Berlin (dpa) - Ein Lokführer bei der Deutschen Bahn (DB) verdient pro Monat im Schnitt rund 2700 Euro brutto. Diese Summe liegt klar unter dem Durchschnittsverdienst aller deutschen Arbeitnehmer - der beträgt 3237 Euro.

Für die Ausbildung zum Lokführer genügt nach Angaben der Deutschen Bahn ein sehr guter Hauptschulabschluss. Nach Darstellung der Gewerkschaft GDL bekommen die Lokführer bei den Konkurrenten der Deutschen Bahn teilweise 30 Prozent weniger Geld. Bei 2700 Euro brutto wären das nur noch knapp 1900 Euro. Der aktuelle Tarifstreit dreht sich daher vor allem um die GDL-Forderung, die niedrigeren Entgelte der Wettbewerber auf das DB-Niveau zu heben.

Nach Berechnungen der Arbeitnehmerorganisation arbeiten rund 20 000 Lokführer bei der DB - etwa 15 000 im Nah- und Fernverkehr, das übrige Viertel im Güterverkehr. 6000 weitere Lokführer fahren bei der DB-Konkurrenz - darunter die großen sechs Unternehmen Abellio, Arriva, Benex, Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr.

Die folgenden Eckdaten beziehen sich auf die derzeitigen Tarifleistungen bei der DB. Rechengrundlage ist ein etwa 45-jähriger Lokführer aus dem Nah- oder Fernverkehr mit gut 20 Jahren Berufserfahrung. Die Zahlen sind Durchschnittswerte und stammen von GDL sowie DB:

*Neben dem monatlichen Bruttoentgelt gibt es diverse kleinere Zuschläge, die sich über den Monat summieren. Gewährt werden sie etwa für Arbeit in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen. Auch zur Sonderzahlung des halben Monatsbruttos kommt ein durchschnittlicher Zulagenanteil - etwa 200 Euro.

GDL-Broschüre Zulagen-Regelung, PDF