Athen (dpa) - Das griechische Parlament (die Vouli) hat nur eine Kammer und 300 gewählte Abgeordnete. Die sozialistische Partei PASOK stellt die Mehrheit. Sie verfügt über 155 Sitze. Seit den Parlamentswahlen 2009 sind fünf Fraktionen vertreten.

Größte Oppositionspartei ist die konservative Nea Dimokratia mit 86 Sitzen. Geführt wird sie von Antonis Samaras. Der frühere Außen- und Kulturminister weigerte sich bislang trotz europaweiter Warnungen, die Sparpläne der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou mitzutragen.

In der Volksvertretung verfügt die kommunistische Partei Griechenlands KKE über 21 Sitze, die nationalistische-religiöse Partei (LAOS) über 15 Sitze und die Koalition der radikalen Linken (SYRIZA) über 9 Sitze. Ein Züglein an der Waage können die 14 unabhängigen Abgeordneten sein.

Die Zustimmung der Abgeordneten zu dem umfassenden Sparpaket ist Voraussetzung für die Milliarden-Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU. Ohne die Billigung steht Athen vor der Pleite. Nach der ersten grundsätzlichen Abstimmung über das Sparpaket müssen die Abgeordneten am Donnerstag noch über weitere Details abstimmen.

Vor dem imposanten Parlamentsgebäude im klassizistischen Stil am Syntagma-Platz protestieren seit Wochen Tausende Griechen gegen die Spar- und Privatisierungspläne der Regierung.

Griechisches Parlament