Düsseldorf (dpa) - Der Handelsriese Metro fährt dank seines strikten Sparkurses wachsende Gewinne ein. Trotz des fehlenden Ostergeschäfts und stagnierender Erlöse verdiente der größte deutsche Handelskonzern im ersten Quartal 2011 deutlich mehr.

Mit mehr als 100 neuen Filialen, die vorwiegend im Ausland eröffnet werden, sollen die Kassen des Konzerns wieder kräftiger klingeln. In Spanien bekamen die Elektroniktöchter Media Markt und Saturn die Finanzkrise mit kräftigen Rückgängen zu spüren. Der Verbleib der Lebensmitteltochter Real im Konzern ist weiter offen.

«Wir haben unseren Gewinn erneut ausgebaut», erklärte Konzernchef Eckhard Cordes am Dienstag in Düsseldorf. Der operative Gewinn stieg im ersten Quartal um mehr als ein Fünftel auf 142 Millionen Euro. Der Überschuss wurde auf 14 Millionen Euro fast verfünffacht.

Die Erlöse stagnierten von Januar bis März bei insgesamt 15,5 Milliarden Euro, in Deutschland schrumpfte dabei der Umsatz sogar um 2,6 Prozent. Das späte Ostergeschäft fehlte in den ersten drei Monaten vor allem der Metro-Warenhaustochter Kaufhof und dem Lebensmittelhändler Real.

Nach vorläufigen Zahlen für die ersten vier Monate inklusive April und Ostergeschäft stieg der Konzernumsatz bislang um rund 1 Prozent. «Wir sind weiter auf profitablen Wachstumskurs», betonte Cordes. Er bekräftigte zugleich die Prognose für das Gesamtjahr 2011: Demnach soll der Umsatz um mehr als vier Prozent zunehmen.

Allein Media Markt und Saturn würden etwa 70 neue Filialen vorwiegend in Osteuropa und Asien eröffnen. Der operative Gewinn (EBIT) soll 2011 - bereinigt um Kosten für den Konzernumbau - um rund zehn Prozent verbessert werden.

Wachstumstreiber waren zum Jahresauftakt die Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende. Sie steigerten ihren operativen Gewinn um fast 80 Prozent auf 27 Millionen Euro. Media Markt und Saturn bremsten dagegen erneut das Wachstum. Ihr operativer Gewinn ging um 16 Prozent auf 65 Millionen Euro zurück. «Extrem schwierig war das Geschäft in Spanien, brutal schwierig», schilderte Cordes. Außerdem hätten Anlaufverluste in China und der Aufbau des Online-Geschäfts das Ergebnis der beiden Elektronikketten belastet.