Paris (dpa) - Julia Görges hat bei den French Open ohne Probleme die zweite Runde erreicht und den deutschen Tennis-Profis in Paris einen optimalen Start beschert.

Die 22-Jährige gewann auf dem Court Philippe Chatrier gegen die Französin Mathilde Johansson mit 6:1, 6:4 und untermauerte damit ihre Ambitionen beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres. In Mona Barthel schaffte auch eine zweite deutsche Spielerin den Sprung in die nächste Runde. Die 20-Jährige setzte sich bei ihrem Grand-Slam-Debüt mit 6:1, 7:5 gegen die Österreicherin Sybille Bammer durch.

Görges verwandelte nach 1:28 Stunden ihren ersten Matchball. In der nächsten Runde trifft die Bad Oldesloerin auf die Tschechin Lucie Safarova. Barthel bekommt es mit der an Nummer 14 gesetzten Russin Anastasia Pawljutschenkowa zu tun.

«Ich bin sehr froh, dass ich durch bin», sagte Görges, die bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie die dritte Runde überstanden hat. «Deshalb braucht man auch nicht davon zu reden, dass ich hier Chancen auf den Sieg hätte. Wenn ich es in die zweite Woche schaffen würde, wäre ich schon sehr zufrieden.»

Nach zweiwöchiger Turnierpause wirkte Görges gut erholt und hochmotiviert. Von den Rückenproblemen, die sie zur Absage für die Turniere in Rom und Brüssel gezwungen hatten, war nichts mehr zu spüren. «Ich konnte mich in Ruhe vorbereiten, das hat sehr geholfen», meinte die Norddeutsche. Mit ihren druckvollen Grundlinienschlägen ließ sie ihre Kontrahentin anfangs nicht ins Spiel kommen und entschied den ersten Satz nach gerade einmal 31 Minuten für sich.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schlich sich bei Görges aber ein wenig der Schlendrian ein. Bei windigen Bedingungen auf dem Centre Court leistete sich die Weltranglisten-18. nun einige leichte Fehler und gab ihren Aufschlag zum 1:2 ab. «Es war schon etwas Besonderes, in diesem großen Stadion zu spielen. Im zweiten Satz war ich nicht mehr so fokussiert», analysierte Görges.

Doch sie behielt die Ruhe, nahm der Lokalmatadorin zum 3:3 wieder den Aufschlag und zog auf 5:3 davon. Zwar leistete sich die Schleswig-Holsteinerin, die in diesem Jahr mit ihrem Sieg beim WTA-Turnier in Stuttgart den Durchbruch in die erweiterte Weltspitze geschafft hatte, danach einen weiteren Aufschlagverlust. Mit einem erneuten Break brachte sie den Erfolg aber ins Ziel.