Die USA verschärfen ihre Sicherheitsbestimmungen für bestimmte Flüge aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Dies berichten eine Reihe von Medien, darunter der US-Nachrichtensender NBC, das Magazin Wired sowie die Nachrichtenagenturen AP und Reuters unter Berufung auf entsprechende Pläne der Transportsicherheitsbehörde (TSA) und des Heimatschutzministeriums. Demnach dürfen betroffene Passagiere größere elektronische Geräte nicht mit an Bord nehmen. Tabletcomputer, DVD-Spieler, Laptops und Kameras müssten vielmehr mit dem aufgegebenen Gepäck befördert werden. Mobiltelefone sind demzufolge nicht betroffen.

Nach Informationen des Senders und der Agenturen soll die neue Vorgabe unbefristet gelten und an diesem Dienstag vom Heimatschutzministerium bekanntgegeben werden. Anlass sei eine nicht näher ausgeführte Terrorgefahr, von der die Regierung vor einigen Wochen erfahren habe. Dem US-Sender CNN zufolge basiert sie auf Informationen, an die US-Spezialkräfte bei einem Einsatz im Jemen gelangt sein sollen. Es gehe um die Extremistenorganisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Ein US-Bundesbeamter sprach laut NBC von "einer Anpassung auf Grundlage einer Bedrohungsanalyse".

Von der Regelung sind acht bis zehn nichtamerikanische Airlines sowie zehn Flughäfen in acht Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas betroffen. Nach Angaben von AP sind davon Direktflüge von den Flughäfen in Ägyptens Hauptstadt Kairo, Jordaniens Hauptstadt Amman, Kuwait-Stadt, der Stadt Casablanca in Marokko, Katars Hauptstadt Doha und Istanbul betroffen. Außerdem werde das Verbot für direkte Flüge in die USA von den Flughäfen in Riad und Dschidda in Saudi-Arabien sowie Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten angewendet.

In einem mittlerweile wieder gelöschten Tweet hatte auch die jordanische Flugline Royal Jordanian die US-Maßnahme publik gemacht und ihre Passagiere darüber informiert, dass elektronische Geräte wie beispielsweise Laptops, Tabletcomputer, Kameras und Spielkonsolen bei Flügen von und in die USA im Handgepäck künftig nicht mehr erlaubt seien. Handys und medizinisch notwendige Geräte seien davon ausgenommen, die Anordnung trete am 21. März in Kraft.

Das Verbot der elektronischen Geräte tritt nur einen Tag vor einem Treffen der von den USA angeführten Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Washington in Kraft. Zu diesem sollten auch hochrangige Regierungsvertreter aus arabischen Länder anreisen.