FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Mittwoch zeitweise über die Marke von 1,37 US-Dollar gestiegen. Mit 1,3721 Dollar erreichte der Euro den höchsten Stand seit November 2010. Die europäische Gemeinschaftswährung gab ihre Gewinne im Nachmittagshandel jedoch teilweise wieder ab und wurde zuletzt mit 1,3685 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3681 (Dienstag: 1,3596) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7309 (0,7355) Euro.

"Der Handel war in erster Linie technisch getrieben", sagte Lothar Hessler, Devisenexperte beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Es habe kaum marktbewegende Konjunkturdaten gegeben. Nachdem der Euro sein Tageshoch erreichte, hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt. Nach positiv ausgefallenen Daten vom Häusermarkt der USA fiel der Euro zeitweise bis auf 1,3645 Dollar. Der Euro erholte sich jedoch rasch wieder.

"Auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend dürfte den Euro kaum bewegen", sagte Hessler. "Der Leitzins wird voraussichtlich unverändert auf seinem Rekordtiefstand bleiben und das Anleihenkaufprogramm unverändert fortgeführt werden." Lediglich die Beurteilung der Konjunkturlage dürfte etwas optimistischer ausfallen, erwartet Hessler. Am Donnerstag könnten die Inflationsdaten aus Deutschland für etwas Bewegung am Devisenmarkt sorgen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86325 (0,86200) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 112,47 (112,08) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2922 (1,2871) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.328,00 (1.324,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.790,00 (30.850,00) Euro.