Der deutsche Autohersteller Volkswagen muss im Zuge des Abgasskandals weitere Strafzahlungen leisten. Mehr als 157 Millionen Dollar werden in einem Vergleich an zehn US-Bundesstaaten gezahlt, teilte das Unternehmen mit. Unter den US-Staaten sind unter anderem Oregon, Pennsylvania und Vermont. Mit dem Vergleich legt das Unternehmen Klagen wegen Verstößen gegen die Umwelt- und Verbraucherschutzgesetze bei.

Volkswagen hatte bereits im Juni vergangenen Jahres mit 44 US-Bundesstaaten eine Vereinbarung über die Zahlung von 603 Millionen Dollar erzielt. Der damalige Deal schloss nach Angaben des Unternehmens jedoch Entschädigungsforderungen nicht ein, die sich auf Dieselmodelle mit Drei-Liter-Motor bezogen.

Diese Forderungen werden den Angaben zufolge durch die jetzt erzielte Zusatzvereinbarung mit den Staaten Connecticut, Delaware, Maine, Massachusetts, New York, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washington beglichen. Volkswagen schloss zudem einen Deal mit dem US-Justizministerium, um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen. 4,3 Milliarden Dollar zahlte Volkswagen in dem Vergleich an das Justizministerium. Zudem musste sich VW vor einem US-Gericht formell wegen Betrugs schuldig bekennen. Insgesamt kostet die Wiedergutmachung der Diesel-Affäre Volkswagen in den USA bis zu 25 Milliarden Dollar.

Auch strafrechtlich ist der Skandal für Volkswagen in den USA längst nicht abgehakt. Sechs VW-Manager werden formell von der US-Justiz beschuldigt, an den Manipulationen der Abgaswerte beteiligt gewesen zu sein. Einer von ihnen wurde im Januar während seines Urlaubs in Florida festgenommen. Er wartet in der Haft auf seinen Prozess.