Berlin (dpa) - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert die Einrichtung eines zentralen EHEC-Krisenstabs im Bundesgesundheitsministerium.

«Denn bislang verläuft sich die Zuständigkeit zwischen lokalen Gesundheitsämtern, Kliniken, dem Robert Koch-Institut und der Gesundheitsbehörde», sagte er im Gespräch mit der «BZ am Sonntag». Lauterbach kritisierte das bisherige EHEC-Krisenmanagement. «Die Aufklärung der Bevölkerung ist nicht ausreichend und muss dringend optimiert werden», sagte Lauterbach der in Berlin erscheinenden «BZ am Sonntag».

Es gebe beispielsweise «keine verbindliche Übersicht», wo genau in Deutschland neue Verdachtsfälle mit welchem Schweregrad auftreten. Zudem fehle «eine zentrale Hotline», bei der sich die Bevölkerung über Symptome und Krankheitsverlauf gezielt informieren kann, um sich schützen zu können.