Wien/Salzburg (dpa) - Mit dem Traditionsstück «Jedermann» auf dem Domplatz beginnt an diesem Mittwoch (27. Juli) der Aufführungsreigen der 91. Salzburger Festspiele.

Offiziell wird das rund sechswöchige Opern-, Theater- und Konzertfestival bereits am Morgen mit einer Eröffnungsfeier in der Felsenreitschule eröffnet, bei der Bürgerrechtler Joachim Gauck sprechen soll. Nach Jürgen Flimm und vor Alexander Pereira gibt in diesem Jahr der Musiker Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen als Intendant den Ton an.

Insgesamt stehen bei den Festspielen bis Ende August 185 Aufführungen an 14 Spielorten auf dem Programm. Zu den Highlights zählt die erste Opernpremiere am Freitag: Regisseur Christof Loy verlegt Richard Strauss' märchenhafte «Frau ohne Schatten» ins Tonstudio. Dirigent Christian Thielemann leitet erstmals ein Opernorchester bei den Salzburger Festspielen. Weiter stehen die exzentrische Janácek-Rarität «Die Sache Makropulos» mit Regisseur Christoph Marthaler und Mozarts Opern «Le nozze di Figaro», «Così fan tutte» und «Don Giovanni» mit drei verschiedenen Orchestern auf dem Programm.

Das Schauspielprogramm startet am Mittwoch mit unveränderter «Jedermann»-Besetzung mit Nicholas Ofczarek als sterbender reicher Mann und Birgit Minichmayr als seine Buhlschaft. Am Donnerstag empfängt der deutsche Regisseur Nicolas Stemann sein Publikum mit einem neunstündigen Theatermarathon aus Goethes Faust I und II. Drei Schauspieler sollen abwechselnd Faust, Gretchen und Mephisto spielen. Neben dem Klassiker der Weltliteratur bietet das Schauspielprogramm auch zwei Uraufführungen: Roland Schimmelpfennig inszeniert seinen neuen Text «Die vier Himmelsrichtungen» im Landestheater, Dimiter Gotscheff kümmert sich um Peter Handkes neues Stück «Immer noch Sturm».

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