St. Leon-Rot (dpa) - SAP-Mitgründer Dietmar Hopp sieht keinen Anlass für Kritik an der Entwicklung des Softwarekonzerns. «Ich bin hoch zufrieden und werde alles dafür tun, damit die SAP unabhängig bleibt», sagte Hopp im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

«Für mich ist es nach wie vor ein sensationeller Glücksfall, die SAP mitgegründet zu haben und dadurch wohlhabend geworden zu sein - so wohlhabend, dass ich eine der größten Stiftungen Europas gründen konnte», sagte Hopp. In der Vergangenheit hatten immer wieder Gerüchte die Runde gemacht, die Unternehmensgründer und Großaktionäre würden über einen Verkauf ihrer Anteile nachdenken.

SAP habe zwar «ein bisschen zu lange gebraucht mit der Entwicklung des Produktes "Business by Design", konzipiert für Cloud Computing, aber jetzt ist es soweit und ich bin überzeugt, es wird ein ganz großer Erfolg», sagte Hopp, der von 1988 bis 1998 SAP-Vorstandschef war. Unter Cloud Computing versteht man die Bereitstellung von Software und Daten aus dem Internet. Auch mit der Gewinnausschüttung des Konzerns an seine Stiftung ist Hopp nach eigenen Angaben mehr als zufrieden.

SAP-Mitgründer Klaus Tschira hatte dagegen in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» gesagt: «Die Dividendenrendite von SAP von unter einem Prozent ist zum Heulen. Da braucht man schon viele Aktien, damit die Stiftung ihren Verpflichtungen nachkommen kann». Wie auch Hopp hat Tschira Teile seines Vermögens in eine Stiftung eingebracht, die verschiedene gemeinnützige Projekte fördert.