Nach den Ausfällen der Bahn nach dem Sturmtief Xavier fordert der Fahrgastverband Pro Bahn Konsequenzen. Zu den Verspätungen und Zugausfällen hätte es nicht kommen dürfen, kritisiert Detlef Neuß, Bundesvorsitzender von Pro Bahn, in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. "Der Grünstreifen an Bahnstrecken muss intensiver und öfter beschnitten werden." 

Hintergrund: Beidseits der Schienen müssen sechs Meter frei von Bäumen bleiben. Neuß hält diese Sechs-Meter-Zone für zu knapp bemessen. Idealerweise sollten zehn Meter auf jeder Seite spärlich bepflanzt sein. Man bekomme aber Probleme mit Umweltverbänden.

"Die wollen natürlich, dass möglichst viel Grün erhalten bleibt", sagt Neuß. Pro Bahn schlägt deshalb einen runden Tisch vor, um die Folgen von Xavier und mögliche Präventionsmaßnahmen zu erörtern. Teilnehmen sollen die Deutsche Bahn und ihre Tochterfirmen, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz.  

Das Sturmtief Xavier hatte in der vergangenen Woche für schwere Schäden bei der Deutschen Bahn gesorgt. Mehr als tausend Kilometer Strecke waren nach Informationen des Unternehmens betroffen. Ein großes Problem waren demnach umgeknickte Oberleitungsmasten.