Manche Hersteller nervt es, bei jedem neuen Angebot in der Kompaktklasse auf den VW Golf angesprochen zu werden. Egal, ob man etwas ganz anders oder genau so macht wie der Klassenprimus aus Wolfsburg. Markus Schrick sieht das lockerer: "Wir wollen die Alternative zum Volkswagen sein, ganz klar", sagt der Deutschland-Geschäftsführer von Hyundai. In der europäischen Entwicklungszentrale in Rüsselsheim nennt man die Neuauflage des i30 sogar selbstbewusst "New People's Car" – neuen Volkswagen also.

Ähnlich selbstbewusst sind auch die Preise, die Hyundai für den seit Ende Januar erhältlichen i30 aufruft. Mindestens 17.450 Euro verlangen die Koreaner für ihr fünftüriges Kompaktmodell in Verbindung mit einem 73 kW (100 PS) starken 1,4-Liter-Benziner. Gegenüber dem Vorgängermodell stiegen die Kosten für die Einstiegsvariante um rund 1.300 Euro.

Allerdings erhalten Kunden nun in der dritten Generation nicht nur ein deutlich gefälligeres Fahrzeug. Hyundai hat auch bei der Sicherheit aufgerüstet. Serienmäßig gehören Assistenten fürs Fernlicht, zum Spurhalten und zur Überwachung der Aufmerksamkeit dazu. Ein City-Notbremshelfer ist sowieso an Bord, eine Voraussetzung zur Erreichung der 5-Sterne-Bewertung beim NCAP-Crashtest. Zudem will der i30 im Kompaktwagensegment mit modernen Infotainmentsystemen überzeugen.

Viele Assistenzsysteme gegen Aufpreis

Dann bleibt es aber nicht bei den knapp 17.500 Euro. Zwar knausert auch die Basisvariante bei der Komfortausstattung nicht, doch der Trend geht wie bei anderen Herstellern zu höheren Komfortniveaus. Die meisten Kunden werden sich wohl für eine der beiden mittleren Ausstattungsvarianten Trend oder Style entscheiden.

Als Trend hat der i30 unter anderem ein beheizbares Lederlenkrad, vordere und hintere elektrische Fensterheber sowie Sitzheizung und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Beim Style gehören 17-Zöller, die dem Fahrzeug eine gediegene Optik verleihen, zum Serienumfang. Dazu kommen Chromeinlagen im nun kleineren kaskadenförmigen Kühlergrill, eine Rückfahrkamera, LED-Rückleuchten, eine Zwei-Zonen-Klimaanlage, ein fünf Zoll großer Touchscreen sowie eine kabellose Lademöglichkeit für Smartphones.

Elektronische Helfer wie Totwinkel- oder Frontkollisionswarner, Verkehrszeichenerkennung oder Querverkehrshelfer gibt es für den Style gegen Aufpreis. Wer noch ins Navigationssystem investiert (je nach Ausstattungsstufe 1.300 oder 750 Euro), erhält außer dem Wegfinder auch ein Acht-Zoll-Display sowie die Anbindung von Smartphones via Android oder AppleCar. Oder man ordert gleich das Top-Komfortniveau. Hier ist fast alles an Bord, was Hyundai im Angebot hat inklusive einem autonomen Notbremsassistenten und adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage.