Mainz/Nürburg (dpa) - Vor dem Poker um die Zukunft der Formel 1 am Nürburgring hat sich Rot-Grün in Rheinland-Pfalz laut Innenminister Roger Lewentz (SPD) längst auf eine Verhandlungsposition geeinigt.

«Wir haben in der Koalitionsvereinbarung festgelegt, dass wir mit einer Summe X in die Verhandlung gehen, um die Formel 1 am Nürburgring zu halten», sagte Lewentz in Mainz. «Wir haben natürlich für uns intern eine Obergrenze festgelegt. Ich würde es begrüßen, wenn wir die Formel 1 am Nürburgring halten könnten.»

Deren Zukunft in der Eifel muss mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wegen eines auslaufenden Vertrags neu verhandelt werden. Rot-Grün will die Millionensubventionen mit Steuergeldern zurückfahren. Die grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat grundsätzliche Bedenken. Erst am 25. Juli betonte sie in Koblenz wieder: «Eine Finanzierung aus Landesmitteln ist gegenüber dem Steuerzahler nicht gerechtfertigt.»