Wien (dpa) - Der österreichische Künstler Markus Prachensky, einer der bedeutendsten Vertreter der abstrakten österreichischen Malerei, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Prachensky sei in einem Wiener Krankenhaus «ruhig eingeschlafen», sagte seine Frau Brigitte der Nachrichtenagentur dpa in Wien.

Prachensky gehörte in den 60er Jahren mit Arnulf Rainer, Wolfgang Hollegha und Josef Mikl zur Gruppe St. Stephan, die der Domprediger Monsignore Otto Mauer förderte.

Prachensky gilt als Zentralfigur des österreichischen Informel. Rot war die dominierende Farbe in seinen expressiven und monumentalen Bildern. Der Künstler wurde am 21. März 1932 in Innsbruck geboren. Er begann zunächst ein Architekturstudium in Wien und studierte ab 1953 zusätzlich Malerei. Rasch fand er zu einem eigenen, kraftvollen Stil und wurde schon bald in großen Ausstellungen präsentiert.

Er arbeitete zeitweise in Deutschland, wohnte in den späten 60er Jahren in Los Angeles und sammelte auf ausgedehnten Reisen Inspiration. Von 1983 bis 2000 wirkte er als Professor an der Wiener Akademie der Bildenden Künste und leitete die Meisterschule für Malerei. Zahlreiche Ausstellungen würdigten sein Werk, unter anderem widmete ihm das Belvedere 2002 eine Porträtausstellung als dem «wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus dieses Landes».