In den Kofferraum meines Polos will ich meinen Retriever nicht verbannen, denn dort bekommt er Platzangst. Darf ich meinen Hund im Fußraum des Autos mitnehmen?

fragt ZEIT-ONLINE-Leserin Beate Sonntag.

Kompliziert ist es, wenn der eigene Hund auf dem Fahrrad transportiert werden soll, wie unsere Frage aus dem vergangenen Jahr zeigt – denn da kommt es auf Gewicht und Alter des Tieres an. Ziemlich einfach scheint es dagegen, wenn er im Auto transportiert werden soll. "Es gibt eigentlich nur eine Regel: Der Hund darf den Fahrer nicht beim Fahren und bei der Bedienung des Fahrzeugs behindern", sagt Rechtsanwalt Markus Matzkeit.

Das heißt: "Wenn etwa durch eine kurze Leine sichergestellt wird, dass der Hund nicht in den Fahrerfußraum oder auf den Schoß des Fahrers gelangen kann und die Sicht nicht behindert, darf er auch im Fußraum mitfahren", stellt der Vertrauensanwalt des Automobilclubs von Deutschland (AvD) klar. Bei größeren Tieren kann diese Gefahr aber bestehen, und manche Hunde lenken den Fahrer auch durch lautes Winseln oder Bellen ab.

Deshalb ist es für das Tier und für Herrchen oder Frauchen sowie alle anderen Straßenverkehrsteilnehmer am sichersten, wenn der Hund in einer speziellen, auf seine Größe abgestimmte Transportbox mitfährt. Vermutlich nehmen viele Haustiere lieber im Innenraum des Wagens Platz, doch wenn ein Hund auf der Rückbank sitzt, muss er angeschnallt sein. Dafür gibt es gepolstertes und sicherheitsgeprüftes Brustgeschirr, das über ein Zwischenstück am Sicherheitsgurt befestigt wird. Wer mit einem Hund nach Spanien reisen möchte, muss das Tier auf jeden Fall anschnallen.

Auch in der New Yorker U-Bahn gibt es jetzt eine Taschenpflicht für Hunde, die die dortigen Hundebesitzer kreativ interpretiert haben.