Barcelona (dpa) - Weltmeister Sebastian Vettel hat bei den abschließenden Formel-1-Testfahrten die bislang schnellste Runde gedreht. Der 23-jährige Heppenheimer raste auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona in 1:21,865 Minuten auf den ersten Platz.

Der Red-Bull-Pilot unterbot dabei die Bestmarke seines Teamkollegen Mark Webber vom Vortag um über eine halbe Sekunde. «Ein Siegerauto ist es erst, wenn es ein Rennen gewonnen hat und bis jetzt haben wir noch kein Rennen gefahren», mahnte Vettel aber.

Sebastien Buemi im Toro Rosso und Witaly Petrow im Renault wurden auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs in Katalonien Zweiter und Dritter. Nico Rosberg aus Wiesbaden landete im Mercedes mit fast vier Sekunden Rückstand auf Rang acht.

Einen Tag nachdem Teamkollege Webber die Bestzeit aufgestellt hatte, unterbot Vettel die Marke noch einmal. «Über 100 Runden, wir hatten keine größeren Probleme mit dem Auto», sagte der Hesse. Zum letzten Mal, bevor es am letzten März-Wochenende in Australien mit dem WM-Auftakt richtig ernst wird, darf Vettel am 11. März ran. Zuvor gab er schon mal einen Ausblick auf Melbourne: «Die Erwartungshaltung ist eine andere, das Ziel ist das gleiche: Man will alle anderen schlagen.» Morgen ist Webber wieder an der Reihe, den Red Bull über die Piste zu pilotieren.

Dann fährt auch Rekordweltmeister Michael Schumacher. Trotz eines «bei weitem» nicht idealen Tages, «weil wir einige Probleme hatten», überwog bei Rennstallrivale Rosberg die Zuversicht. «Ich habe sehr viel Hoffnung, weil ich gesehen habe, wie groß das Potenzial der Sachen ist, die noch aufs Auto kommen», sagte er. Erst gegen Ende der Testphase soll der neue Silberpfeil mit allen Updates versorgt sein. Noch fehlte die Hälfte der neuen Teile.