Der Elektroautohersteller Tesla stößt bei der Produktion seines neuen Model 3 auf Hindernisse. Im dritten Quartal seien lediglich 220 Fahrzeuge dieses Typs ausgeliefert und 260 gefertigt worden, teilte das Unternehmen mit. Es gebe Produktionsengpässe. So habe es länger als erwartet gedauert, die Systeme im Werk Fremont und im Batteriewerk in Reno zu aktivieren.

Tesla begann im Juli mit der Model-3-Fertigung. Anfang August gab sich das Unternehmen von Elon Musk noch zuversichtlich, im dritten Quartal mehr als 1.500 Fahrzeuge herstellen zu können. Das Model 3 ist für den Massenmarkt gedacht. Es soll mit 35.000 Dollar halb so viel kosten wie das Model S.

Insgesamt lieferte Tesla im dritten Quartal 26.150 Autos aus – 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Darunter 14.065 Fahrzeuge des Model S und 11.865 Fahrzeuge des seit September 2015 erhältlichen E-SUV Model X. 

Einige Experten trauen Tesla zu, die E-Mobilität quasi im Alleingang in den Massenmarkt zu bringen. Doch wegen der hohen Kosten und des großen Risikos, das die geplante Ausweitung der Produktion bedeutet, gibt es auch etliche Skeptiker.

GM und Ford ziehen nach

Auch General Motors (GM) und Ford wollen die Entwicklung von Elektroautos vorantreiben. Die frühere Opel-Mutter GM plant nach eigenen Angaben, innerhalb von fünf Jahren 20 neue Fahrzeuge mit Elektromotoren oder Brennstoffzellenantrieben auf den Markt zu bringen.

Ford will zunächst mit einem Spezialteam die weltweite Entwicklung von E-Autos vorantreiben und Möglichkeiten für Partnerschaften ausloten. Am Nachmittag will Ford-Chef Jim Hackett über Neuigkeiten zur Strategie informieren. Die beiden US-Großkonzerne ziehen damit europäischen und asiatischen Rivalen wie Toyota, Daimler, VW oder BMW nach, die bereits Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität angekündigt haben.

Länder wie China, Indien, Frankreich oder Großbritannien wollen Verbrennungsmotoren bis 2030 oder 2040 verbieten. Deswegen rüsten sich Autokonzerne schon jetzt für die erwartete Nachfrage.