Hannover (dpa) - Immer mehr arme Menschen in Deutschland scheuen den Arztbesuch. Grund sind die Praxisgebühr und Zuzahlungen. Sie kommen etwa in Hannover zu den kostenlosen ärztlichen Sprechstunden, die 1999 dort ursprünglich für Obdachlose eingerichtet worden sind. Das ist ein Ergebnis einer bundesweit einmaligen Begleitstudie eines Sozialprojektes in der niedersächsischen Hauptstadt. Derzeit leben 60 Prozent dieser Patienten in eigenen Wohnungen, 30 Prozent in Heimen für Wohnungslose.