Musik Bayerischer «Rockstar»: Stefan Dettl in den ChartsSeite 2/3
Dettl: «Fragt sich nur für wen er größer ist. Aber ehrlich, das funktioniert ganz gut. Und für den Kulturschock muss man gar nicht nach Afrika. Außerhalb von Bayern versteht man die Texte vielleicht nicht ganz, aber man versteht die Stimmfarbe oder die Gestik des Musikers. Das funktioniert in Karlsruhe genauso wie in Zimbabwe.»
Bayerisch gilt als beliebtester Dialekt Deutschlands, scheint aber nicht allzu Chart-kompatibel. Sie könnten doch einfach auf Hochdeutsch singen.
Dettl: «Eben nicht. Bayerisch, das bin einfach ich. Wenn ich Ansagen auf Hochdeutsch machen muss, bin ich unglaublich nervös und hab ein ganz schlechtes Körpergefühl. Sobald ich aber auf der Bühne so sein kann, wie ich eben bin, dann fließt es einfach aus mir heraus.»
Welche Fans sind Ihrer Erfahrung trotz Sprachbarriere nach am leichtesten zu begeistern, die Russen, die Afrikaner oder die Hamburger?
Dettl: «Am leichtesten sind die Dänen zu begeistern. Was wohl daran liegt, dass die Dänen den Bayern sehr ähnlich sind. Da gibt es im Körper etwas ähnliches wie die urbayerische Kraft.»
Wie sieht es Richtung Süden aus? Hilft die relative Nähe von Bayern zu Österreich und der Schweiz?
Dettl: «In Österreich haben wir, als LaBrassBanda, zwar eine Fangemeinde und spielen große Konzerte, aber die Medienlandschaft springt kaum auf uns an. Wir sind da eher etwas interessant-kulturelles als etwas Jugendorientiertes. In der Schweiz zum Beispiel werden wir dagegen als skurrilste Blasmusik wahrgenommen. Die würden uns am liebsten auf jedem Festival als skurrile Kuriosität buchen.»
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- Datum 16.02.2011 - 09:40 Uhr
- Quelle dpa
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