Die Deutsche Flugsicherung warnt vor den Gefahren durch von Hobbypiloten gesteuerte Drohnen. In diesem Jahr hat die Behörde 63 Behinderungen durch die Fluggeräte gezählt, teilte die Behörde der ZEIT mit. Das sind fünfmal mehr als im vergangenen Jahr. Besonders betroffen ist der Frankfurter Flughafen, gefolgt von Köln/Bonn und München.

Flughäfen sollen durch ein Spezialradar geschützt werden. Denn auf dem normalen Flughafenradar sind kleine Drohnen nicht zu erkennen – "ein Albtraum für jede Flugsicherung", sagt Klaus-Dieter Scheurle, Chef der Deutschen Flugsicherung. "Wir müssen wissen, wer am Himmel unterwegs ist." Er fordert deshalb, alle Drohnen in einer Datenbank zu registrieren und bei jedem Start zu identifizieren.

Auch Terroristen könnten Drohnen nutzen. Möglich wären etwa Angriffe auf Fußballstadien, sagt Andrew Han vom Frankfurter Abwehrsystemanbieter Antidrones. "Eine Bombe wäre gar nicht nötig, um dort eine gefährliche Massenpanik auszulösen. Eine aufgerissene Mehltüte unter der Drohne würde schon reichen, denn niemand wäre in der Lage, das weiße Pulver auf Anhieb als harmlos zu identifizieren." Die Frankfurter Commerzbank-Arena hat deswegen ein 250.000 Euro teures Abwehrsystem bestellt. Anfang 2017 soll es betriebsbereit sein.