Los Angeles/New York (dpa) - Mike Starr, der frühere Bassist der amerikanischen Rockband Alice in Chains, ist tot. Nach Angaben der Polizei wurde die Leiche des 44-Jährigen am Dienstag in dessen Haus in Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah) gefunden. Die genauen Todesumstände blieben zunächst unklar.

Alice in Chains war neben Nirvana, Pearl Jam oder Soundgarden die bekannteste Band des Grunge Rocks in den frühen 90er Jahren. Einer ihrer Songs hat den Titel «We Die Young» (Wir sterben früh). Layne Staley, der frühere Leadsänger, war 2002 in Seattle (US-Bundesstaat Washington) an einer Überdosis von Kokain und Heroin gestorben.

Ein Sprecher der Polizei wies in einem YouTube-Video darauf hin, dass Starr zuletzt am 16. Februar mit verschreibungspflichtigen Medikamenten festgenommen worden sei, ohne ein Rezept vorweisen zu können. Laut Polizei wurde die Leiche von Gerichtsmedizinern in Gewahrsam genommen. «Wir warten auf das Ergebnis», sagte der Beamte in dem Video von Artisan News. «Es ist ein schrecklicher Schock und eine Tragödie», sagte Starrs Vater laut Internetdienst «Tmz.com» zum Tod seines Sohnes. Im August 2009 hatte Starr an der TV-Reality-Show «Celebrity Rehab» teilgenommen. Prominente lassen sich dort bei ihrem Entzug begleiten. Der Musiker bekannte sich damals zu seiner Heroinsucht.