Schwerstarbeit ist die Fahrt auf dem Motorrad nicht. Die vielen Schalter sind jedoch gewöhnungsbedürftig. von Heinz May

Triumph Trophy SE

Triumph Trophy SE  |  © SP-X

Im ersten Moment ist es ein kleiner Schock: was für ein Umstieg, was für ein Kontrast. Eben fegten wir noch mit der federleichten Street Triple R über die Straße. Umgestiegen auf die Triumph Trophy SE, haben wir jetzt 317 Kilo Trophy plus Gepäck und Sozia zu stemmen. Vorsichtig pirschen wir uns an die erste Kurve heran.

Und siehe da, schon nach der dritten flutscht es und wir wundern uns über die Leichtfüßigkeit dieses Trumms. Die mächtige Triumph lässt sich, einmal in Bewegung, recht willig in Kurven steuern oder bei Schrittgeschwindigkeit ums Eck lenken. Das liegt unter anderem am Dreizylindermotor des Motorrads, der jederzeit genug Leistung bereithält. So entpuppt sich die vermeintliche Schwerstarbeit schließlich als recht einfache Übung. Nur Rangieren sollte man möglichst vermeiden.

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Doch beginnen wir am Anfang. Wenn die große Reisemaschine aus England vor einem steht und die Garage fast alleine füllt, fragt man sich, ob die Fahrt zum Spaß werden kann. Zudem muss man die vielen Schalter, Wippen und Knöpfe kennenlernen, die sich rechts und links am Lenker stauen. Mit ihnen fährt der Fahrer die Frontscheibe hoch oder runter, bedient das Radio, den Tempomaten, den Bordcomputer, die Griffheizung, das elektronisch einstellbare Fahrwerk… noch was? Ach ja, Gas geben, Kuppeln, Blinken und Bremsen müssen von den beiden Händen auch noch erledigt werden.

Der Fahrer sollte sich schon sehr vorsehen, dass er über dieser Tastenschwemme den Verkehr nicht vergisst. Denn allein im Bordcomputer können nicht nur alle möglichen Angaben zu Verbrauch und Reichweite abgelesen werden. Man kann zudem das Fahrwerk verstellen – auch während der Fahrt. Zur Wahl stehen Standard, Comfort und Sport. Der Beladungszustand des Tourers lässt sich ebenfalls angeben, um die Federung zu verändern, allerdings nur im Stand. Hier stehen die Modi Solo, Solo/Gepäck und Soziusbetrieb zur Verfügung.

Kurzanleitung nötig

Zumindest am Anfang bekommt man das alles ohne Kurzanleitung nicht hin. Praktischerweise lässt sich diese im automatisch verschließenden Staufach in der Verkleidung unterbringen. Doch während die Bedienung irgendwann gelernt sein dürfte, bleibt ein anderes Problem: Unsere Finger wachsen nicht mehr. Darum bleibt es bei so vielen Tasten und Schaltern nicht aus, dass nicht alle erreichbar sind, ohne die Hand von den Griffen zu nehmen. Am meisten ärgerten wir uns über den Einschaltknopf für den Tempomat, der jenseits der Reichweite des rechten Daumens liegt.

Die Wucht der Trophy SE beruht freilich auch auf ihrer serienmäßigen Ausstattung mit Koffern, die selbst einen Helm aufnehmen können. Die Koffer sind Triumph-typisch schwingend aufgehängt; das hat den Vorteil, dass man sie ruckzuck angesteckt und abgenommen hat. Dazu nötig ist nur der Zündschlüssel. Das Topcase kostet extra.

Leserkommentare
  1. ... aber bei 200 KG hört für mich ein Motorrad auf und es beginnt eine Vorstufe des Automobils.

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    Na ja ich würde das nicht zwingend am Gewicht von 200 kg festmachen. Die meisten Maschinen haben ein Leergewicht von über 200 kg. Selbst die BMW RR als Sportler hat schon 202 kg. Die Suziki Hayabusa hat über 250 kg.

