Ein neues Modell des Volkswagen Tiguan während einer Präsentation in Jakarta, Indonesien © Romeo Gacad/AFP/Getty Images

Europas größter Autobauer Volkswagen hat eine der größten Rückrufaktionen in der Konzerngeschichte veranlasst. Weltweit gibt es Qualitätsprobleme bei gut 2,6 Millionen Fahrzeugen. Unter anderem müssen 800.000 Tiguan zu Reparaturen am Licht zurück in die Werkstätten, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Darüber hinaus meldete VW, freiwillig einen Ölwechsel für weltweit alle Fahrzeuge mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetrieben anzubieten, die mit synthetischem Öl befüllt sind. Davon betroffen seien 1,6 Millionen Autos über fünf Konzernmarken hinweg, sagte ein Sprecher. Zusätzlich berichtete die VW-Nutzfahrzeugtochter, 239.000 Amaroks wegen undichter Kraftstoffleitungen zurückzurufen. Details waren zunächst unklar.

Bei der kompakten Geländelimousine Tiguan sind die Fahrzeuge mit Baudaten von Anfang 2008 bis Mitte 2011 betroffen, allein in Deutschland knapp 150.000 Wagen. Auslöser der Rückrufaktion ist eine mangelhafte Sicherung, die zum teilweisen Ausfall des Lichts führen kann. Die Gefahr eines kompletten Ausfalls besteht Volkswagen zufolge aber nicht. 

Beim Doppelkupplungsgetriebe (DSG) schlägt sich Volkswagen seit geraumer Zeit mit Problemen herum. In China gab es schon DSG-Rückrufe, die die Bilanz des Autobauers mit millionenschweren Rückstellungen belasteten.

Beim Offroader Amarok sind in Deutschland 12.359 Wagen von der aktuellen Rückrufaktion betroffen. Der Rückruf gelte für alle bis Juni dieses Jahres gebauten Amaroks, erklärte VW. Welche Folgen der Mangel an den Spritleitungen schlimmstenfalls haben kann, etwa ob Brände ausgelöst werden können, blieb zunächst unklar.