Bundeswehrsoldaten bei Anschlag getötet - Kommandeur verletzt

Talokan (dpa) - Drei deutsche Bundeswehrsoldaten sind bei einem Bombenanschlag im Norden Afghanistans Behördenangaben zufolge getötet worden. Deutsche Quellen berichteten dagegen von zwei toten Bundeswehrsoldaten. Der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan, General Markus Kneip, wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa verletzt. Drei weitere deutsche Soldaten wurden nach Behördenangaben verwundet. Insgesamt sollen sieben Personen bei dem Anschlag getötet worden sein. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Außenminister Guido Westerwelle äußerte sich bestürzt über den Terrorakt.

Ethikkommission für Atomausstieg binnen zehn Jahren

Berlin (dpa) - In zehn Jahren könnte Deutschland frei von Atomstrom sein: Die von Kanzlerin Angela Merkel eingesetzte Ethikkommission empfiehlt der Regierung einen Atomausstieg bis spätestens 2021. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa nach der heutigen Abschlusssitzung aus dem Umfeld der Kommission. Der Bericht des «Rats der Weisen» ist für die Regierung eine wichtige Basis für ihre Entscheidung zum Atomausstieg. Diese fällt wahrscheinlich morgen. In 21 Städten haben heute überdies nach Veranstalterangaben 160 000 Menschen für einen schnellen Atomausstieg demonstriert.

EU und Japan wollen Handelsgrenzen einreißen

Brüssel (dpa) - Die EU und Japan wollen ihren jahrelangen, teilweise erbitterten Handelsstreit beenden und ein Freihandelsabkommen abschließen. Dies vereinbarte Japans Regierungschef Naoto Kan heute in Brüssel mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Die EU hatte bisher den japanischen Wunsch nach einem weitreichenden Freihandelsabkommen gebremst, vor allem weil es wohl noch zahlreiche Handelshindernisse gibt. Zudem müsse Japan bereit sein, EU-Firmen auch den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen zu ermöglichen.

Deutscher Richter für Verfahren gegen Mladic berufen