Sieht stark aus, fährt auch noch elektrisch. Das "Wooden-E-Bike" erscheint leider erst im Frühjahr 2015. © Fabrizio Bensch/Reuters

Die Zukunft surrt und fährt auf zwei Rädern. Pedelecs und E-Bikes stehlen mit der Leichtigkeit ihres Vorankommens jedem noch so chicen Kleinwagen die Show. Das hat schon viele Deutsche überzeugt: Laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) sind hierzulande aktuell schon rund 1,8 Millionen Elektrofahrräder unterwegs, und der ZIV erwartet weiter steigenden Absatz.

Für alle, die noch grübeln, ob ein Elektrofahrrad auf dem Weihnachtswunschzettel Sinn ergibt, haben wir sieben Gründe gesammelt, ein E-Bike zu verschenken – oder sich selbst zu gönnen.

1. Ein E-Bike ist günstig!

Ein solides Marken-Pedelec kostet mindestens 1.800 Euro. Das erscheint vielen als zu teuer. So viel Geld für ein Fahrrad? In der Tat ist die Anschaffung recht kostspielig, doch das sollte niemanden abschrecken. In gewisser Weise kauft man sich ein großes Stück neue Freiheit. Der Aktionsradius wird größer, man fährt weiter als mit einem normalen Fahrrad. Und im Vergleich zu einem gebrauchten Kleinwagen für 2.000 Euro kostet ein E-Bike einen Bruchteil im Unterhalt. Das Umweltbundesamt hat ausgerechnet: Für eine 100-Kilometer-Strecke fallen bei einem üblichen Benziner rund zwölf Euro an Energiekosten an – beim Pedelec sind es für die gleiche Distanz 25 Cent.

2. Ein Pedelec braucht wenig Platz!

… und ist oft schneller als ein Pkw, vor allem bei täglich gefahrenen Strecken im stockenden Berufsverkehr. Dort sind Autos in der Regel eine grandiose Platzverschwendung: Der Großteil der Fahrzeuge bietet Platz für vier oder fünf Personen, meist sitzt aber nur eine Person im Wagen. Kein Wunder, dass Staus und verstopfte Straßen die Folge sind. Ein E-Bike braucht viel weniger Platz. Auf einen 12,5 Quadratmeter großen Autoparkplatz passen zehn Elektroräder. Wie war das mit der Suche nach einem Parkplatz fürs Auto in der Stadt?

3. Pedelec fahren ist immer noch Rad fahren!

Der Motor im Elektrofahrrad verstärkt lediglich die Tritte des Fahrers in die Pedale, es fährt nicht von allein. Ein Pedelec ist schließlich kein Roller. Die Beine müssen in Bewegung bleiben, zumindest, solange es nicht bergab geht. Je nach Einstellung des Motors kann E-Biken auch ziemlich anstrengen, nur eben mit einem beruhigenden Vorteil: Reicht die eigene Muskelkraft nicht mehr aus, muss man nicht absteigen und schieben. Sondern kann die Unterstützung des Elektromotors eine Stufe höher drehen. Aus unbezwingbaren Bergetappen werden dann nur noch leichte Steigungen. Alles easy – nur die Beine müssen trotzdem noch bewegt werden.

4. Ein E-Bike motiviert!

Besitzer eines E-Bikes nutzen ihr Zweirad häufiger – etwa für Fahrten ins Büro – als diejenigen, die ein herkömmliches Rad ihr Eigen nennen. Das ergaben verschiedene Studien unter anderem aus den Niederlanden und Österreich. Pedelecs können speziell auf Strecken unter zwanzig Kilometern also nicht nur den sonst aus Bequemlichkeit genutzten Pkw ersetzen, sondern sie motivieren auch mehr als normale Fahrräder. Im Endeffekt ist der E-Biker somit auch umweltfreundlicher unterwegs als jemand mit einem selten genutzten Fahrrad, dem das Auto vorgezogen wird.