Selbstfahrende Autos sind für die Fahrzeugbranche eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Testweise fahren sie schon im Straßenverkehr, bald dürften sie zur Regel werden: General Motors will die ersten Roboter-Taxis schon in zwei Jahren in Betrieb nehmen. Damit würde der US-Autokonzern zudem sein Geschäft verlagern von der Fahrzeugherstellung hin zu einer Dienstleistung. Sollte der Zeitplan eingehalten werden, könnte sich der Konzern nach Einschätzung von Experten an die Spitze der Entwicklung setzen.

General Motors ist einer der ersten Entwickler, der zumindest einen groben Zeitplan bis zur Kommerzialisierung des autonomen Fahrens angibt. Der Konzern rechnet mit lukrativen Geschäften durch Roboter-Taxis. Nach Einschätzung von GM-Finanzchef Chuck Stevens wird der Markt bis 2025 ein Volumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar erreichen. Gewinnspannen von 20 bis 30 Prozent seien realistisch – deutlich höhere Profite als in der Autoproduktion. Zunächst sollen laut GM Fahrten 1,50 US-Dollar pro Meile kosten, später soll der Preis auf einen Dollar sinken.

Autokonzerne und Tech-Unternehmen forschen intensiv zum autonomen Fahren – die beiden Branchen kämpfen um schnellere Entwicklungen bei selbstfahrenden Autos. Googles Schwesterfirma Waymo, Tesla oder auch Apple hatten zuletzt größere Fortschritte gezeigt als die großen Autokonzerne, wie beispielsweise General Motors oder Ford. Mit dem angekündigten Zeitplan ändert sich das allerdings. Neben General Motors arbeiten unter anderem auch Daimler, Uber und Renault an der Entwicklung von Roboter-Taxis.     

Im vergangenen Jahr hatte General Motors das Roboterwagen-Start-up Cruise Automation gekauft und testet aktuell selbstfahrende Autos im Straßenverkehr, beispielsweise in San Francisco. In den USA bieten der Fahrdienst-Vermittler Uber und das Start-up Nutonomy schon testweise Fahrten in selbstfahrenden Autos für Fahrgäste an.