Paris (dpa) - Auf dem Meeresboden des Südatlantiks ist knapp zwei Jahre nach dem mysteriösen Air-France-Absturz auch der zweite Flugschreiber der Unglücksmaschine entdeckt worden. Experten holten den Stimmenrekorder zur Aufzeichnung der Cockpitgespräche aus rund 4000 Metern Tiefe an die Oberfläche.

Der Flugdatenschreiber war bereits am Sonntag geborgen worden. Ob die Daten noch ausgelesen werden können, blieb zunächst unklar. Beide Geräte sollen nun schnellstmöglich nach Frankreich gebracht und untersucht werden.

Der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder gelten als letzte Hoffnung, den bislang völlig rätselhaften Absturz des Airbus A330-200 doch noch aufzuklären. 228 Menschen, darunter 28 Deutsche, waren bei der Katastrophe in der Nacht zum 1. Juni 2009 gestorben. Klar ist nur, dass es bei Flug AF 447 mitten in einer Unwetterfront Probleme bei der Geschwindigkeitsmessung gab. Diese Tatsache allein dürfte normalerweise aber nie zu einer solchen Katastrophe führen. Zuvor hatte es nicht einmal ein Notsignal gegeben.