Die Lufthansa will den Tarifstreit mit den Piloten mit einer Schlichtung beenden. Der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sei ein Schlichtungsangebot zum umstrittenen Punkt der Übergangsversorgung unterbreitet worden, sagte Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens. Cockpit habe noch nicht geantwortet. Ein Schlichter sei deshalb noch nicht benannt worden.

Volkens sagte, Lufthansa bleibe dabei, dass das Unternehmen keine allein arbeitgeberfinanzierte Übergangsrente wolle für Piloten, die jetzt in den Beruf eintreten. Es solle aber das Angebot der Vereinigung Cockpit zur Deckelung der Kosten ausgelotet werden.

Die Vereinigung Cockpit hat für den Donnerstag erneut zu einem Streik aufgerufen. Er betrifft Langstrecken- sowie Frachtflüge und soll von 3.00 Uhr bis Mitternacht andauern. Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings sowie Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa sollen demnach nicht betroffen sein. 

Neue Billig-Fluglinie Eurowings

Es wäre der mittlerweile zehnte Streik der Flugzeugführer in diesem Jahr. Die Piloten kämpfen für die Beibehaltung ihrer Frührente sowie gegen die Pläne der Konzernleitung für neue Billig-Airlines.

Die Lufthansa hat unterdessen die Pläne für eine neue Billig-Langstrecken-Fluglinie konkretisiert: Eurowings soll die Fluglinie heißen. Geplant sei der Start ab Ende 2015 mit drei Flugzeugen ab Köln – später solle die Flotte auf sieben Maschinen erweitert werden. Der Aufsichtsrat habe für das Konzept der Airline grünes Licht gegeben, sagte Konzernchef Carsten Spohr.