  2. Na ja ich würde das nicht zwingend am Gewicht von 200 kg festmachen. Die meisten Maschinen haben ein Leergewicht von über 200 kg. Selbst die BMW RR als Sportler hat schon 202 kg. Die Suziki Hayabusa hat über 250 kg.

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    Antwort auf "Tut mir leid,"
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    ... sind mir Motorräder wie z. B. eine KTM 990 SuperDuke mit gerade mal 185 Kilo einfach lieber.

  3. Graues Mopped, schwarzer Fahrer. Genau wie es immer empfohlen wird, damit man besser gesehen wird.

    2 Leserempfehlungen
  4. ... sind mir Motorräder wie z. B. eine KTM 990 SuperDuke mit gerade mal 185 Kilo einfach lieber.

    Antwort auf "Gewicht"
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    ... verkaufe ich gerade meine 1250er Bandit.

    Na ja die Super Duke hat 186 kg LEER, das heisst auch ohne Sprit. Normalerweise wird hier das Leergewicht fahrbereit zu Grunde gelegt ( macht ja auch Sinn mit Ihren 186 kg kommen sie nämlich keinen Meter weit, es sei den Sie schieben :) ) Somit kommt die gute Duke auch über 200 kg.

    Ist aber auch relativ egal. Ich finde es gut das es so eine Vielfalt an Maschienen gibt. Für jeden Geschmack was dabei. Ich mag mein Schnabeltier ( 1200GS ) und wills auch nicht mehr hergeben.

  5. ... verkaufe ich gerade meine 1250er Bandit.

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    Antwort auf "Genau deshalb"
  6. Es ist immer wieder interessant zu sehen, dass alles, was nicht dem eigenen Geschmack und selbst definierten Wertebereich entspricht, abfällig kommentiert wird. Es soll doch jeder mit dem glücklich werden, was ihm gefällt. Oder?

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    Das hier alle nur noch "gefällt mir" schreiben?
    Hier hat doch niemand die Auffassung vertreten, daß alle, die eine Triumph Trophy SE gut finden, doof sind.
    Es gibt halt Leute, die solche schweren Karren nicht mögen und dieses zum Ausdruck bringen.
    Nix dabei, oder? Ist m. E. völlig legitim. Schließlich sind wir hier nicht bei Facebook.

  7. Das hier alle nur noch "gefällt mir" schreiben?
    Hier hat doch niemand die Auffassung vertreten, daß alle, die eine Triumph Trophy SE gut finden, doof sind.
    Es gibt halt Leute, die solche schweren Karren nicht mögen und dieses zum Ausdruck bringen.
    Nix dabei, oder? Ist m. E. völlig legitim. Schließlich sind wir hier nicht bei Facebook.

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    ... feed the troll ;-)

    >>Was erwarten Sie?
    >>Das hier alle nur noch "gefällt mir" schreiben?
    Das wäre allerdings ziemlich langweilig. Ich gebe offen zu, dass ich in ihrem ersten Beitrag das "für mich" aus Schluderigkeit überlesen und daher etwas falsch interpretiert habe. Sorry dafür! ;-)

    Der Grund, warum ich fälschlicherwiese etwas gallig reagiert habe, liegt darin, dass unter vielen Motorradfahrern eine Art Zickenkrieg zu herrschen scheint, der mir schon länger sauer aufstößt. Da wird dann oft der eigene Geschmack zum Maß aller Dinge erklärt und alles, was nicht vom Gewicht, der Leistung, dem Hubraum, dem Baujahr her in die eigene Schablone passt, verliert automatisch die Definition "Motorrad". Das finde ich schlicht und ergreifend schade, denn letztendlich teilen wir doch alle ein tolles Hobby - Der eine so, der andere so! Mir persönlich ist es völlig schnuppe, ob jemand mit einer MV Agusta oder einer GoldWing durch die Lande fährt.

    Die Linke freundlich zum Gruß! 8)

  8. ... feed the troll ;-)

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    Antwort auf "Was erwarten Sie?"

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