Berlin (dpa) - Im libyschen Bruderkrieg kämpfen Aufständische und Regierungsanhänger seit Mitte Februar gegeneinander. Nach langen Wochen kommt die internationale Gemeinschaft den Aufständischen zu Hilfe. Ein Rückblick:

15. FEBRUAR: Die Protestwelle aus Tunesien und Ägypten schwappt auf Libyen über. In Bengasi Zusammenstoß von Aufständischen, der Polizei und Gaddafi-Anhängern: zahlreiche Verletzte. Blutige Kämpfe folgen.

25. FEBRUAR: Bengasi wird Rebellen-Hochburg, Regierungstruppen sind nicht mehr in der Stadt. Die USA verhängen Sanktionen.

26. FEBRUAR: Gaddafi-Truppen kontrollieren nur noch wenige Großstädte im Westen, darunter ihre Machtbasis Tripolis. Die Vereinten Nationen beschließen Strafmaßnahmen.

27. FEBRUAR: Vermutlich Tausende Menschen sind tot oder verletzt. Die Aufständischen bilden eine Übergangsregierung, spalten sich aber. Ein Teil gründet den libyschen Nationalrat in Bengasi. Die Kämpfe gehen weiter.

28. FEBRUAR: Auch die Europäische Union beschließt einstimmig Sanktionen, die am 11. März in Kraft treten. Konten der libyschen Führung in deutschen Banken werden eingefroren.

2. MÄRZ: Luftwaffeneinsatz der Gaddafi-Truppen, sie dringen in Rebellengebiete im Osten ein.