Toyota hat in Japan ähnliche Smart-Home-Konzepte mit der konzerneigenen Hausbautochter entwickelt. Und auch wenn Deutschland eher nicht mit Naturkatastrophen vergleichbarer Größenordnung rechnen muss, gibt es hier ebenfalls solche Ansätze. Der Autohersteller Daimler stellte im Rahmen der Forschungsinitiative Schaufenster Elektromobilität zwei Smart Fortwo Electric Drive und zwei Smart-E-Bikes für das Aktivhaus B10 in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung zur Verfügung. Der Smart lädt zwar nicht das Haus, aber über die Fahrzeugtelematik ist er in das intelligente Energiemanagement eingebunden. Das ermöglicht eine effizientere Planung der Ladevorgänge.

Auch im Hochtechnologieland Japan kommt die Energiewende nur schleppend voran. Zwar wurden in den letzten Jahren wieder Atommeiler hochgefahren, doch im zukünftigen Energiemix soll auch Solarstrom eine wichtigere Rolle spielen – vor allem als Quelle, um Wasserstoff herzustellen. Bis 2020, wenn in Tokio die Olympischen Sommerspiele stattfinden, will die Regierung 6.000 wasserstoffbetriebene Elektroautos auf der Straße sehen. Modelle dafür gibt es bereits, etwa den Honda Clarity Fuel Cell und den Toyota Mirai. Käufer solcher Autos können großzügige Subventionen erhalten, und allein in Tokio sollen 35 Tankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge entstehen.

Wie wenige andere Länder setzt Japan für seine Klimaziele und für den Ausbau der Elektromobilität auf Wasserstoff. Darum ist die Entwicklung einer vernünftigen Infrastruktur selbst zu einer neuen olympischen Disziplin für Ingenieure geraten. Auch Honda ist hier beteiligt, mit dem 2014 gestarteten Versuch einer Smart Hydrogen Station: Sie holt die Wasserstofftankstelle in Kühlschrankgröße direkt ans Haus.

Die kompakte Station nutzt ein elektrolytisches Hochdrucksystem, das ohne den typischen mechanischen Kompressor zur Erzeugung des Gases auskommt. Sie kann entweder mit Erdgas, Energie aus Abfall oder mit Solarstrom betrieben werden. Wäre Japan, so der Plan, mit genügend Stationen versorgt, die sich die Energie zur Erzeugung des Wasserstoffs von der Sonne holten, könnten beispielsweise Brennstoffzellenautos schneller und kostengünstiger betankt werden.