Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) untersucht laut einem Bericht der Wirtschaftswoche, ob bei einem Modell von Ford illegale Abschalteinrichtungen eingesetzt worden sind. Das Verkehrsministerium, dem das KBA untersteht, bestätigte dem Magazin, dass der Verdacht derzeit überprüft wird.

Den Informationen zufolge lassen die Ergebnisse von Abgastests, die beim Ford Mondeo durchgeführt worden sind, Rückschlüsse auf möglicherweise illegale Systeme zu. Wie die Wirtschaftswoche berichtete, gehört Ford laut ADAC Ecotest 2017 zu den Herstellern mit dem höchsten Schadstoffausstoß. Bei den Abgastests der Deutschen Umwelthilfe schnitt der Ford Mondeo besonders schlecht ab.

Der Chef von Ford Deutschland, Gunnar Herrmann, hatte vergangene Woche nach dem Dieselgipfel gesagt, dass er die geforderte Hardwarenachrüstung für Dieselautos für nicht realistisch hält. Es sei stattdessen besser, alte Diesel von der Straße zu holen.

Wegen der Abgasaffäre meiden derzeit viele Verbraucher den Kauf von Dieselautos. Allein im Juli sank die Zahl der Neuzulassungen von Selbstzündern um fast 13 Prozent, während die von Benzinern kräftig zulegten. Viele Kunden sind verunsichert wegen der Diskussion über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, die einen großen Anteil an den Belastungen durch Stickoxide haben, sowie vom Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen (VW) und anderen Herstellern. Darauf reagierten einige Hersteller mit Prämien, die beim Kauf von Neuwagen für alte Diesel gezahlt werden.