Budapest (dpa) - Ungarn hat die Aktionsmöglichkeiten rechtsradikaler «Bürgerwehren» eingeschränkt, die aggressiv gegen Roma auftreten. Die Abgeordneten stimmten in Budapest mehrheitlich der Einführung zweier neuer Straftatbestände zu. Grundsätzlich verboten wurden rechtsradikale «Bürgerwehren» damit aber nicht. In Ungarn gibt es legale, vom Staat unterstützte, lokal aktive Bürgerwehren. Sie sollen die Polizei entlasten und durch Patrouillen Bagatelldelikten vorbeugen. In einigen Dörfern mit hohem Roma-Anteil waren uniformierte Rechtsradikale als «Bürgerwehr» aufmarschiert.