Berlin (dpa) - Teamverantwortliche der Formel 1 haben mit Verständnis auf die Absage des Auftaktrennens in Bahrain reagiert. «Es ist schade, aber das Land hat im Moment größere Dinge zu regeln als die Formel 1», sagte Christian Horner vom Weltmeister-Rennstall Red Bull.

Es sei eine «richtige Entscheidung», so der Teamchef von Champion Sebastian Vettel in einem Statement auf der Homepage des Teams, nachdem der für den 13. März geplante Große Preis von Bahrain wegen der politischen Unruhen abgesagt worden war.

Auch Rekordweltmeister Michael Schumacher hat die Absage begrüßt. «Wie so viele meiner Formel-1-Kollegen finde auch ich, dass die Absage der Veranstaltungen in Bahrain eine gute Entscheidung war», schrieb der 42 Jahre alte Mercedes-Pilot auf seiner Homepage. «Die Menschen haben dort momentan wirklich wichtigere Themen als die Formel 1, die natürlich Priorität haben», so der siebenmalige Champion. Schumacher hatte 2004 noch im Ferrari die Premiere in Bahrain gewonnen.

Es sei natürlich enttäuschend für alle, die an der Organisation des Rennens beteiligt seien, «aber es ist klar, dass ein Rennen in Bahrain zu diesem Zeitpunkt und unter den gegebenen Umständen unangebracht gewesen wäre», sagte der Vorsitzende von Williams, Adam Parr. Er und auch Horner äußerten die Hoffnung, nach Bahrain zurückkehren zu können, wenn es die Lage wieder zulässt. «Wir denken, dass die Entscheidung des Kronprinzen weise ist, und sie hat unsere volle Unterstützung», meinte Lotus-Renault-Teamchef Eric Boullier.

Wann das Rennen möglicherweise in dieser Saison nachgeholt werden könnte, ist bislang offen. Der Internationale Automobilverband FIA unterstützte die Entscheidung, den Grand Prix «zu verschieben». Bahrains Kronprinz Scheich Salman bin Hamad al-Chalifa stellte klar, dass es derzeit wichtig für das Land sei, sich auf die aktuellen nationalen Interessen zu konzentrieren und das Rennen zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.