Berlin (dpa) - Immer mehr Menschen in Deutschland kommen laut einer Studie mit psychischen Leiden wie Depressionen ins Krankenhaus. Im vergangenen Jahr waren 8,5 von 1000 Versicherten davon betroffen, wie eine in Berlin vorgestellte Analyse der Krankenkasse Barmer GEK ergab.

Vor 20 Jahren waren es 3,7 von 1000 Versicherten gewesen. Die Zeit des stationären Aufenthalts wurde aber immer kürzer und verringerte sich binnen 20 Jahren von 45 auf 31 Tage. Vor allem bei Depressionen würden viele Patienten einige Zeit nach der Entlassung wieder eingewiesen.

Unabhängig von der Erkrankung sind Patienten in Deutschland der Studie zufolge kürzer, aber häufiger in den Kliniken. Die Zahl der Krankenhausfälle je 1000 Versicherte stieg im vergangenen Jahr leicht auf 187 (Vorjahr: 186). Entlassen wurden Patienten im Schnitt nach 8,3 (Vorjahr: 8,5) Tagen. Am längsten im Krankenhaus blieben demnach Patienten in Hamburg mit 9,36 Tagen.

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