Peugeot 308Der Löwe lebt

Die positivste Überraschung des Herbstes kommt vom angeschlagenen Autobauer PSA: Der Peugeot 308 besteht mit Design und Fahrleistung locker gegen deutsche Konkurrenz. von Peter Eck

Peugeot 308

Peugeot 308  |  © Hersteller

Totgesagte leben länger. Während nicht wenige "Fachleute" schon seit zwei Jahren das jederzeit bevorstehende Ende des PSA-Konzerns prophezeien, bringen Citroën und Peugeot munter neue Modelle auf den Markt. Vom 21. September an ist in Deutschland der Peugeot 308 zu haben. Im Hinblick auf Design, Innenausstattung und Raumausnutzung sowie Leichtbau setzt der französische Golf-Konkurrent gleich mehrere Ausrufezeichen.

Der zunächst nur mit Schrägheck erhältliche Fünftürer ist im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 140 Kilogramm leichter geworden. Zugleich hat Peugeot dem Branchentrend widerstanden, Modelle immer größer werden zu lassen: Der neue 308 ist mit 4,25 Metern Länge drei Zentimeter kürzer als die erste Generation, und fünf Zentimeter flacher ist er jetzt auch. Den geringeren Platz im Fahrzeug nutzt Peugeot indes optimal aus.

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Der Kofferraum fällt mit einem Fassungsvermögen von 420 Litern gemäß VDA-Norm – PSA kommt nach der eigenen Messmethode auf 470 Liter – für ein Fahrzeug in dieser Klasse nachgerade riesig aus. Das geht zwar ein wenig zu Lasten des Fonds, wo das Platzangebot nur durchschnittlich ist, dafür sitzen Fahrer und Beifahrer fürstlich.

Kleines Lenkrad eher Spielerei

Vom kleineren Schwestermodell 208 hat der 308 das tief stehende Lenkrad übernommen. Der Fahrer schaut hier nicht durch den Kranz auf die Instrumente, sondern über den sehr kleinen Volant hinweg. Das soll angeblich den Blickwechsel zwischen Straße und Instrument erleichtern. Wir können das nach ersten Testfahrten nicht bestätigen, allerdings stört das Go-Kart-ähnliche Lenkrad auch nicht weiter.

Neben der sorgfältigen und im Detail geradezu liebevollen Verarbeitung fällt vor allem der fast zehn Zoll große Bildschirm ins Auge. Er wirkt ebenfalls sehr hochwertig – und sorgt zudem für ein ausgesprochen aufgeräumtes Gesamtambiente. Der Grund: Über den Bildschirm werden auch die Klimaanlage und das Infotainment-Angebot gesteuert, was für wenige Knöpfe und Schalter im Cockpit sorgt.

So edel wie der Innenraum wirkt auch das Außendesign des 308. Von hinten erinnert er sogar ein wenig an den Audi A3 und bei der Seitenführung könnte der VW Golf Pate gestanden haben. Nur in der Frontansicht ist der 308 wirklich originär ein Peugeot. Die Motorhaube mit dem zwischen zwei Falzen angeordneten Löwen unterstreicht das neue Markengesicht, und der chromgefasste Kühlergrill ist deutlich zurückhaltender als im etwas großmäuligen alten 308.

Leserkommentare
    • RGFG
    • 09. September 2013 19:01 Uhr

    Mein erster Eindruck war allerdings eher "Irgend-ein-Auto"-Design.

  1. ... " sorgfältige[n] und im Detail geradezu liebevolle[n] Verarbeitung" ist uns schon in unserem Citroën C4 Picasso wohltuend aufgefallen, zumal sie, wir wir feststellen, durchaus Langzeit-Qualität hat. Übrigens: Den erwähnten 155-PS-Motor (soviel ich weiß, eine BMW-CoOp ...) fahren wir im Picasso mit der 6-Gang-DSG-Automatik. Da hat uns der Verbrauch auf den ersten 13000 Kilometern schon "enttäuscht", liegt er doch mit 6,8 Litern/100 Kilometer stolze 0,1 Liter über der Normangabe (6,7 l/100 km).

    3 Leserempfehlungen
    • Hadrius
    • 10. September 2013 10:35 Uhr

    Der 308 war auch vorher kein schlechtes Fahrzeug - das hat aber nei gereicht, um sich in D an den Hiematmarken vorbeizudrücken.

    Da gibt es ja nicht nur den (teuren) Golf sondern auch den Focus und Astra mit echten Kampfpreisen im Handel.

    Dazu die attraktiven Koreaner, in der Liste schon günstig, im Markt noch billiger

    Was beim 308 fzum Eroberre fehlt, ist etwas, was die anderen nicht bieten

  2. ein passender Kommentar zu diesem wirklich hübschen und hochwertigen Auto. Hoffentlich schafft es Peugot.

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Peugeot | Design | Frankreich
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