Karlsruhe (dpa) - Die vier großen Stromnetzbetreiber in Deutschland haben vor «großflächigen Versorgungsausfällen» durch den Ausstieg aus der Atomenergie gewarnt.

Während der Sommermonate werde die Situation wohl noch beherrschbar sein, im Winter sei aber vor allem in Süddeutschland eine stabile Stromversorgung nicht mehr gewährleistet. Das teilten die Gesellschaften EnBW Transportnetze AG (Karlsruhe), 50hertz (Berlin), Amprion (Dortmund) und Tennet (Bayreuth) am Sonntag mit. Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hatte zuletzt hingegen Sorgen vor einem «Blackout» zurückgewiesen.

Die Stromnetze seinen «fernab von jedem operativen Normalbetrieb», warnten die Netzbetreiber. Schon jetzt müssten Kraftwerksrevisionen sowie dringende Arbeiten zur Instandhaltung und zum Ausbau der Netze verschoben werden, weil die Netze sonst noch unstabiler würden. «Trotz all dieser Maßnahmen steigt aber das Risiko für Netzstörungen, da die Reserven und Eingriffsmöglichkeiten der Netzbetreiber nahezu aufgezehrt sind», hieß es. Wenn im Winter noch die Energieerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen zurückgehe, könne es besonders in den Abendstunden zu Problemen kommen, betonten die Netzbetreiber.

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