Apple kann in Kalifornien selbstfahrende Autos auf öffentlichen Straßen testen. Die zuständige Behörde in dem US-Bundesstaat machte die Erlaubnis am Freitag öffentlich. Apple bestätigte, dass es mit Tests in Kalifornien beginnen werde. Wann genau die Versuche aufgenommen werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Es ist ein erstes öffentliches Bekenntnis von Apple, künftig im Bereich autonomes Fahren mitmischen zu wollen. Zuvor gab es nur einen Brief des Technologiekonzerns an die US-Verkehrsbehörde NHTSA, um sich bei Richtlinien für selbstfahrende Autos einzubringen.

Der Smartphone-Hersteller ist bereits das dreißigste Unternehmen, das eine Lizenz zum Test auf öffentlichen Straßen in Kalifornien erhält. Kalifornien ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Auch Apples Konkurrent, der Internetkonzern Google, forscht zu autonomem Fahren und testet seine Autos auf kalifornischen Straßen.

Viele bekannte Autohersteller besitzen ebenfalls eine Testlizenz. Dazu gehören auch die deutschen Marken Volkswagen, Mercedes-Benz und Bosch. Aber auch Ford, General Motors und der Elektroautohersteller Tesla sind für die Teilnahme am kalifornischen Testprogramm zugelassen.

Auch in Deutschland testen Automobilhersteller wie Audi oder Daimler ihre selbstfahrenden Modelle bereits auf Autobahnen. Ende März verabschiedete die Bundesregierung eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, die künftig auch in Serienfahrzeugen auf öffentlichen Straßen technische Systeme zulässt, die die Steuerung des Autos zumindest zeitweise übernehmen. Damit brauchen die Unternehmen zum Testen von selbstfahrenden Fahrzeugen keine Sonderlizenz mehr.

Die Politik verspricht sich von solchen Fahrzeugen weniger Unfälle und weniger Staus. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nennt das computergesteuerte Fahren gar "die größte Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Automobils".