Die Deutsche Bahn verzeichnet auf der neuen ICE-Schnelltrasse zwischen Berlin und München trotz einiger Startschwierigkeiten einen neuen Passagierrekord. "In den ersten vier Wochen waren mehr als doppelt so viele Fahrgäste zwischen Berlin und München in unseren Zügen als im Vorjahreszeitraum", sagte der zuständige Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn, Bertold Huber, der Süddeutschen Zeitung. Das Unternehmen sprach von einem Anstieg um das 2,4-fache. Für das gesamte Jahr 2018 rechnete die Bahn mit einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen von 1,8 auf 3,6 Millionen.

Die Neubaustrecke Berlin–München war zum Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb gegangen. Auf der Verbindung brauchen die Züge fahrplanmäßig nun vier bis viereinhalb Stunden statt bisher sechs. Nach den Feierlichkeiten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin hatte ein Zug mit rund 200 Ehrengästen und Journalisten München wegen diverser Pannen auf der Strecke mehr als zwei Stunden zu spät erreicht. Auch nach dem Start kam es immer wieder zu Problemen.

"Bei der Pünktlichkeit haben wir mit Werten über 90 Prozentpunkten ein absolut erfreuliches Niveau erreicht", sagte Huber der SZ. Damit liegen die Züge dem Bericht zufolge deutlich über dem Bundesschnitt von zuletzt 75 Prozent aller Fernzüge.

Berlin ↔ München

Mit der neuen ICE-Verbindung verkürzt sich die Reisezeit auf vier bis viereinhalb Stunden. Auf der alten Strecke, die bis Dezember 2017 genutzt wurde, dauerte es mindestens sechs Stunden.

Täglich fahren seit dem 10. Dezember 35 ICE-Züge über die 623 Kilometer lange Trasse. In den drei Sprinter-Zügen in jede Richtung dauert die Fahrt weniger als vier Stunden. Im Stundentakt starten zudem ICE-Züge, die öfter halten und knapp 30 Minuten länger brauchen.