Berlin (dpa) - Nachdem bekannt wurde, dass Apples iPhones und iPads die Aufenthaltsorte ihrer Nutzer speichern, hat Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner Klarheit von dem US-Konzern gefordert.

«Es gibt eine Reihe offener Fragen, die von Apple in Zusammenarbeit mit den zuständigen Datenschutzbeauftragten geklärt werden müssen. Das Unternehmen muss zu den Vorwürfen Stellung nehmen», hieß es in einer Erklärung des Ministeriums am Donnerstag.

Apple müsse offenlegen, wo und wie lange und zu welchem Zweck die Daten gespeichert werden, wer Zugriff auf diese Informationen habe und wie ein unbefugter Zugriff verhindert werde. «Das heimliche Erfassen und Speichern der Standort-Daten eines Smartphones wäre ein grober Eingriff in die Privatsphäre des Nutzers.» Bewegungsprofile dürften nur mit gesonderter und ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen erhoben werden und niemals ohne deren Einverständnis gespeichert oder gar verwertet und veröffentlicht werden.

Nach bisherigem Kenntnisstand werden die Standort-Daten weder an Apple noch an andere weitergeleitet, sondern bleiben ausschließlich auf den mobilen Geräten sowie den Computern, mit denen sie synchronisiert werden. Allerdings kritisieren Datenschützer und Internet-Experten, dass möglicherweise Unbefugte Zugriff zu diesen Informationen bekommen könnten, da sie unverschlüsselt gelagert werden.

«Grundsätzlich müssen die Geschäftsbedingungen so klar und deutlich sein, dass jeder Nutzer eines Geräts oder Dienstes jederzeit weiß, was mit seinen Daten geschieht», betonte Aigner.