Das neue Smart Fortwo Cabrio © Hersteller

Auch kleine Autos kennen Superlative: Der offene Smart Fortwo ist noch immer das kleinste Serien-Cabriolet der Welt. Gerade in der Stadt kommt man mit dem nur 2,69 Meter kurzen Zweisitzer wunderbar durch den Alltag. Der Fortwo ist extrem wendig, enge Gassen und kurze Parklücken meistert er wie kein zweites Auto. Scheint dann noch die Sonne ins offene Cockpit, verdoppelt sich die Laune gleich. Summer in the City. Wo, bitte, gibt's den nächsten Latte macchiato?

Für Smart-Chefin Annette Winkler ist das Cabrio die "lifestyligste" Variante im Smart-Programm. "Der Schwerpunkt liegt hier klar auf Lebensfreude in der Stadt, dafür ist das Cabrio ausgelegt", sagt Winkler. Erkannt haben diese Eigenschaften bereits mehr als 220.000 Menschen. So viele Cabrios hat Smart von den beiden Vorgänger-Generationen weltweit verkauft.

Dabei hätte es auch ganz anderes kommen können. Noch vor wenigen Jahren stand es nicht gut aus um die kleine Daimler-Tochter. Vorstandschef Dieter Zetsche war bei seinem Amtsantritt 2006 fast gezwungen, für die Marke aufgrund der angehäuften Verluste den Daumen zu senken. "Das war finanziell damals schon eine signifikante Belastung", sagte Zetsche vor wenigen Wochen auf der Detroit Auto Show.

Der richtige Schub kam mit der dritten Generation. Sie wurde gemeinsam mit Renault entwickelt und ist seit November 2014 auf dem Markt. Vergangenes Jahr verbuchte Smart mit 68 Prozent den größten Zuwachs aller in Deutschland angebotenen Automarken. Daran, dass die Absatzkurve auch künftig nach oben geht, zweifelt im Moment niemand. Immer mehr Menschen leben in Städten, und das Konzept des Kleinstwagens ist stimmig und clever. Der Smart passt in die Zeit: Weniger ist mehr, ohne Verzicht auf Komfort und Sicherheit. Dicke Angeber-Autos überlässt der Smart-Fahrer neidlos und mit einem Lächeln anderen.

Das neue Fortwo Cabrio, das ab März erhältlich ist, hält am Verdeck-Prinzip des Vorgängers fest: Per Knopfdruck lässt sich das Dach in wenigen Sekunden zurückfahren – und dies auch während der Fahrt und sogar bis zur Höchstgeschwindigkeit. Wer vom Tisch im Straßen-Café aus bereits das Verdeck bewegen möchte, um schon mal zu lüften, kann dies per Fernbedienung über den Schlüssel tun.

Um das Cabrio allerdings eine Stufe weiter zu öffnen, muss die Zündung eingeschaltet sein und ein Kippschalter auf der Mittelkonsole betätigt werden. Dann legt sich das zusammengefaltete Verdeck inklusive der Glasheckscheibe nach hinten unten ab. Stufe drei der Offenheit: Die seitlichen Dachholme lassen sich mit einem Doppelklick aushaken und in einem speziellen Fach in der Heckklappe verstauen. Ein bisschen Handarbeit also, bevor es mit dem Frischluft-Vergnügen losgeht.