Bundesregierung dringt auf mehr Kompetenz bei Netzausbau

Berlin (dpa) - Nach Zugeständnissen an die Länder dringt der Bund beim Atomausstieg nun auf mehr Kompetenzen im Netzausbau. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sagte im Deutschlandradio Kultur, eine Neuregelung der Verantwortung für die Stromnetze ermögliche eine raschere Planung. Und deswegen werde es künftig einen Bundesnetzplan geben, wie es auch schon einen Bundesverkehrswegeplan gebe, eben auf Bundesebene. Nach Röslers Worten will der Bund die bisherigen Bau- und Planungszeiten von zehn auf vier Jahre verkürzen.

Trittin: Breiter Konsens bei Energiewende offen

Berlin (dpa) - Die Grünen lassen weiterhin offen, ob sie das Gesetzespaket der schwarz-gelben Bundesregierung zur Energiewende unterstützen werden. Gleichzeitig lobten sie Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, nach dem Gespräch mit den Ministerpräsidenten in einigen wichtigen Punkten auf Länder und Opposition zugegangen zu sein. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sagte, ob das geänderte Paket einen breiten Konsens finden kann, kommt auf die Details der endgültigen Gesetzesentwürfe an. Diese will das Kabinett am Montag verabschieden.

Zwei verletzte Soldaten auf Intensivstation

Koblenz (dpa) - Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan sind zwei der vier nach Deutschland gebrachten Soldaten auf der Intensivstation. Der Zustand der beiden Schwerverletzten sei aber stabil, sagte eine Sprecherin vom Sanitätsdienst der Bundeswehr der Nachrichtenagentur dpa. Zwei weitere Soldaten seien bei dem Angriff leicht verletzt worden. Bei dem Anschlag war ein 23-jähriger Soldat ums Leben gekommen. Er und seine Kameraden waren mit ihrem Schützenpanzer nahe Kundus über eine Sprengfalle gefahren.

Pakistanischer Top-Terrorist getötet