London (dpa) - Die Europäische Banken-Aufsichtsbehörde EBA (European Banking Authority) wurde im November 2010 in Folge der weltweiten Bankenkrise gegründet. Offiziell nahm sie zum 1. Januar 2011 ihre Arbeit auf. Oberstes Ziel der EBA ist die Verhinderung von Finanzkrisen.

Um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, führt die EBA die sogenannten Stresstests bei europäischen Banken durch. Getestet wird dabei, wie gut die einzelnen Institute mögliche wirtschaftliche Krisen überstehen würden.

Die Führungsriege der Banken setzt sich aus den Chefs der nationalen Bankenaufsichtsbehörden zusammen. Für Deutschland sitzt das Bundesbank-Vorstandsmitglied Sabine Lautenschläger, die frühere Chefin der Bankenkontrolle bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), im Management und im Aufsichtsgremium der EBA. Vorsitzender des Aufsichtsgremiums ist der Italiener Andrea Enria.

Die EBA arbeitet eng mit den nationalen Aufsichtsbehörden zusammen, hat aber in Streitfällen das letzte Wort. Zusammen mit ihnen und der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Frankfurt/Main) sowie der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (Paris) soll sie eine möglichst einheitliche Finanzaufsicht in Europa garantieren und nationale Alleingänge verhindern.

Selbstdarstellung EBA