Washington (dpa) - Nach einer 2,7 Milliarden Kilometer langen Reise hat die US-Raumsonde «Dawn» ihr erstes großes Ziel erreicht: Samstag früh ist sie nach Berechnungen der US-Weltraumbehörde Nasa in eine Umlaufbahn um den Urplaneten Vesta eingeschwenkt, der aus der Frühzeit unseres Sonnensystems stammt.

Nach Nasa-Angaben wird jedoch erst Sonntag früh klar sein, ob die Aktion wirklich geklappt hat, da sie erst dann für kurze Zeit entsprechende Daten von der Sonde empfangen kann.

Die Sonde hat ein von deutschen Forschern gebautes Kamerasystem an Bord und bereits ein Foto aus 41 000 Kilometer Entfernung zu Vesta aufgenommen. Sie soll den kartoffelförmigen Protoplaneten ein Jahr lang umkreisen. Der 200 Millionen Kilometer entfernte Gesteinsbrocken mit einem Durchmesser von etwa 530 Kilometern ist schätzungsweise 4,5 bis 4,6 Milliarden Jahre alt. Die Wissenschaft erhofft sich von den Bildern und Daten, die «Dawn» (Dämmerung) zur Erde schicken soll, wichtige Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems.

In rund einem Jahr soll «Dawn» Vesta verlassen und den Zwergplaneten Ceres anfliegen, der zwar ebenfalls im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist, aber eine andere Zusammensetzung hat. «Dawn» soll unter anderem erkunden, warum die beiden Himmelskörper so unterschiedlich sind.

Nasa-Informationen zur Mission