Ein VW-Bulli in Hannover © dpa/Julian Stratenschulte

Frage: Darf ein Cabriolet, Wohnmobil oder Motorrad mit Saisonkennzeichen auch außerhalb des Gültigkeitszeitraums am Straßenrand oder einem öffentlichen Parkplatz abgestellt werden?

Ein Cabriolet mit Stoffdach mag keinen Schnee, mancher Oldtimer-Liebhaber fährt am liebsten im Frühling an den Gardasee und viele Motorradfahrer holen ihr Zweirad nur im Sommer aus der Garage. Wer sein Fahrzeug nicht das ganze Jahr über nutzt, kann mit einem Saisonkennzeichen Geld sparen.

Erkennbar sind Saisonkennzeichen daran, dass hinter der Erkennungsnummer übereinander angeordnet der erste und letzte Monat des Gültigkeitszeitraums angegeben ist und die Ziffern durch einen waagerechten Strich voneinander getrennt sind. Der Zulassungszeitraum ist zwischen zwei und elf Monaten innerhalb eines beliebigen Zwölfmonatszeitraums frei wählbar.

"Außerhalb des Betriebszeitraumes darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen geführt oder abgestellt werden", sagt Florian Schmidtke, Fachanwalt für Verkehrsrecht in München. Das ist in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV, § 9 Abs. 3 S. 5) festgelegt. "Verstöße dagegen können als Ordnungswidrigkeiten verfolgt und geahndet werden. Nach Ablauf des Betriebszeitraumes muss ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen aus dem ruhenden und fließenden Verkehr völlig verschwinden", sagt Schmidtke. Ausnahmen gibt es beispielsweise nur für Fahrten zur Abmeldung und bei Rückfahrten nach Abstempelung des Kennzeichens, so der Anwalt.

Wer keinen privaten Abstellplatz für sein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen hat und beispielsweise einfach einen öffentlichen Parkplatz nutzt, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen.